Bevor Zoey, die Protagonistin aus der "House of Night"-Serie, gekennzeichnet wurde und nach Tusla kam, lebte dort bereits ein Krieger namens Dragon Lankford. "Dragons Schwur" ist seine Geschichte. Eine Geschichte, die von einem Jungen erzählt, der 1830 von seinem Vater verstoßen und anschließend als Jungvampyr gezeichnet wurde. Er ging nach Amerika und wurde dort zum Schwertmeister ausgebildet, um gegen das Böse zu kämpfen. Doch seitdem er Anastasia, eine wunderschöne Lehrerin für Zauberei und Rituale kennen gelernt hat, möchte er vor allem sie beschützen. Doch kann er sie tatsächlich im Kampf gegen das Böse retten?
"Dragons Schwur" ist der erste Band der neuen "House of Night Stories", in deren Mittelpunkt vor allem die Lehrer aus dem House of Night in Tusla stehen werden. Die Bände bieten somit Zusatzgeschichten um einzelne Charaktere, die unabhängig von der House of Night Serie gelesen werden können. Meiner Meinung nach sind diese zusätzlichen Geschichten jedoch nur sinnvoll, wenn zumindest das erste Band der House of Night Serie bekannt ist, damit der Leser bereits eine Basis und somit eine Vorstellung über die House of Night Vampyre besitzt.
"Als Vampyr Gezeichnet. Von der Liebe geblendet. An einen Schwur gekettet." (Klappentext)
Solchen Zusatzgeschichten stehe ich immer etwas kritisch gegenüber. Zum einen wünscht man sich weitere Bücher zu einer lieb gewonnenen Serie, besonders wenn diese bereits abgeschlossen ist, zum anderen schwebt immer die Gefahr im Raum, dass diese weiteren Geschichten nur geschrieben wurden, um den Hype der Serie weiter auszunutzen und dabei inhaltlich nicht wirklich etwas bieten. Da mich genau aus diesen Gründen schon einige solcher Geschichten enttäuscht haben, war ich gespannt, wie es mit der ersten House of Night Story aussehen würde. Um es vorweg zu nehmen: Ganz überzeugen konnte mich "Dragons Schwur" leider nicht.
Das recht dünne Buch lässt sich gut und flüssig lesen und konzentriert sich dabei natürlich hauptsächlich auf das Leben von Dragon Lankford und die Personen, die in seinem bisherigen Leben eine wichtige Rolle gespielt haben. Eine Liebesgeschichte sowie die Bedrohung durch das Böse dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen. Der Roman konnte mich jedoch nicht fesseln oder berühren. Die Story plätschert vor sich hin und das Zusatzwissen, welches man über Dragon Lankford erlangt, ist zwar ganz nett, aber ich finde nicht, dass so viel Interessantes passiert, dass ich sagen würde, man muss das Buch lesen. Wahre Fans werden sich wahrscheinlich trotzdem auf diese Ergänzungsserie stürzen und alle weiteren Informationen aufsaugen, aber ich bleibe lieber bei der House of Night Serie, deren Bücher ich bisher interessanter fand, da für mich dort inhaltlich mehr geboten wird.
Fazit: Fans der House of Night Serie werden sich sicherlich über die neue Zusatzgeschichte freuen, jedoch ist es meiner Meinung nach keine Ergänzung, die man unbedingt gelesen haben muss.