Vorweg, mir ist die Manga Heft Serie bekannt und ich gab mir Mühe ohne Vorurteil oder unnötigen Tadel den Film anzusehen.
Aber.. nee, der geht mal gar nicht. Weder als Dragonball Verfilmung noch als eigenständiger Film, ließe man den Hintergrund gänzlich weg.
Der Film wirkt quietsche bunt übelkeits-erregend wie das in Hannah Montana dargestellte Abbild des echten Lebens. Alles wirkt unecht und erzwungen fantasievoll.
Der Schauspieler der sich im Film Son Goku nennt, gibt sich alle redliche Mühe beim Zuschauer etwas Sympathie abspenstig zu machen, entwickelt oder missversteht aber völlig Son Gokus eigentlichen Charme. Man hätte ihm vielleicht die Vorlage mal zukommen lassen sollen, ein bisschen Info schadet nicht. Er reiht sich aber eigentlich nur in die übrige Brigade der Schauspieler ein. Mir scheint man hat beim Casting für den Film hauptsächlich wert auf 3 Fragen gelegt:
Kannst du vor nem Blue Screen umher fuchteln und treten?
Kannst du Texte gelangweilt ablesen und ein paar überzogene Gesten ausführen?
Kannst du dich von deiner potenziellen Schauspiel Karriere verabschieden ?
Der Film scheint vor einer unendlichen Blue / Green ' Whatever Leinwand zu laufen. Jeder Hintergrund ist unrealistisch und besonders auf hochauflösenden Bildschirmen deutlich als unecht zu erkennen.
Als könne man die im Hintergrund tippenden CGI Programmierer winken sehen.
Die rechnergenerierten Spezialeffekte in dem Film sind einfach nur mies. Selbst die hornalte Mortal Kombat Verfilmung hat bessere Effekte zu bieten. Flimmernde, unscharfe Gelände, simples Morphing, eine absolut schlechte Sheng Long Animation (als schaue man durch Wasserglas) und eine völlig eigene Interpretation des Kamehame-ha.
Das Kamehame-ha.
Wäre die Dragonball Serie ein Wrestler, wäre dies sein Signature Move. Das Kamehame-ha gehört zu DB wie das Amen in die Kirche. Es wird in 42 Bänden ausführlich beschrieben, in der TV Serie bestimmt 1000 mal abgefeuert und dennoch, ja dennoch, schafft es Regiesseur James Wong und Screenplay Schreiber Ben Ramsley, diesen berühmten Energieball als warme Luft darzustellen. Als ich das finale Kamehame-ha gegen Piccolo sah, wollte ich eigentlich nur noch die DVD vernichten, denn hier trifft sich schlechte Vorbereitung, billige Effekte und keinerlei Nutzung der Vorlage.
Die Handlung ist hanebüchen und treibt den Keil zwischen DB und dem Film in dimensionalen Abstand. Von Piccolo bis zu Bulma über Muten Roshi, da passt kaum was. Die Handlung jetzt direkt mit den Manga abzugleichen, bringt nix ' denn das geht nicht. Sagen wir es vorsichtig, der Film hat mal was von dem Manga gehört und ein paar lustige Dinge sowie nebenbei den Titel übernommen. Mehr nicht.
Chow Yun Fat wird übrigens in seiner Ulk- Rolle plump verheizt. Wundert jetzt nicht, er hat ab und an mal so ein paar Rollen dabei, in denen er seine eigene schauspielerische Leistung in den Hintergrund stellt und lieber rumhampelt. (bsp Bullet Proof Monk, noch so ein Qualitätsfilm)
Abschließend kann ich echt nur die Empfehlung geben: Spart euch den Film, wenn ihr Mangas mögt. Bleibt weg von dem Film, wenn ihr Comics mögt. Ach und falls ihr speziell Dragonball mögt, bleibt soweit davon weg wie nur möglich. Lest lieber die Bände noch mal. Ihr ärgert euch sonst.
1 von 5 Wünschen frei. Wegen dem Namen.