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Produktinformation
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Dreamland spielt um die Jahrhundertwende in einem New York so polyglott wie sonst keine andere Stadt der Welt. Es beginnt mit einem Akt der unangebrachten -- und äußerst unüberlegten -- Nächstenliebe. Der osteuropäische Einwanderer Kid Twist schreitet ein, als der niederträchtige Gangster Gyp the Blood kurz davor ist, einen Zeitungsjungen nur so zum Spaß umzubringen. Aber -- welch Überraschung: Es ist gar kein Straßenjunge! Es ist Trick the Dwarf, der kleinwüchsige, selbst ernannte Bürgermeister von Little City und Wettberater aus Coney Island, der sich wie ein Junge kleidet, als -- wie er sagt -- "einen Weg, über mich hinwegzukommen". Trick versteckt Kid Twist in den hinteren Räumen des Tin Elephant Hotel; Kid Twist begegnet Esther Abramowitz, verarmte Näherin und Kämpferin für die Rechte der Arbeiter, und verliebt sich; Trick buhlt um Mad Carlotta, eine dreikäsehohe Schönheit, die behauptet, sie sei die Kaiserin von Mexiko; und Freud und Jung fahren nach Amerika, wo sie über die Psychoanalyse streiten. Es gibt auch noch ein paar Nebenhandlungen, die sich um Korruption bei der Polizei, Tammany Hall (noch mehr Korruption) und das Triangle-Shirtwaist-Feuer drehen -- aber wer zählt schon mit? Nur so viel sei gesagt: Es kommt am Ende wirklich alles zusammen, und Sie werden sich dabei nicht eine Sekunde lang langweilen. Baker diente als Leiter für historische Recherchen für Harold Evans The American Century, und es ist offensichtlich, dass er seine Zeit dort gut investiert hat. Dreamland ist voller lebendiger historischer Details, vom Slang der Lower East Side bis zu den Texten der damaligen Populärmusik. Wenn dies Unterhaltung für den geistigen Normalverbraucher ist, dann auf die gleiche Art wie Dickens: verschwenderische Handlung, elegant geschrieben und voller Mitgefühl. --Mary Park
Kevin Baker ist eigentlich Politologe und Historiker. Viele Figuren dieses Romans haben wirklich gelebt, viele Begebenheiten hat es wirklich gegeben. Wir erfahren vom Leben der einfachen Leute, vom Aufstand der Textilarbeiterinnen, dem Brand in der Triangle-Fabrik, vom Rosenthal-Mord. Einige der Dialoge zwischen Freud und Jung sind wörtlich aus deren Schilderungen übernommen.
Kevin Baker schildert all das mit einer erzählerischen Kraft, wie man sie selten findet - vielleicht kann man ihn mit James Clavell vergleichen.
"Dreamland" ist für mich ganz klar das Buch des Jahres 2000 - und ich lese viel.
Es ist New York am Anfang des 20. Jahrhunderts - ausgehend von „DREAMLAND", einem rieseigen Vergnügungspark, werden Geschichten eines Zwerges, einer Hure, eines jüdischen Mädchens, eines Banditen und eines Politikers erzählt. Diese Charaktere leben das harte und teilweise extrem eintönige Leben dieser Zeit. Und doch ist Ihr Leben aufregend, anregend und aufrührend zugleich. Beispielsweise das jüdische Mädchen arbeite als Näherin 12 - 15 Stunden am Tag in einer Fabrik, 6 Tage die Woche und findet trotzalledem noch Zeit sich nach der Arbeit an der aktiven Gewerkschaftsarbeit zu beteiligen oder sich mit Ihrem freund zu treffen. Da sind wir heute, auch was die Arbeitszeit betrifft, viel zu verwöhnt.
Was mich allerdings an diesem Buch ein wenig stutzig macht, ist das Mitwirken Siegmund Freuds. Er wird auch als Charakter mit aufgenommen. Zwar macht er in dieser Zeit eine Fahrt nach New York und im Vergnügungspark „DREAMLAND" kreuzen sich die Wege von Ihm und einigen der anderen Charaktere.
Ich kann mir das nur so erklären, dass der Autor zeigen wollte, wie die reiche, quasi prädestinierte Schicht damals im Gegensatz zum einfachen Arbeiter lebte. Aber sonst steht Herr Freud diesen Personen in keinster Weise nahe.
Alles in allem ein sehr interessanten Buch, wenn einem der Alltag um 1910 in New York interessiert - aber wie gesagt schwierig rein zu finden.
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