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Moviemans Kommentar zur DVD: Optisch wie akustisch bietet die DVD ein solides Programm, das Wert auf Ausgewogenheit und Detail setzt. Die Bonusausstattung kann sich sehen lassen.
Bild: Das klar strukturierte Bild kommt in satten, bunten Farben daher, die sowohl düstere Nebelschwaden als auch poppige Kinderkleidung naturgerecht abzubilden wissen (Gesicht mit blauer Kappe, 00:07:38). Zu keinem Zeitpunkt kommt es dabei zum Überstrahlen von Farbtönen, ganz im Gegenteil bleiben auch die Rot-Töne meist sehr stabil. Ganz selten verirrt sich ein leichter Rosa-Schimmer in ein Gesicht (Cale, 00:30:18). Die Kompression arbeitet schlüssig, nur in schnelleren Schwenks kann Flimmern und leichtes Rauschen innerhalb von feineren Strukturen vermerkt werden (Steingebäude, 00:33:19). Auch an Himmelsflächen (00:36:32) lässt sich hin und wieder sanftes Rauschen ausmachen. Die Kontrastwerte fallen gut aus, lediglich im Gegenlicht verschlucken die Schwarzwerte hin und wieder mal ein Detail. Insgesamt gestalten sich die Bildwerte aber mehr als befriedigend.
Ton: Zwischen deutscher Synchronisation und Originalfassung existieren keine wesentlichen Unterschiede. Beide Tonfassungen geben sich sowohl in Dialoggestaltung als auch Kulissenausstattung sehr harmonisch. Die Filmmusik fügt sich hier nahtlos ein, so dass insgesamt kaum Wünsche offen bleiben. Winzige Kulissendetails wie Vogelzwitschern oder Türenquietschen (00:47:29) gehen nahtlos in die wogende Musik und das dumpfe Huftrappeln über (00:48:00), welches sich zudem äußerst plastisch über die Seiten und den Hintergrund bewegt. So hat man schon fast mal das Gefühl, der Galopper würde direkt durch den Videoraum trampeln (00:05:32). Insgesamt erfreuen die gute Abmischung, der saftige Effekteinsatz wie auch die, sich harmonisch ins Spiel bringende, Musik. Eine runde Leistung, die Spaß macht, wenngleich auch nicht übermäßig überrascht.
Extras: Zu den umfangreichen und hübsch aufgemachten Extras gehören ein aufschlussreicher, mit vielen Details über den Pferdesport ausgestatteter Audiokommentar von Regisseur John Gatins, der deutsche (2:25 Min.) und der englische (2:30 Min.) Kinotrailer sowie "Die wahre Geschichte von Mariah´s Storm" (5:05 Min.), ein Feature über die Geschichte des legendären Rennpferdes. "Die Arbeit mit Vollblütern" (11:05 Min.) beschäftigt sich damit, wie die Filmaufnahmen der Rennpferde entstanden. Kommentare der Mitwirkenden erläutern die Arbeit mit den Pferden, Tricks werden aufgelöst und die Technik und ihre Risiken erklärt. In "Die Dreamer Traumbesetzung" (17:00 Min.) geht es um das Filmteam. Wie der Regisseur zum Thema gelangte oder wie die Schauspieler ausgewählt wurden sind nur einige der angesprochenen Themen, die durch Szenen vom Set illustriert werden. "Pferdepflege mit Dakota Fanning" (5:35 Min.) setzt sich mit der jungen Hauptdarstellerin und ihrer besonderen Liebe zu Pferden auseinander. Es folgen im weiteren Verlauf noch Deleted Scenes (9:45 Min.), ein Interview mit Regisseur John Gatins (8:54 Min.) sowie das Musikvideo (3:22 Min.) und neben einem DVD-Rom Part ebenfalls noch eine stimmungsvolle Fotogalerie als Slideshow mit Musik (3:34 Min.). Ein insgesamt sehr rundes Bonusprogramm. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Gleich die ersten Schwenks über das Hinterland eines Amerika fernab der Hektik und Probleme der Metropolen, wo Bilder von nebelschwadenverhangenen Weiden unweigerlich mit schmalzigem Geigengefidel (drückt schamlos auf die Tube: Komponist John Debney) einhergehen, verankern diese von der wahren Geschichte des Rennpferdes Mariah's Storm aus den 90er Jahren inspirierte Mär über den Triumph des Außenseiters in jenem paradiesischen Amerika, wie es Jerry Bruckheimer in Filmen wie 'Gegen jede Regel' immer wieder gerne zeigt. Oder eben 'Dreamer'-Produzent Brian Robbins, der bereits bei 'Varsity Blues' oder 'Sie nennen ihn Radio' durchschimmern ließ, dass sentimentale, allamerikanische David-gegen-Goliath-Geschichten auf seiner Wellenlänge liegen. Hier ermöglicht der Produzent seinem 'Coach Carter'-Autor John Gatlins das Regiedebüt, das dieser ohne stilistische oder erzählerische Überraschung, dafür solide und sicher abwickelt. Schneller als man 'Seabiscuit' sagen kann, breitet Gatlins das Szenario aus: Pferdetrainer Ben Crane, der schon bessere Tage gesehen und die eigene Farm aufgeben musste, arbeitet für den arroganten Stallbesitzer Palmer, der auf das Rennpferd Sonador setzt. Als es sich zum Auftakt des Films bei einem Rennen ein Bein bricht, befiehlt er Crane, das Tier zu töten. Seiner Tochter Cale zuliebe weigert sich Crane. Er kündigt und nimmt Sonador gleich mit. Obwohl ihn selbst der eigene Vater für verrückt erklärt, päppelt Ben das Pferd mit Hilfe von Cale wieder auf - und schickt es nach Überwinden der üblichen Widerstände als Außenseiter in den Breeder's Cup und stellt im Verlauf die angeknacksten Beziehungen zur Tochter und dem Vater wieder her. Das ist von großer filmischer Gefälligkeit und tut gut daran, auf die Darsteller zu vertrauen: Kurt Russell, Kris Kristofferson und die allgegenwärtige Dakota Fanning, die von Entertainment Weekly unlängst zur mächtigsten Schauspielerin Hollywoods erklärt wurde, haben die Routine und das Können, dem nicht allzu frischen Stoff das nötige Leben und die rechte Emotion einzuhauchen, dass man selbst über die groben musikalischen Schnitzer von John Debney hinwegsehen kann. Wer immer noch auf ein Remake von 'Der Pferdeflüsterer' - in Deutschland immerhin von 4,5 Mio. Kinobesuchern gesehen - hofft, kann die Wartezeit mit diesem Stück Amerikana gut überbrücken. deg.