Die Parties, zu denen ich gehe, sind um einiges besser geworden, seit ich diese Buch gelesen habe: Der Major und Tambretambre geben die ultimativen Tips, wie man anderen Partygästen die Mädchen ausspannt, und wie man verhindert, daß einem die eigenen Gäste dies auf der nächsten Party heimzahlen.
Ein wunderbar leichter Roman, im Grunde über Vian selbst und seine Freunde, die jung sind und feiern, was es zu feiern gibt. Das ist das erste Drittel. Dann wird das Buch wie auch die Handlung etwas langatmiger: In einer Behörde zuständig für die Normierung von allem, was bisher noch keine Norm hatte, steppt halt nicht gerade der Bär. Doch die skurilen Szenen und die ins Groteste überzeichnete, alles durchdringende Beamtenmentalität retten einen hinein in den Schluß, der sich wiederum den ausufernden Parties verschrieben hat.
Man muß es nur zulassen, sich der Welt des Vian hinzugeben, in der schonmal ein Gendarm mit Schädelbruch (verursacht durch die verhängnisvolle Kombination eines ungestümen Gastes mit eine Ming-Vase) weiter Cognac trinkt und tanzt, bis er tot aber glücklich zusammenbricht. Vian muß und darf man nicht ernstnehmen.
Wenn man das vermeidet, amüsiert man sich großartig. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)