Es gibt leider nur wenige Genies auf der Welt, aber irgendwo scheint es einen unbegrenzten Vorrat an Dilettanten zu geben. Und als Aushängeschild dieser ungeliebten Spezies feiert Dieter Bohlen frei nach dem Motto: "Nichts was man machen kann ist so blöd, das sich nicht noch ein Blöderer finden lässt dem man es andrehen kann" seit fast 25 Jahren europaweit Erfolge. Nun gibt es ja seit jeher eine große Schar von Konsumenten die sich mit jedem noch so niveaulosen Müll bereitwillig abfüttern lässt, und diese "Müllschlucker" wurden ja auch durch Bohlens bisheriges Schaffen bestens bedient. Beim Anhören dieser neuen CD kann man sich kaum des Eindrucks erwehren, dass auch der neueste DSDS-Sieger nun endgültig in Dieter Bohlens Talent-Vernichtungsmaschinerie zermalmt wird. Mark Medlocks durchaus beachtliche Stimme hätte wahrlich etwas besseres verdient als diesen schwülstigen zusammengeklauten Einheitsbrei. So wird er wohl das Schicksal der bisherigen Supersternschnuppen teilen und nach ein oder zwei gefälligen Alben schließlich sang und klanglos in der Versenkung verschwinden. Gäbe es irgendeine Gerechtigkeit in der Musikwelt, dann würden John Lennon und Elvis noch leben und Dieter Bohlen würde in irgendeinem Vorort von Hamburg-Deppendorf Schuhe besohlen oder Spucknäpfe säubern oder irgendeine andere Tätigkeit ausüben die seinem Minimaltalent entspricht. Aber leider Leben wir im Jahre 2008, die Genies sind alle tot oder ausgebrannt, und Legionen von Dilettanten haben ihren Platz eingenommen und sich aufgemacht die internationale Musikindustrie mit ihrem substanzlosen Teenie-Gesülze zu dominieren.