Caspar Carter, eigenbrötlerischer Millionenerbe und seit einem schweren Autounfall von partieller Amnesie betroffen, lädt den 1. Detektiv in sein düsteres Anwesen an der Pazifikküste, das Engström-Haus, ein. Der Auftrag: Die sieben Tore finden und das, was sich dahinter verbirgt, den nur so, glaubt Carter, könne er die Erinnerung an die Geschehnisse zwischen dem Tod seines Vaters und seinem fatalen Unfall wiedergewinnen.
"Die sieben Tore" ist gewiss eine der stimmungsvollsten Nach-100er-Folgen. Die Geschichte lebt von dem burgähnlichen Gemäuer und der geheimnisumwitterten Atmosphäre darin, zu der sein Bewohner besonders beiträgt: der ebenso licht- und menschenscheue wie undurchsichtige Besitzer des Engström-Hauses spielt seine Rolle ausgesprochen gut mit rauchig-gehauchter Stimme. Die schlagfertigen Dialoge zwischen J.J. und seinem Auftraggeber nehmen in dieser Folge glücklicherweise viel Raum ein. Mit von der Partie sind daneben noch Carters Freundin Enid sowie Butler und Gärtner des Carter`schen Anwesens (letzterer soll ja angeblich immer der Mörder sein), denen sich ein klassisch siebengescheiter J.J. und seine zwei Kollegen stellen müssen. In schöner ???-Tradition stehen die Recherchen zum Thema "sieben Tore", mit denen die drei Satzzeichen erneut ihrem Bildungsauftrag gerecht werden...
Folge 108 ist in Summe stark dialog- und recherchelastig und daher beileibe kein Actionfeuerwerk, aber eben deswegen definitiv ein intelligentes Hörvergnügen mit Würze.