Eine faszinierende Idee: Stellen Sie sich vor, Zugang zur Traumwelt anderer Menschen gewinnen, an ihr teilhaben und sie beeinflussen zu können. In "Höllische Träume" (1984) entführen amerikanische Wissenschaftler im Auftrag der Regierung einen jungen Mann mit telepathischen Fähigkeiten (Dennis Quaid), um ein solches Projekt voranzutreiben. Doch in Geheimdienstkreisen wird bereits eine mörderisches Komplott zusammengebraut... Joseph Ruben hat sich mit seinem Thriller um Konspiration und Telepathie an Brian de Palmas "Teufelskreis Alpha" orientiert. Er geht dabei noch einen gedanklichen Schritt weiter: Nicht mehr nur das Bewusstsein wird kontrollierbar, auch der persönliche und intime Bereich der Traumwelt ist von bösen Eindringlingen bedroht. Das ist zwar eine faszinierende Idee und löst an sich schon eine Gänsehaut aus, doch der Film schöpft die Möglichkeiten dieses Gedankens kaum aus. Die Traumsequenzen sind lau, die psychologischen Erklärungen dazu platt wie eine Scholle. Wer Freddy Krüger in den "Nightmare"-Filmen gesehen hat, kann über die "Höllischen Träume" nur milde lächeln.