Aus der Amazon.de-Redaktion
Kein Wunder, daß einige der inspirierendsten Werke des Komponisten Philip Glass Multimedia-Projekte waren. Sein Hang zu Minimalismus liefert die passende Begleitung zu ausgedehnten Landschaften, ruhigen Filmen und nun auch zu Tod Brownings Horror-Klassiker
Dracula aus dem Jahre 1931. Mit diesem Soundtrack, einem weiteren Produkt der langjährigen Zusammenarbeit zwischen Glass und dem Kronos Quartett, hat Glass ein musikalisches Werk geschaffen, das atemberaubende Dynamik mit dem zeitlosen Gefühl von Kammermusik verbindet. Zu keinem Zeitpunkt klingt
Dracula düster oder ironisch, lediglich bedrohlich -- und ist somit der perfekte Begleiter zu einem Film voller Dialoge, der bisher ohne eine Filmmusik auskommen mußte. Da macht es denn auch nichts, wenn man bereits die typischen Stilmerkmale von Glass -- prägnante Arpeggios, wiederkehrende Motive usw. -- aus anderen Alben kennt (wie z.B. der Kronos/Glass-Soundtrack zu
Mishima oder Utakis Film
Aguas de Amazonia von 1999). Im Gegensatz zu dem dreieinhalbstündigen Album
Music in Twelve Parts währt diese CD gerademal etwas über eine Stunde und ist äußerst hörenswert. So wie in der neuen Videobearbeitung von
Dracula werden Sie Bela Lugosis Becher nie wieder sehen.
--Jason Verlinde