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Dreck
 
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Dreck [Taschenbuch]

Robert Schneider
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 67 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag; Auflage: 8 (September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150214696
  • ISBN-13: 978-3150214695
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 146.121 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Robert Schneider
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Es gibt kein besseres aktuelles Stück gegen Fremdenfeindlichkeit. Schneiders Konzentration aufs Allerwesentlichste ermöglicht es, das Stück überall aufzuführen, ob in einer Kneipe oder in einem Jugendheim..." -- Leipziger Volkszeitung

Kurzbeschreibung

Ein Mann betritt die Bühne, in der Hand einen Strauß Rosen. Er fängt an zu reden, zu erzählen, zu schreien. Er heißt Sad. Er ist Ausländer. Araber. An den Abenden verkauft er Rosen, um sein Studium zu finanzieren. In einem großen Monolog erzählt er von sich und seiner Heimat, von seinen Erinnerungen, seinen Träumen, seinen Hoffnungen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
„Das Boot ist voll! Zum Teufel mit der Gastfreundschaft! Ein paar Hundert, ein paar Tausend - meinetwegen! Aber nicht eine Völkerwanderung!" Der Ich-Erzähler wird ausfallend. Er überschlägt sich mit fremdenfeindlichen Aussprüchen, mischt in seine Rede üble rassistische Parolen. Doch seltsam. Der das sagt ist kein einfältiger Glatzkopf, kein auf Seriosität getrimmter Demagoge einer rechten Partei, noch nicht einmal ein Stammtischbruder im Eifer des Gefechts. Ganz im Gegenteil: Es ist Sad, ein Iraker, der illegal in einer mitteleuropäischen Stadt haust und allabendlich als Rosenverkäufer durch die Lokale zieht. Und damit wird die Sache interessant. „Ich heiße Sad. Ich bin ein Stück Scheiße." Die Ausscheidungen und Ausdünstungen des Körpers sind Aufhänger des dramatischen Monologs Dreck des Österreichers Robert Schneider. Sie stehen aber auch für charakterliche Schwächen und für nebulös formulierte Fehler, die der Iraker sich selbst und anderen Ausländern attestiert. Weshalb spricht Sad, der Fremde, diese Sprache? Vordergründig läßt sich keine Erklärung finden: Sad ist über viele Stationen aus Basra nach Europa geflohen. Er weiß, daß sein Asylantrag erfolglos bleiben würde, weil er nicht unter politischer Verfolgung leidet. Jetzt vegetiert er in einer dunklen, schmutzigen Wohnung vor sich hin. Weshalb sollte er nicht vielmehr über seine schlechte Lage lamentieren? Zumindest ein Motiv verbindet ihn mit den deutschen Nationalisten, deren Worte er im Mund führt: die Liebe zu Deutschland. Sad verbeugt sich vor den Klassikern, er stellt Errungenschaften heraus und er betont - natürlich - wie sauber hier alles ist. Robert Schneider hat mit dem Iraker Sad eine verblüffende Figur geschaffen. Verblüffend, weil der Leser die heutzutage weithin bekannten Vorurteile und Scheinargumente aus dem Munde des potentiellen Opfers hört - eine groteske Situation! Zweifelsohne hat sich Sad die Anschuldigungen zur Genüge anhören müssen, zweifelsohne spürt er die Ablehnung und fürchtet sich vor Gewalt. Seine „Ausländerfeindlichkeit" scheint in seiner Suche nach Schutz begründet zu liegen: Aus Furcht wird er selbst zum großspurigen Maulhelden. Er macht sich klein, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, um im nächsten Moment schon sich selbst einen Schlag zu versetzen. Doch damit nicht genug: Der illegale Flüchtling vermischt mit seinen Schimpftiraden mit kurzen, sentimentalen Erinnerungen an seine Heimat in Kleinasien. Sad - eine Figur mit vielen Brechungen. Er lebt in einem Land, in dem der Umgang mit Ausländern von Unverständnis, Ablehnung und Feindschaft geprägt ist. Um sich selbst zu behaupten, flüchtet Sad in seinen Monolog. Er redet und redet. Er präsentiert dem Leser einen Zerrspiegel der Ausländerfeindlichkeit - mit ungewöhnlichen Ansätzen und einer gänzlich fremden Perspektive. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hugo Humpelbein TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Schlafes Bruder" war und ist ein Meisterwerk. "Dreck", Robert Schneiders in Monologform geschriebenes Nachfolgebüchlein, ist keins. Damit meine Rezension nicht länger als das Buch wird, sage ich in einem Satz, was ich davon halte. Jede Phrase wird vom Sprecher x-mal wiederholt (was zwar Sinn macht, berücksichtigt man die Intention des Autors, der sich hier Ausländerfeindlichkeit als Thema ausgesucht hat, was aber auf Dauer trotzdem nervt), und deswegen ist das Büchlein mit 70 Seiten noch zu lang.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eindrucksvoll! 25. Dezember 2005
Von Muu
Format:Taschenbuch
Im krassen Gegensatz zu seinem Hauptwerk "Schlafes Bruder" schreibt Robert Schneider am Anfang seiner Karriere dieses kurze Theaterstück. Es regt sehr zum Nachdenekn an und ist ein vollkommen unüblicher Blick auf die Themaitk der Ausländerfeindlichkeit.

Ich stelle mir dieses Ein-Mann-Stück wie folgt vor:

Eine fast leere Bühne. Schwaches Licht. Ein Unrasierter, südländisch aussehender Mann. Ein Bund Rosen in einem Eimer.

Der Protagonist ruft verzweifelt dazu auf ihn zu diskriminieren und ihn fühlen zu lassen, dass er ein Mensch dritter Klasse ist.

Die Entwicklung, die ein Einwanderer durchlaufen muss um solche Äußerungen zu tätigen ist der Spiegel der Unfähigkeit unserer Gesellschaft die Ausländerfeindlichkeit vollkommen aus der Welt zu schaffen.

Die Menschen breiten sich in ihrem wohlhabenden Leben aus, brüsten sich damit, wie tolerant sie sind und duzen im gleichen Augenblick den bemitleidenswerten Rosenverkäufer, der nichts anderes macht, als um seine Existenz zu kämpfen.

Eine schwierige Thematik- eindrucksvoll aufgearbeitet von einem der gesellschaftskritischsten Autoren unserer Zeit.

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