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5.0 von 5 Sternen
Nach Frankenstein kam Dracula..., 9. März 2007
Meine erste Begegnung mit "Hammer Horror Filmen" hatte ich im zarten Alter von 9 Jahren, als ich Hammers' 4. Dracula Film (Wie schmeckt das Blut von Dracula,1969) sah. Ich war hingerissen, und in den folgenden 10 Jahren sah ich mir Hammers' Komplett-Werk an.
"Dracula" war 1958 der Nachfolgefilm zu Hammers' Erfolg "Frankensteins Fluch" und festigte deren Ruf zur Horrorfilmschmiede Nr. 1 .In einer Zeit, als Amerika nur noch billig heruntergekurbelte B-Film Monsterstreifen produzierte, betrat Hammer Neuland mit unglaublich sorgfältig hergestellten, romantischen Horrorfilmen - und das in dem damals absolut neuen "Shocking Colour". Tatsächlich war Hammer das erste Studio, das Filme über Dracula, Frankenstein oder die Mumie in Farbe drehte. Das packte das Publikum ungemein. So gab es in den Kinosälen jener Zeit spontanen Applaus, als gleich zu Anfang die Kamera auf Draculas Sarg zufährt, und schließlich knallrotes Blut auf die Inschrift "Dracula" tropft.
Christopher Lee hatte die Herausforderung, in die großen Fußstapfen Bela Lugosi's zu treten - und er meistere diese Aufgabe mit Bravour. Wurde zum besten Dracula-Darsteller aller Zeiten. Dachte man bis 1958 an Dracula, sah man Lugosis Gesicht vor sich, danach wurde es Lee. Und das ist bis heute so geblieben. Er IST Dracula! Natürlich konnte man das damals noch nicht wissen. So lachten viele Zuschauer, als Christopher Lee als Dracula zum ersten Mal im Film zu sehen ist, als er oben an der Treppe plötzlich in seinem Cape steht, zu pompöser Musik. Doch gleich darauf erstarb dieses Lachen, als Chris Lee mit einem Male leger und schnell die Treppe hinunter gelaufen kommt um Jonathon Harker zu begrüßen. Das war ein ganz NEUER Dracula! Das zeigte dem Publikum jener Zeit, das man hier tatsächlich in den Genuß einer kompletten Neuinterpretation der Story kam.
Doch was wäre Chris Lee ohne seinen ewigen Gegenspieler Peter Cushing? Wie in jeder seiner Rollen ging Cushing in der Rolle des Van Helsing auf, spielte sie mit solch einem für Horrorfilme untypischen Ernst, das er auf Anhieb überzeugte. Zweimal spielte er den Van Helsing, doch leider traf er dabei nur dies eine mal auf Christopher Lee Dracula. In den folgenden Filmen sollte Dracula leider zumeist eher unüberzeugende Gegenspieler haben. Cushing gab nocheinmal den Van Helsing in dem Vampirfilm "Dracula und seine Bräute", schade das er die Rolle nicht öfter spielte. Dafür wird er uns aber für immer als Baron Frankenstein in Erinnerung bleiben, diese Rolle, durch die er 1957 mit "Frankensteins Fluch" bekannt wurde, spielte er gleich 6 mal und wurde dadurch zu einem der größten englischen Horrorfilm-Stars. Man fragte ihn einst, warum er, ein talentierter Bühnenschauspieler, so viele Horrorfilme mache, wo er doch Shakespeare Rollen spielen könne, und er meinte: Warum solle er in kleinen Theatern diese Rollen spielen, wo ihn als Baron Frankenstein doch Millionen sehen wollen?
Bedauerlich ist nur, das "Dracula" und die 1965 entstandene Fortsetzung "Blut für Dracula" die einzigen Dracula Filme von Regisseur Terence Fisher sein sollte. Von den Cushing Frankenstein Filmen inszenierte er hingegen alle bis auf einen. Bei der Dracula Serie sollte das ursprünglich genau so sein, doch leider war Fisher immer kurz vor Drehbeginn aus privaten Gründen verhindert, so das man die Dracula Filme der späten 60er und frühen 70er Jahre von Routinies (Roy Ward Baker) oder Newcomern (Peter Sasdy, Alan Gibson) drehen ließ. Bedauerlich aus dem Grunde, weil Fisher ein wirklich ausgesprochen Talentierter Regiesseur war. Weiß Gott kein Genie, doch ein sehr guter Handwerker, der wusste, wie man das Publikum fesselt und unterhält.
Solch begabte Schauspieler, wunderbare Ausstattung und gute Drehbücher wurden zum Markenzeichen jener goldenen Jahre der Hammer Studios, die etwa bis 1966 reichten. Danach ließ die Qualität stark nach, obschon weiter wunderbare Filme entstanden, die jedoch nicht mehr so überzeugen konnten wie eben hier vorliegender "Dracula". Dieser Film ist ein Klassiker, ein wichtiger Film nicht nur für die weitere Entwicklung des Horrorkinos. Im Vergleich zu vielen anderen Horrorfilmen mögen "Dracula" oder andere Hammer-Horror-Filme etwas gemütlich, altmodisch und behäbig wirken. Doch dafür haben sie echte Atmosphäre und sogar so etwas wie Gefühl. Ganz einfach Märchen für Erwachsene.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der beste Dracula aller Zeiten, 30. September 2002
Keiner kann es besser als Christopher Lee! Für mich ist er der einzig wahre Dracula! Sein Talent als Darsteller des personifizierten Bösen konnte er ja auch zuletzt als Count Dooku in "Star Wars - Episode 2" nochmals unter Beweis stellen.
Und so ist es wunderbar, dass der Filmklassiker "Dracula" nun endlich auf DVD erscheint. Bleibt zu hoffen, dass auch "Blut für Dracula" (eine wirklich gelungene Fortsetzung) bald kommt - und ebenso die sehenswerten Fortsetzungen "Draculas Rückkehr" und "Dracula jagt Mini-Mädchen".
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
The Evil has risen from the Grave, 19. Februar 2006
Der Klassiker der Hammer Sudios schlechthin. Mag sein das der Eine oder Andere an der Story herummäkelt, da diese sich zu sehr von der Orginalvorlage entfernt, aber dieser Sachverhalt ist sekundär. Die Hammer Sudios ziehen mit dieser DVD alle Register des klassischen Horrorfilms: ein märchenhaftes Ambiente, brillante Schauspieler und wunderschöne kräftige Farben. Die DVD Umsetzng von Warner ist hervorragend, an Sound und Bild gibt es nichts zu mäkeln.
Ich habe den Film in den 70er Jahren im ZDF gesehen und er hat mich damals wie heute ungemein beeindruckt. Den Film zu VHS-Zeiten auf Tape (deutscher Anbieter) zu bekommen war nahezu unmöglich. Aus diesem Grunde war die Veröffentlichung dieser DVD eine Riesenfreude.
Fazit: Ich habe mir den Film bestimmt schon 20 mal angesehen und bin immer wieder begeistert. Als Bonus gibt es den englischen Trailer.
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