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Draußen vor der Tür: und ausgewählte Erzählungen
 
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Draußen vor der Tür: und ausgewählte Erzählungen [Taschenbuch]

Wolfgang Borchert
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 94 (1. Januar 1956)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349910170X
  • ISBN-13: 978-3499101700
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 46.407 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wolfgang Borchert
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das einzige Drama des früh verstorbenen Dichters ist ein verzweifelter Protestschrei gegen die zerstörerische und verderbnisträchtige Macht des Krieges. Seine Erzählungen und Prosastücke berichten mit sicher akzentuierter Ausdruckskraft von den verheerenden Kriegsfolgen im einzelnen und im gemeinsamen Menschenleben.

Der Verlag über das Buch

Der Nordwestdeutsche Rundfunk in Hamburg strahlte am 13. Februar 1947 das Werk als Hörspiel aus, inszeniert von Wolfgang Liebeneiner. Die Hamburger Kammerspiele unter der Leitung von Ida Ehre in der Hartungstraße 9-11 entschlossen sich 1947, das Stück als Uraufführung herauszubringen. Wiederum Liebeneiner übernahm die Regie. Die Premiere fand am 21. November 1947 statt – einen Tag vorher war Borchert in Basel an den Folgen einer Lebererkrankung gestorben. Ernst Rowohlt veröffentlichte das Theaterstück in Buchform, es wurde in über 30 Sprachen übersetzt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Draußen vor der Tür" ist schlichtweg einzigartig. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Einerseits ist das Stück wohl das wichtigste Beispiel für Trümmerliteratur überhaupt, zum anderen beeindruckt es enorm durch die Unerbitterlichkeit, mit der Borchert die Anklage gegen eine Gesellschaft führt, welche die Leiden des Heimkehrers Beckmann (Borcherts Antiheld) einfach nicht wahrnimmt, in der die Menschen unfähig zur Auseinandersetzung mit den im Krieg geschehenen Greueltaten sind. Vorweg: Borchert geht es nicht um Kritik am Nazi-Regime und an dessen Ideologie, dieses Thema wird nur kurz angeschnitten (und fehlt in einer früheren Fassung ganz), Borchert prangert die Anpassungsbereitschaft der Vätergeneration an, welche, kaum ist der Krieg beendet, versucht, weiterzuleben als sei nichts gewesen, während Beckmann, getrieben von Schreckensvisionen, stets kurz vor dem Selbstmord steht. Und so zieht dieser, ausgestattet mit einer alten Gasmaskenbrille und kurzen Stoppelhaaren, für seine Umwelt mehr Witzfigur als ernsthafter Gesprächspartner, von Station zu Station, trifft auf die verschiedensten Personen, vom Oberst (der kein schlechtes Gewissen hat für seine Taten während des Krieges, ganz im Gegensatz zu Beckmann) bis hin zum Kabarettdirektor ("Mit der Wahrheit kommen sie nicht weit!"). Und immer wieder wird er in seiner negativen Auffassung vom Leben bestätigt, immer wieder steht er "draußen vor der Tür".
Die vielen expressionistischen Züge, die das Stück in erster Linie in sprachlicher Hinsicht aufweist, machten es schon bei der Uraufführung 1947 in Hamburg vielen Kritikern schwer, zu einem positiven Urteil zu kommen, Friedrich Luft hielt das Stück für "ein neurotisches Lamento bis zum vagen Ende.", an anderer Stelle war zu lesen: "Nun gut, Borchert war ein Anfänger [...] - aber hat er uns wenigstens [...] etwas zu sagen? Nein." Trotzdem ist das Stück bis heute sehr erfolgreich beim Publikum, ist doch die Figur Beckmanns unglaublich faszinierend, sind die Fragen, die Borchert aufwirft, bis heute ungeklärt, da die Aufarbeitung der dunkelsten Epoche Deutschlands noch längst nicht abgeschlossen ist. 1947, so meine persönliche Meinung, war die Zeit einfach noch nicht reif für ein Stück wie "Draußen vor der Tür", so daß es kaum verwundert, daß das Drama in seiner Art fast alleine dasteht und verissen wurde. Gerade zu Borcherts Zeit bestimmten die Klassiker die Spielpläne...
Und, trotz der negativen Kritiken: Auch und gerade in künstlerischer Hinsicht ist "Draußen vor der Tür" ein Meisterwerk. Die Sprache und der Stil sind unglaublich eindringlich, die Wortwahl trifft die Situation immer genau, die Figuren sind unglaublich plastisch gezeichnet, der Aufbau (von Tür zu Tür) ist bestens geeignet, um das Aufeinanderprallen Beckmanns mit einer ihm fremden Welt zu zeigen - und das Ende ist keineswegs vage, sondern macht Sinn.
Eine Anmerkung noch: Die Tatsache, daß das Stück ursprünglich als Hörspiel für den NWDR erarbeitet (und auch gesendet) wurde, macht sich gelegentlich bemerkbar, wenn Borchert z.B. mit dem Geräusch (!) zuschlagender Türen arbeitet, für die Umsetzung auf die Bühne stellt das aber keine Schwierigkeit dar...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bestes Buch aller Zeiten! 7. August 2010
Format:Taschenbuch
Wenn ich könnte, würde ich dem Werk von Wolfgang Borchert nicht nur 5 sondern gleich 10 Sterne geben. Wir haben "Draußen vor der Tür" damals im Deutschunterricht der 10. Klasse an der Realschule gelesen. Zuerst war ich vom Titel des Buches wenig begeistert und konnte auch dem ansonsten langweiligen und strengen Unterricht meiner unsympatischen Deutschlehrerin nicht viel abgewinnen.

Die Geschichte des Kriegsheimkehrers Beckmann hat mich jedoch vom ersten Moment an gefesselt und tief berührt. Ich habe mich in diesem Buch vollständig verloren und in all der Litaratur, die ich bis jetzt in meinem jungen Leben verschlugen habe, nie eine Figur gefunden, die mich und meine Empfindungen so gut beschreibt wie die des Soldaten Beckmann. Autor Wolfgang Borchert beschreibt das "deutsche Trauma" wie kein Anderer und lässt auch Angehörige der Generation Klingelton das Leid der Menschen nach dem Krieg, und somit auch das Leiden der eigenen Großeltern, schmerzhaft nachempfinden.

"Draußen vor der Tür" ist eines der wenigen Bücher, das ich mehr als einmal gelesen habe.Ich werde es wahrscheinlich noch als alte Oma im Schaukelstuhl meinen Enkeln vorlesen, die es hoffentlich genauso sehr lieben werden wie ich...
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses Drama ist Borcherts größtes und umfangreichstes Werk und ein Musterbeispiel der Literaturgattung Trümmerliteratur, und es sei daher jedem unbedingt empfohlen, der sich aus literarischem und/oder geschichtlichem Interesse mit der Kriegs- und Nachkriegszeit in Deutschland beschäftigt.
Kurz zum Inhalt: Ein verkrüppelter und von Krieg und Gefangenschaft gezeichneter Soldat mit Namen Beckmann kehrt aus dem zweiten Weltkrieg heim ins zerstörte Hamburg und sucht nach seinem Platz im kalten, rauen Nachkriegsdeutschland, womit er Schwierigkeiten hat: Seine Frau hat ihn verlassen, Angehörige sind tot, und auch sonst steht er scheinbar überall „draußen vor der Tür". Obendrein quält er sich vor Selbstzweifeln über die Schuld, die er und seine Mitmenschen auf sich geladen haben und über den Umgang mit derselben, was ihn an den Rand des Selbstmords treibt...
Eindrucksvoll, aber manchmal auch etwas zu wehleidig versucht Borchert mit einfachen, klaren Sätzen, Zynismus und dem Dialog des geteilten Ichs, sich und all denen, die ähnliches wie er und Beckmann tun und erdulden mussten, eine Stimme zu geben, und er erhebt kollektiv Anklage gegen die Ignoranz und Gleichgültigkeit der Gesellschaft, die nicht bereit ist (und jahrzehntelang auch nicht bereit sein wird), sich der eigenen, schlimmen Vergangenheit zu stellen - So ähnlich drückt es auch Heinrich Böll in einem der Textausgabe als Interpretationshilfe beigehefteten Nachwort aus.
Die preislich moderate Textausgabe umfasst (wenn auch im Buchtitel leider nicht erwähnt) erfreulicherweise auch noch einige Kurzgeschichten von Borchert zur Vertiefung des Themenkomplexes Trümmerliteratur und eignet sich daher auch für den Deutschunterricht ab etwa Klasse 10.
Auch wenn die deutsche Vergangenheit heute gemeinhin als aufgearbeitet gilt, eine Vergangenheitsbewältigung zumindest teilweise stattgefunden hat und der weitere Umgang mit dieser Thematik oftmals für Verdruss sorgt, ist dieser Text immer noch als brandaktuell anzusehen, versetzt man sich z. B. einmal in die Lage eines US-Soldaten, der aus dem Irak oder aus Afghanistan heimkehrt...
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Vor 20 Monaten von Jörg Wolter veröffentlicht
Knappe aber treffende Erzählung
Ich habe Draußen vor der Tür das erste Mal als Schüler auf der Realschule im Deutschunterricht gelesen doch nicht näher beachtet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. April 2010 von Ferus Dheri
Ein genialer Borchert
Dieses Buch muss man gelesen haben, da es ein Stück sehr wichtiger Literatur wiederspiegelt. Wenn man sich vorstellt, in welchem Alter Borchert einige Texte geschrieben hat,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Februar 2009 von LMB
Unglaublich mitreißend!
Das Drama handelt von der Rückkehr eines im Krieg verwundeten, seelisch am Boden liegenden Soldaten in ein Land, das ihn nicht mehr braucht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Dezember 2006 von Brond
Eines der besten Bücher der deutschen Literaturgeschichte!!!
Für mich ist "Draußen vor der Tür" mein absolutes Lieblingsbuch eines deutschen Autoren. Lesen Sie weiter...
Am 21. Oktober 2005 veröffentlicht
Seine persönliche Apokalypse
Wolfgang Borchert kehrte selbst gezeichnet und gesundheitlich gebranntmarkt aus dem 2. Weltkrieg zurück. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Februar 2003 von "joerge1001"
Gelungene Anklage
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Veröffentlicht am 1. November 2002 von Klaus Grunenberg
Beckmann - ein deutsches Trauma?
Einer der nach Hause kommt, ein Soldat, der in einen Krieg ging, von dem er nicht wußte, worauf er sich eingelassen hat - man sieht Beckmanns Fluchten vor sich selbst, in die... Lesen Sie weiter...
Am 23. Juli 2001 veröffentlicht
Einer von denen
Borchert schafft es auf beeindruckende Weise, in der Hauptperson Beckmann (einfach nur Beckmann, wie der Tisch Tisch heißt, so heißt Beckmann eben Beckmann)dem Leser... Lesen Sie weiter...
Am 24. November 2000 veröffentlicht
überaus interessant, man muss sich aber erst durchfinden
Borcherts „Draußen vor der Tür" trägt vom Autor her den Untertitel „Ein Stück, das kein Theater spielen und kein Publikum sehen will", ist in Prosa... Lesen Sie weiter...
Am 15. August 1999 veröffentlicht
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