Dieser Film ist derart grottig dass er unter Umständen schon fast wieder sehenswert ist (unter sehr abartigen Umständen).
Lässt man die durchwegs konfuse Story mal außer acht (ist halt asiatisch-fantasy-0815-käse auf westlich getrimmt) bleiben immer noch die, ja nennen wir sie mal "Schauspieler". Die Leistung der "Schauspieler" ist bemerkenswert. Bemerkenswert schlecht. Gegen dieses Trauerspiel wirkt jeder Marienhof-Komparse wie ein Absolvent der Royal-Shakespeare-Academy. Glücklicherweise hatte der Drehbuchautor offensichtlich Mitleid mit seinen "Schauspielern" und verfasste so Dialoge die ungefähr das Niveau eines Jamba-Sparabos-Spot erreichen.
Fraglich ist auch, wo die 70 Mio Budget für dieses Machwerk geblieben sind. Vermutlich in irgendwelchen maroden US Imobilienfonds oder so. Im Film sieht man davon nämlich gar nix. Zugegeben, die Effekte sind teilweise ganz nett, aber nicht überragend. Und ganz ehrlich: Wenn man zusehen muss, wie sich zwei Riesenschlagen 10 Minuten lang gegenseitig in den Po beissen, das ist laaangweilig!
Es hat auch den Anschein, als ob der Regisseur selbst gegen Ende seinen Film nicht mehr so wirklich dufte fand. Die geballte Häufung von Deus-Ex-Machina-Lösungen lassen dies nämlich vermuten (by the way: der Schluss stellt in diesem Film sowieso die Krönung des absoluten Nonsense da).
Abschließend kann man sagen, wenn jemand meint, er müsse den Film unbedingt ansehen, weil da ja Drachen und Kampfhubschrauber auf dem Cover sind (und das ist natürlich schon ziemlich cool, gell?), dann sollte er dazu am Besten exzessive trinken. Warum? Nun, evtl. kann so das Humorpotential des Films noch ein wenig gefördert werden. Und man muss auch im Nachhinein nicht mehr so viel reinschütten um "D-War" wieder zu vergessen...