Nachdem Led Zeppelin still gelegt wurde war Robert Plant der Einzige, der sich immer selbst neu erfand und sowohl Werke von zeitloser Eleganz und Schönheit ablieferte (Pictures at Eleven, Pronciple of Moments, Fate of Nations und Teile von Manic Nirvana) aber auch Alben, die sich heute alt anhören (Shaken n'Stirred, Now and Zen). Seine Reunions mit guitar-heroe Jimmy Page waren großartig in No Quarter, zeugten aber davon, daß Led Zeppelin aus den Zusammenspiel zwischen den vier Musikern bestand. Als John Bonham starb war Aufhören die richtige Entscheidung.
Somit steht er wieder solo da, mit neuer Band. Und enttäuscht nicht. Dieses Album geht da weiter, wo Fate of Nations mit ‚If I Were a Carpenter' aufgehört hat. Ruhig, besonnen aber auch kraftvoll. Neu interpretierte Standards, die psychodelisch versetzt und demontiert werden, unbekannte Fremdkompositionen und ein paar Neukompositionen. Da bislang sein Solowerk immer aus Neumaterial bestand ist es etwas verwunderlich, daß neun Jahre nach seinen letzten Album so wenig neue Lieder dabei sind. Aber Plant ist in guter Form, seine neue Band begleitet ihn mit Begeisterung und Energie. Auch wenn seine Stimme nicht mehr die legendären Höhen von einst erreicht, so ist sie nach wie vor unverwechselbar und mit Sicherheit einer der größten Stimmen des Rock. Und dieses Album hat als Gesamtwerk etwas magisches. Am besten gleich zusammen mit Fate of Nations bestellen!