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Dracula: Das Leben des Fürsten Vlad Tepes
 
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Dracula: Das Leben des Fürsten Vlad Tepes [Taschenbuch]

Ralf-Peter Märtin
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Am Beispiel Dracula wird deutlich, um wieviel spannender als die Fiktion die Realität sein kann. Ein rundum gelungenes Buch." (Ernst Piper, SFB)

Kurzbeschreibung

Das Vorbild für Bram Stoker's Dracula: Vlad Tepes, grausamer Herrscher der Walachei im fünfzehnten Jahrhundert. Märtin rekonstruiert die Biographie des Woiwoden Vlad Tepes, der je nach Interessenlage als Freiheitskämpfer, grausamer Tyrann, Ordnungspolitiker oder Verräter geschildert wird. Gleichzeitig entwirft das Buch ein Panorama des Balkans, der zu jener Zeit der Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen Islam und Christentum war: Genau damals formierten sich die ethnischen und religiösen Gegensätze, die gegenwärtig wieder gewaltsam zum Ausbruch gekommen sind.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
77 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Um es vorweg zu nehmen: Ich denke, dieses Buch ist nicht nur für Dracula-Fans von Interesse. Wer sich natürlich ohnehin bereits für die Gestalt des Grafen Dracula erwärmt hat und einen Blick über das Klischee des blutsaugenden Vampirs hinaus auf die historische Figur dahinter gewinnen möchte, für den ist dieses Buch ein gefundenes Fressen. Das Buch soll dem Zweck dienen, die historische Person des Vlad III Draculea genannt Tepes (der Pfähler) zu beleuchten und versuchen zu klären, wie aus ihm der Dracula-Mythos entstanden ist. Es beschreibt ausführlich die politischen und militärischen Verhältnisse im Europa des 15.Jh und geht mit viel Liebe zum Detail auf das Heimatland von Vlad Tepes, Siebenbürgen und später die Wallachei, ein. In der Beschreibung der Lebensgeschichte des Woivoden (ungarisch: Fürst) beschränkt er sich nicht nur auf ihn, sondern geht auch auf seinen Vater und seine zwei Brüder und deren Rollen in seinem privaten und politischen Leben ein. Gut Gefallen haben mir auch zwei Exkurse innerhalb des Buches. Zum einen zur Militärischen Organisation der Osmanen, von denen Vlad Tepes vieles gelernt hat, gegen die er aber auch beständig im Krieg lag, zum anderen zur Grausamkeit im Mittelalter. Gerade dieser Abschnitt ist nichts für schwache Gemüter. Mit einer ebenfalls an Grausamkeit grenzenden Detailtreue werden die verschiedenen Folter- und Bestrafungsarten derer sich die Obrigkeit im Mittelalter bediente um Ketzer, Ungläubige, Straftäter, Homosexuelle und dergleichen zu quälen bzw. zu töten beschrieben. Höhepunkt ist hier sicherlich die Anleitung zum Pfählen, der Tötungsmethode, durch die Vlad Tepes seinen Namen bekommen hat. Ralf-Peter Märtin bemüht sich sichtlich neutral zu bleiben. Er unterläßt es nicht, den Leser deutlich und mehrmals darauf hin zu weisen, daß die Grausamkeit des Dracula Vorbildes keine Ausnahme, sondern die Regel war. Andere Herrscher standen ihm in dieser Hinsicht in nichts nach, er war sozusagen nur ein Kind seiner Zeit. Das ganze Buch ist im übrigen gespickt mit historischen Abbildungen von Städten, Personen, militärischem Gerät etc., Fotos ungarischer Landschaften und Ortschaften und original Zitaten mittelalterlicher Quellen. Das verleiht dem Buch eine gewisse Dynamik, die dem Leser, weniger das Gefühl gibt eine historische Abhandlung als vielmehr einen Roman zu lesen. Zusammen mit dem sehr ausführlichen Anhang, der das Bild abrundet, führt mich das zu einer Bewertung dieses Buches als unbedingt empfehlenswert für jeden, der sich auch nur ein bischen für die Themen Mittelalter, Geschichte Europas, Militärgeschichte oder eben Vampire bzw. Dracula interessiert.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Im Jahre 1431 befindet sich Vlad Besarab II., abgesetzter Wojwode der "Tara Româneasca" (Walachei), der aufgrund seiner Mitgliedschaft im Drachenorden Kaiser Sigismunds den Beinamen Dracul traegt, in seinem Exil im siebenbuergischen Schaessburg, als sein zweiter Sohn geboren wird. Als Erwachsener wird der Drachensohn (Draculea) als Vlad III. "Tepes" (der Pfaehler), von den Osmanen "Scheitanoglu" genannt, in die Geschichte eingehen......

466 Jahre spaeter wird in London Bram Stokes Roman Dracula veroeffentlicht, der den gefuerchteten walachischen Fuersten zum daemonischen Vampirgrafen mutieren laesst.....

Ralf Peter Maertin ist mit seinem, in Erstauflage bereits 1980 erschienenen, Sachbuch eine Entflechtung (der von Stoker beabsichtigten Vermischung) historischer Wahrheit und dichterischer Fiktion gelungen. Neben einer detailierten Biographie vermittelt der Autor dem Leser die historischen Hintergruende, Legenden und Mythen. Dabei werden zweitgenössische Propaganda gegen Vlad III. und seine Heroisierung einer Analyse unterzogen. Auch die filmischen Umsetzungen von Bram Stokers Roman und die Darsteller seines Protagonisten werden vorgestellt. In einem 24seitigen Anhang gibt es ausserdem 105 nummerierte Textanmerkungen (Quellenhinweise), ein umfangreiches Literaturverzeichnis, eine Zeittafel, sowie ein Personenregister und fuer ein Sachbuch ausserordentliches "Dramatis Personae".

"Dracula - Das Leben des Vlad Tepes" kann dem historisch interessierten Leser empfohlen werden und ist aufgrund seiner zahlreichen geographischen Hinweise auch als Lektuere vor Ort (wo ein scharfzähniger "Szeklergraf" unbekannt ist) bestens geeignet. Der aussergewoehliche Klassiker ist mit 5 Amazonsternen zu bewerten.

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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ralf Peter Märtin hat in seiner Biographie über Vlad Tepes, den sagenumwobenen Fürsten der Walachei nicht nur eine packend zu lesende Biographie vorgelegt sondern das Drama eines Jahrhunderts entfaltet. Zwei Hauptdarsteller stehen sich im zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts gegenüber: auf der einen Seite das osmanische Reich mit seiner strafen Militärmonarchie, seiner auf Expansion angelegten Außenpolitik, dem es gelingt durch die Janitscharentruppen und die Entmachtung des türkischen Adels, durch den Aufbau eines funktionierenden Steuerwesens, einer nahezu unschlagbaren Artillerie und schließlich sogar einer Flotte aus den Kräften der unterworfenen Völker heraus eine Macht zu akkumulieren, der kein Gegner auf die Dauer standhalten kann. Auf der Anderen Seite finden wir die christlichen Reiche - verwickelt in im Widerstreit von katholischer und orthodoxer Konfession, im Gegensatz von König und Adel , Adel und Bauerntum. und den zahlreichen ethnisch begründeten Aversionen, die diesem Feind nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen haben. Die Kämpfe beginnen, als die Türken 1432 die Donau während der Hussitenkriege im Norden in Siebenbürgen einfallen, jener blühenden und rohstoffreirechen ungarischen Provinz mit seinen reichen deutschen Städten, und ihren ersten Generalangriff auf das Abendland eröffnen. Johann Hyundai, der nach dem Tod König Albrechts II zum Großfeldherr der vereinigten ungarischen und polnischen Aufgebote wird, schlägt die Türken aus Siebenbürgen zurück und tritt gleich zweimal zum Gegenangriff an, die jedoch 1444 bei Varna und 1448 in der zweiten Schlacht auf dem Amselfeld misslingen. In der Mitte des 15. Jahrhunderts, mit dem Tod Sultan Murads II, und seinen Gegenspielern Johannes Hyundai verschärfen sich die Gegensatze, eine neue Generation tritt zum Endkampf an - allen voran Sultan Mehmet II, der Konstantinopel erobert, Belgrad belagert, Siebenbürgen plündert, Bosnien und Serbien erobert und seine Flotten nach Italien schickt.
Ihm stehen auf der anderen Seite die christlichen Fürsten gegenüber, Mathias Corvinius , der König von Ungarn, Stefan der Große der Fürst der Moldaufürstentümer und Vlad Tepec, der Wojwode der Walachei, die so gut sie können, aber am Ende vergeblich den Vormarsch der Türken aufzuhalten suchen. Vor allem Vlad Tepec, der rumänische Nationalheld und Türkenschreck, bleibt seinen türkischen Gegner in den jahrzehntelangen Auseinadersetzungen nichts schuldig, und die Kunde von seiner Grausamkeit und Unerbittlichkeit sollte ihn in der Gestalt des Grafen Dracula überleben und noch die späteren Jahrhunderte ängstigen. Aber nicht nur die Türken hatten nichts Gutes vom walachischen Wojwoden zu erwarten: seine adeligen Bojaren ließ Vlad Tepec bei einem Festmahl gefangen nehmen und pfählen, und in der Auseinandersetzung mit den reichen deutschen Städten scheute er auch nicht vor einer Verwüstung des eigenen Landes zurück. Sechs Jahre lang, zwischen 1456 bis 1462 gebärdete er sich - ganz im Unterschied zum Moldaufürsten Stefan dem Großen und Skandererg - auch gegenüber seinem eigenen Volk wie ein Satan in Menschengestalt, bis ihn der ungarische König Matthias Corvinius wegen eines nachgewiesenen Verrates dreizehn Jahre lang gegangen setzt und erst wieder frei lässt, als Vlad Tepec zum römisch katholischen Glauben übergetreten und ein neuer walachischer Wojwode in einem neuen Türkenkrieg erforderlich war. Irgendwann 1476/7 ist Vlad Tepec dann nach unzähligen weiteren Gemetzeln gestorben - ob erschlagen oder ermordet, das bleibt unklar. Klar aber war, dass die Türken innerhalb weniger Jahre nach Vlad Tepecs Tod ihren Einfluss auf dem Balkan wiederherstellen. Allein der Tod Sultan Mehmets II 1482 verschaffte dem christlichen Norden noch eine Schonfrist von einigen Jahrzehnten. 1526 sollte dann Ungarn, das letzte Bollwerk des christlichen Balkans endgültig zusammenbrechen. Ralf Peter Märtin erzählt diese Zusammenhänge ungemein anschaulich, prägnant und kompetent - befremdlich ist nur die merkwürdige Sympathie des Autors für den psychopathischen Wojowden, in dem er den Exponenten einer neuen Zeit zu erkennen glaubt, für den der Grundsatz zu gelten scheint: Wo gehobelt wird, wird auch schon mal gepfählt.
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Sehr empfehlenswert: interessant, informativ und angenehm zu lesen!
Wer sich über Vlad Tepes (der Pfähler), den Fürsten der Walachei und wegen seiner Grausamkeit Vorlage für die Roman-Figur Dracula informieren möchte, ist... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Fabian veröffentlicht
Hauptwerk über Prinz Vlad
Ein sehr gut recherchiertes Buch, das sehr viel aus der Zeit des Prinzen Vlad schildert. Die politischen und religiösen Konflikte sind sehr gut und verständlich von... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Maya Meritay veröffentlicht
Irreführender Titel
Dieses Buch behandelt relativ genau den Konflikt zwischen den christlichen Balkanstaaten und dem osmanischen Reich, Vlad Tepes spielt dabei eine maßgebende Rolle, aber das... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von M. M. Zanetti veröffentlicht
Eine lesenswerte historische Betrachtung
"Dracula: Das Leben des Fürsten Vlad Tepes" ist ein nüchtern geschriebenes Buch, welches die Rahmenbedingungen und die Regentschaften von Vlad Tepes im historischen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Februar 2010 von Parsec
Eine kurzweilige Beschreibung einer Epoche
Ralf-Peter Märtin kann einfach schreiben!!
Das "Durcheinander", welches in Osteuropa um ca. 1450 herrschte wird plastisch dargestellt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. April 2009 von PST
Klasse Buch über den Fürsten der Walachei und seinen...
Ein spannendes Buch über den Fürsten Vlad Tepes gut ist auch das der Autor von Anfang an schreibt wie es zu den Vasallenstatus der Walachei zum Osmanischem Reich enstand... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Februar 2009 von Taner Sakin
Das ist Dracul(e)a!
Jeder kennt den Grafen Dracula, der blutdurstige Vampir Bram Stokers. Daß seine Romanfigur ein historisches Vorbild namens Vlad "Tepes" Draculea (Vlad . Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. März 2003 von Zdrobitor
Ein angenehm zu lesendes und sehr empfehlenswertes Werk
Als begeisterter Dracula und Vampirfan war ich von diesem Buch angenehm überrascht. Obwohl es so dünn ist, enthält es doch äußerst detailgenaue... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Dezember 2001 von Katharina (goldener.schnatz@gmx.net)
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