Zugegeben, etwas verunsichert war ich aufgrund der vernichtenden Beschreibung eines anderen Rezensenten ("Ströhlein, Georg") schon, aber nach etwas mehr als 20 Jahren hat meine Kosmos-Sternkarte einen Riss und eine neue musste her. Die Drehbare Himmelskarte von Oculum hörte sich gut an, entpuppte sich dann aber als ziemlich miserable Qualität. Also doch die bewährte Drehbare Sternkarte von Kosmos? Die Lesbarkeit unter Rotlichtbedingungen ist wichtig, da ich die Sternkarte meistens nachts verwende. Also blieb nur ein Test in meiner lokalen Buchhandlung, um der vom anderen Rezensenten beschriebenen "Untauglichkeit" nachzugehen. Der erste Blick: Die Sternkarte ist moderner geworden, funktioniert aber noch genauso wie eh und je. Die Sterne sind jetzt gelb, die Rektaszensions-Skala ist rot unterlegt, die Skala der wahren Sonne gelb unterlegt. Außerdem ist der Planetenzeiger breiter geworden und weist zusätzliche Markierungen auf. Das Material besteht wie bei meiner alten Sternkarte aus stabilem Kunststoff.
Der erste Test im Dunkeln, mit Rotlicht: Die Lesbarkeit ist hervorragend, sogar die rote Beschriftung auf dem Planetenzeiger ist klar zu lesen. Auch die neu hinzugekommenen Höhenlinien stören überhaupt nicht (im Gegenteil: sie helfen sehr, um die Horizonthöhe eines Sterns schnell abschätzen zu können).
Mich würde wirklich einmal interessieren, was in diesen anderen Rezensenten gefahren ist, diese echt praktische Sternkarte hier in vollkommen falschem Licht erscheinen zu lassen. Das grenzt ja schon an "Rufmord".
Für mich ist und bleibt die Drehbare Kosmos-Sternkarte auch nach 20 Jahren als Hobby-Astronom erste Wahl!