Der Film Dragonlance: Dragons of Autumn Twilight dürfte als ziemlich grobe Beleidigung für die beiden Autoren Margaret Weis und Tracy Hickman gelten.
Neben der schlechten und vollkommen unnötigen Computeranimation ist auch die Vertonung sehr schlecht. Da helfen auch prominente Sprecher nicht, wenn sie allein dastehen. Als Beispiel hätten wir da eine Szene in der eine Gruppe von Frauen und Kindern von einem Drachen verkohlt werden. Man hört genau eine Frau schreien.
Die Animation wirkt sehr steif und die Regie konnte sich scheinbar nicht entscheiden welche Gewaltsamkeiten zensiert werden sollten und welche nicht. Es wurde durchgehend und konsequent die schlechtere Wahl getroffen. Wie schon erwähnt wird gezeigt wie Unschuldige abgeschlachtet werden, aber bei Kampfszenen mit Drakoniern wird dann zensiert weil man ja nicht sehen darf wie grausam die Protagonisten zu den armen Drakoniern sind.
Das allein wäre ja noch nicht soooo schlimm gewesen, aber dann auch noch jegliche Spannung im Keim zu ersticken ist vorsätzlich schlecht. Tolpan (Tasslehoff) glaubt daß Fizban in den Tod gestürzt ist, dieses wird aber in einer Szene vorher dementiert, da Fizban als Paladin gegen Takisis kämpft. Es wäre ja einfach zu viel verlangt gewesen sich an die Vorlage zu halten oder die Götter als mystische Entitäten darzustellen.
Inhaltlich hat man versucht den ersten Band Dragons of Autum Twilight auf 90 min Film zu bringen. Für gewöhnlich sind solche Vorhaben zum scheitern verurteilt. Dieser Film ist keine Ausnahme aus dieser Regel. Die deutlichen Schnitte im Film um Szenenwechsel einzuleiten bzw. um Teile aus dem Buch zu überspringen fallen negativ auf. Nichtleser von Dragonlance könnten sich bei dem schnellen Fortschreiten der Geschichte fragen ob sie nicht was verpasst haben.
Leider muss man mindestens einen Stern geben.