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Insgesamt bietet dieses neue Set aus 2 DVDs über zusammen knapp dreieinhalb Stunden Laufzeit und mit 5.1- Sound interessante Einblicke in das Leben der Band auf und abseits der großen Bühne zu einem guten Preis - die Videos hätten immerhin auch einzeln auf DVD veröffentlicht werden können.
Die erste DVD, „Images and Words - Live In Tokyo" begleitet die Band auf ihrer Tour nach Japan 1993. Vom Konzert in Tokio sind zahlreiche Live-Aufnahmen zu sehen. Die Band spielt 5 von 8 Titeln des damals aktuellen Durchbruch-Albums „Images And Words" (die fehlenden „Metropolis - Part I" und „Learning to Live" liefert übrigens passenderweise DVD Nummer 2). Außerdem gibt es Soli von Mike Portnoy und John Petrucci, die Band-‚Hymne' „Ytse Jam" und „A Fortune In Lies" vom ersten Album „When Dream and Day Unite" sowie den nie auf einem regulären Studioalbum veröffentlichten Dream Theater- Song „To Live Forever". Echte Live-Atmosphäre mag bei den statisch wirkenden japanischen Fans allerdings nicht aufkommen. Erst als das Publikum zum Schluss bei „Take the Time" und vor allem bei „Pull Me Under" ein wenig auftaut, macht die Kamera öfter mal einen Schwenk. Viel mehr als das etwas zu kurz kommende Live-Feeling beeindrucken die Konzertaufnahmen aus Tokio durch die unglaubliche technische Perfektion der (auf der großen Bühne noch etwas unerfahren und unbeholfen wirkenden) New Yorker und zahlreiche Nahaufnahmen der wohl filigransten Finger der Welt. Einen lockeren Rahmen bilden Aufnahmen der Band in der Stadt u.a. beim Shopping, Autogramme-Schreiben und auf der Suche nach Mc Donald's. Auch Aufnahmen von der Tour durch die USA u.a. mit ein paar köstlichen Aufeinandertreffen mit den Galactic Cowboys und Sebastian Bach sind enthalten. Darüber hinaus gibt es Bilder von den Studio- Sessions zu „Images And Words" und die Videos zu „Pull Me Under", „Take The Time" und „Another Day".
Noch mehr Abwechslung bietet „5 Years in a Livetime" mit Ausschnitten aus einer ganzen Reihe von Live-Shows von der „Wake up the World Tour" („6:00", „Voices") bis hin zur „Touring Into Infinity"- Tour 1998 in Paris („Burning My Soul", „Just let me Breathe", „Peruvian Skies", „Learning to Live" und ein Medley). Dazwischen finden sich die Videoclips zu „Lie", „The Silent Man" und „Hollow Years" sowie Ausschnitte aus sehens- und hörenswerten Cover- und Akustik- Shows der Band. Auf der „Uncovered" Fan Club- Show im Januar 1995 spielen Dream Theater mit vielen hochkarätigen Gästen: mit Steve Hogarth und Steve Rothery von Marillion deren Klassiker „Easter", mit Steve Howe von Yes Teile aus „Starship Trooper" und mit Napalm Death- Sänger Barney Greenway eine köstliche Death Metal- Version von Metallicas „Damage Inc.".
Die „Unplugged" Fan Club Show 1998 in Rotterdam bringt die Fans in den Genuss von „Lifting Shadows Off A Dream", „Anna Lee" und außer einer weiteren Livefassung von „To Live Forever" noch zwei weiteren unveröffenltichten Dream Theater- Songs aus den Aufnahmen zu „Falling Into Infinity" 1997: „Cover My Exes" und „Speak to Me". Außerdem wird man Zeuge der Aufnahmesessions zum auf „A Change of Seasons" veröffentlichten Deep Purple- Cover „Perfect Strangers" zusammen mit (dem noch langhaarigen) Bruce Dickinson - und sogar dem kurzen Ausschnitt einer Live-Darbietung des Songs... mit Mike Portnoy am Bass, Derek Sherinian an der Gitarre und John Petrucci an den Drums! Auch von 97er- Festivalauftritten haben Dream Theater Erinnerungsmaterial beigefügt, u.a. Backstage-Begegnungen mit Rob Halford und Deep Purple und eine wunderbare Live- Version von „Metropolis - Part I". Studiobilder von den Aufnahmen zu „Falling Into Infinity" und „Awake" werden von der Band u.a. kommentiert mit den Gründen für die Trennung von Keyboarder Kevin Moore.
Insgesamt ist die Doppel-DVD zum Preis von einer ein absoluter Pflichtkauf für Dream Theater- Fans - jedoch nur, wenn sie die Original- VHS-Fassungen nicht schon besitzen. Die Aufnahmen gehen weit über Konzertmitschnitte hinaus und zeigen die Band professionell wie persönlich von vielen Seiten. Teils mit Camcordern aufgenommen liegt der Schwerpunkt weniger auf überwältigender Qualität (aber immerhin nun mit 5.1- Sound!), sondern viel eher auf Authentizität - und die ist hautnah vorhanden!
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