Mit „Dreams for the Daring" haben die Melodic Metaller Dreamtide einen würdigen Nachfolger für ihr Erstlingswerk „Here comes the flood" vom Stapel gelassen. Was dem Hörer sofort auffällt, ist der gesteigerte Härtegrad im Vergleich zum Vorgänger. Schon der Opener „Dream Real" zeigt die Vielschichtigkeit der Songs auf und besticht durch superbe Melodien, einen grandiosen Gesang und einen tollen Chorus. Auch „Live and let live" ist ein absolutes Meisterwerk, das man nicht oft genug hören kann. Weitere Höhepunkte sind der „Sundance" - Nachfolger „Eden", der durch orientalische Gesänge und Elemente ein weiteres Highlight der Geschichte der fünf Hannoveranern darstellt sowie das geniale „I'm not with you". Leider hat man diesmal mit „All of my Dreams" nur eine schöne Ballade mit aufs Album gepackt, was ein bisschen die Abwechslung schmälert. Da die Songs aber alle ein durchgehend hohes Niveau aufweisen, komme ich um eine absolute Kaufempfehlung nicht herum, denn Olaf Senkbeils Stimme ist einfach zu schön, um sie im Untergrund versauern zu lassen und Helge Engelkes Songwriting und Gitarrenspiel bietet einfach zu viele Facetten und wundervolle Melodien, die sonst nirgendwo zu hören sind (außer bei der Vorgängerband Fair Warning). Als Zusatz sind auf der Scheibe noch drei alternative Mixe, die sich doch ordentlich von den Originalversionen unterscheiden. Summa Summarum bekommt der Käufer 15 Tracks mit einer Spielzeit von über 75 Minuten, die einen nicht wieder loslassen. Zwar war „Here comes the flood" wesentlich abwechslungsreicher, dafür wirkt bei „Dreams for the daring" das Songwriting ausgereifter. Also am besten gleich beide kaufen und genießen.