Nahezu jede Kultur dieser Erde beinhaltet in ihren Mythologien Drachen. Überlieferte Beschreibungen und Zeichnungen, beschreiben alle ein ähnliches Bild, dieser schuppigen, feuerspeienden und fliegenden Reptilien. Wenn man bedenkt, dass manche dieser Kulturen keinen Kontakt zueinander hatten stimmt dies schon nachdenklich. Aber trotzdem bin ich überzeugt, dass es keine Drachen gab. Daher ist diese Dokumentation nur eine Annahme, wie unsere Welt hätte aussehen können, wenn es Drachen gegeben hätte. Dies ist dabei immer zu beachten.
Der Film beginnt in der ausgehenden Kreidezeit, als die Dinosaurier kurz vor ihrem Untergang standen. Hier treffen, im konkreten Fall mit einem T-Rex, Drachen und Dinosaurier aufeinander. Im Film wird beschrieben, wie die inneren Organe eines Drachen hätte beschaffen sein müssen, damit er a) Feuer speien konnte und b) fliegen konnte. Weiterhin wird beschrieben, wie die Drachen den Meteoriteneinschlag überleben konnte, der ja, wie bekannt, sechzig Prozent allen Lebens auf unserem Planeten vor 65 Mio. Jahren ausgelöscht hat. Über die Verbreitung der Drachen über den gesamten Globus und das Zusammentreffen mit den ersten Menschen wird berichtet. Schließlich folgt ein letztes Kapitel, eine Art Showdown im Mittelalter. Wo die ohnehin schon dezimierte und zurückgezogene Spezies der Drachen um ihr Überleben zu kämpfen hat.
Zwischen den einzelnen animierten Abschnitten ist ein junger Paläantologe zu sehen, der einen Drachen obduziert, und uns so einen Eindruck über die Beschaffenheit der Organe und des Körpers verschafft. Wir erfahren einiges über mögliche Paarungs- und Aufzuchtsszenarien der Drachen.
Man mag den Einwurf dass mit solchen Filmen Populärwissenschaft betrieben wird, der im vorliegenden Fall schon tief in den Bereich der Kryptozoologie geht. Bitte daher nicht vergessen, es ist eine hypothetische Annahme. Wie schon mit den Dokumentationen „Im Reich der Giganten", „Die Erben der Saurier" oder „Monster der Tiefe" beweist das Filmteam wiedereinmal die täuschend echte Darstellung von Kreaturen, die längst verschwunden oder einfach nur unserer Fantasie entsprungen sind. Wer die ebengenannten Filme gesehen hat, dem wird „Dragon's World" auch gefallen.