Leider funktionieren nicht alle Mechanismen des Spiels so wirklich gut. Der Drache beispielsweise kommt häufig gar nicht erst ins Spiel. Werden meist die Gold bringenden Plättchen den anderen beim Legen und Ziehen bevorzugt. Will sich irgendwie so keine richtige, taktische Tiefe einstellen, die angesichts der verschiedenen Räume durchaus möglich wäre. So wird der Spielverlauf jedoch recht statisch, aber immerhin nicht unspannend, ist doch bei den verdeckten Münzen nie ganz klar, wer noch wieviel Geld brauch, um das Spiel zu gewinnen.
Die Ausstattung von Drakon ist dafür ein schöner Bonus. Die Raumplättchen sind aus sehr stabiler Pappe, die sechs Heldenfiguren und der Drache sind sehr schön modelliert, eine Übersicht über alle Raumsorten für jeden Spieler ist auch noch dabei. Der Preis von 20 Euro ist dafür durchaus angemessen.
Drakon ist also ein sehr anspruchsloses Legespiel für zwischendurch, bei dem man nicht sehr viel nachdenken oder lernen muss. Spaß macht es ab und zu durchaus, süchtig jedoch auf keinen Fall.