In zunehmendem Maße halten kommunikative Aufgaben-
und Übungsformen in den (Deutsch als)
Fremdsprachenunterricht Einzug, die über das bekannte
Dialog- und Rollenspiel-Format hinaus gehen sowohl
beim Üben und Anwenden bekannter sprachlicher
Strukturen als auch bei der Einführung neuer. Sie
versuchen einem ganzheitlichen und lernerzentrierten
Lehr- und Lernverständnis gerecht zu werden und
schöpfen das den Spracherwerb unterstützende
Potenzial von theaterverwandten Arbeitsformen aus.
Deswegen und wegen der allgemein
persönlichkeitsfördernden, kommunikativen und
interkulturellen Potenziale von dramapädagogischen
Lehr- und Lernformen wird für ihren Einsatz in einem
ganzheitlich orientierten Sprachlehr- und
-lernkontext plädiert.
Es werden vier relevante Dimensionen für die
Wesensbestimmung dramapädagogischer Arbeitsformen
(Körpersprache, Narrativität, Imagination und
Ästhetik) beschrieben und anschließend
Inszenierungstechniken für Lehrer und Lernende
präsentiert. Das Buch schließt mit Vorüberlegungen zu
einer Systematik von Übungsformen (Übungstypologie)
und zur Entwicklung von dramapädagogischen
Fremdsprachen-Unterrichtsphasenmodellen.
Thomas Müller, geb. 1972. Studium: DaF, Anglistik/Amerikanistik und Psychologie in Jena. Beruflicher Werdegang: neben dem Studium Betreuer körperlich und geistig behinderter Menschen, freiberuflicher Sprachlehrer (Englisch und Deutsch) und Schauspieler. 2003-2008 DAAD-Lektor in Dublin (Irland), Verfasser und Sprecher von Sprachlernmaterialien