Wenn man das elektronische Instrumentarium entsprechend gut nutzt, fühlt sich der Hörer als würde er von einem ganzen Sinfonieorchester oder einer Rockband in kompletter Besetzung unterhalten. Das gelingt Klaus Schulze auf diesem 1986 veröffentlichten und 56 Minuten langem Album. Vielleicht liegt es aber auch an den exzellenten Gastmusikern wie Andreas Grosser (piano & elektronics) oder Ulli Schober (percussion). Zwei Titel ragen auf dieser CD besonders heraus: Das Titelstück ist ein wunderschönes ruhiges Stimmungsgemälde, von Streichern, in die dan ein Chor einfällt, ehe nach 5 Minuten langsame Rhythmus-Begleitung einsetzt. Leider ist das Stück mit 9:27 Minuten eher ein kurzes Stück, man wünscht sich Schulze hätte den Titel ausgebaut. Das letzte Stück "Klaustrophony" knapp 25 Minuten lang ist dann genau das, was man von Schulze eigentlich erwartet. Eine tolle Sequenzerorgie aus der sich ein unglaublicher Grove ergibt, nach 8:30 setzt das Schlagzeug ein und verleiht dem Ganzen eine weitere Verstärkung, mit wunderbarem Gitarreneinsatz und unvermutetem Einsätz eines Sängers. Ein überragendes Stück Schulze-Musik. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)