DYNAMITE PRÄSENTIERT DIE UNGEKÜRZTE GESCHICHTE DES FÜRSTEN DER UNTOTEN - DRACULA! Zum ersten Mal seit 112 Jahren erscheint das Meisterwerk von Bram Stoker in einer vollständigen Fassung. Sehen Sie diesen literarischen Klassiker und Meilenstein so, wie er Bram Stoker ursprünglich vorschwebte. Begeben Sie sich mit den Autoren Leah Moore und John Reppion und dem Zeichner Colton Worley auf eine Odyssee um Leben, Tod und das Blut, das in uns allen fließt.
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Als 1897 der Roman 'Dracula' des Iren Bram Stoker erschien, wurde die Welt der Horrorliteratur für immer verändert. Kaum ein anderer Vampir hat die Berühmtheit des Grafen aus Transsylvanien erlangt.
Im Laufe der Zeit wurde die Geschichte immer wieder neu interpretiert, abgeändert und mehrfach verfilmt. Leah Moore (die Tochter von Comic-Legende Alan Moore) und deren Ehemann John Reppion haben sich nun die ursprüngliche Version des Klassikers vorgenommen, und in eine Graphic Novel umgesetzt. Beide sind ein eingespieltes Team, haben sie doch z.B. die Serien 'Albion' und 'Wild Things' zusammen geschaffen. Als Zeichner wurde Colton Worley ins Boot genommen. Der Amerikaner zeichnet neben Comics bei Dynamite Entertainment auch für die Computerspiel-Industrie.
Der Start der Geschichte ist klassisch. Ein junger Mann kommt nach Transsylvanien, um einen Adligen auf dessen Schloß mehr über die britische Lebensweise beizubringen. Doch schon die Vorzeichen auf der Reise sind schauerlich, und im Schluß muß der Junge Mann einsehen, daß er es hier mit einer brutalen, übernatürlichen Kreatur zu tun hat, die nach seinem Leben trachtet.
Schließlich macht sich Dracula auf in Richtung England, um auch dort Tod und Verderben zu säen. Eine Gruppe von Gentleman unter der Führung des Wissenschaftlers Van Helsing macht sich nun auf, das Übel an der Wurzel zu packen und sucht einen Weg, den dunklen Grafen zu zerstören. Doch dies ist alles andere als leicht...
Fazit: Wer hier einen Actiongeschichte in Stil von Buffy oder American Vampire sucht, wird diese nicht finden.... Ebenso wenig wird hier eine Teeny-Liebesgeschichte wie bei den 'Biss-Geschichten' geboten.
Dafür gibt es die Adaption des Romans, die der Vorlage am nächsten kommt. Alles in diesem Werk gleicht einem Roman, der vor 113 Jahren erschienen ist. Sprache, Sitten und Gebräuche, Kleidung... all dies wurde in einer dichten Atmosphäre umgesetzt.
Dazu tragen auch wesentlich die Zeichnungen von Colton Worley bei, der offenbar gut recherchiert hat, und dessen Zeichnungen teils an Gemälde, teils an bearbeitete Fotos erinnern. Zur Koloration verwendet Colton Worley ausschließlich Ölfarben, die er teilweise nachträglich noch mit Photoshop bearbeitet.
Besonders auffallend waren die vielen Fähigkeiten, die Dracula als Vampir nutzt, z.B. Erscheinung als Nebel, als Tier oder auch das Wandklettern, daß man eigentlich eher von Spider-Man kennt. Trotz allem ist der Graf doch für heutige Vorstellungen ziemlich anfällig, reagiert z.B. auf Kreuze und Knoblauch, worüber die modernen Vampire meist milde lächeln würden.
Das ganze wird im schicken Klappbroschurband mit ganzen180 Seiten Inhalt präsentiert, inklusive aller Cover der US-Heft-Ausgaben. Ich persönlich hätte mich noch über etwas Zusatzmaterial zum Thema gefreut, aber da es sich um eine Umsetzung des US Tradepaperbacks handelt, ist nichts enthalten.
Für Freunde des historischen Romans und des klassischen Horror sicher DIE Version der Geschichte.Lesen Sie weiter... ›
Graf Dracula ist der populärste Literatur-Vampir überhaupt. Millionen von Lesern kennen den Roman von Bram Stoker, der von dem gefährlichen Blutsauger erzählt. Es existieren hunderte von Nacherzählungen, Verfilmungen, Parodien, Umsetzungen für Kinder und Comics, die die Geschichte in ihrer ursprünglichen oder einer stark abgewandelten Version erzählen. Die hier vorliegende "Graphic Novel" nimmt sich des Romans in Bildern an. Dabei handelt es sich hierbei keineswegs um die erste Comicversion, aber eine sehr künstlerische. Die Bilder erinnern an Gemälde und zeigen teilweise eine unglaubliche Realitätsnähe, bei der man kaum glauben kann, dass es sich nur um eine Zeichnung handelt. Die Farbwelten sind düster und dunkel und zeigen viele Schatten.
Die Autoren Leah Moore und John Reppion, sowie der Zeichner Colton Worley haben sich des über einhundertundzwanzig Jahre alten Stoffes bedient und ihn nahe am Original umgesetzt. Einige Abwandlungen haben sie dennoch vorgenommen, so ist zum Beispiel die Einleitung des Comics der Kurzgeschichte "Draculas Gast", ebenfalls aus Stokers Feder, entnommen und man vermisst einige Schlüsselszenen oder berühmte Sätze. So sieht der Graf zu Anfang nicht Minas Bild, und es fehlt das bekannte Zitat "Hören sie die Kinder der Nacht, welch süße Musik sie machen." Einiges verändert die Geschichte leicht, anderes stört den Handlungsverlauf nicht im geringsten. Hier muss jeder Leser selbst entscheiden, wie sehr ihn die Anpassungen stören. Fairereweise muss man sagen, dass man den Originalroman schon sehr verinnerlicht haben muss, damit einem jedes Detail überhaupt auffällt.... Es sei hier vor allen Dingen deswegen erwähnt, weil sich die Beschreibung der "Graphic Novel" auf der Rückseite sehr darauf stützt, dass es sich hier um die "ungekürzte Geschichte" handelt, die "zum ersten Mal seit 122 Jahren ... in einer vollständigen Fassung" erscheint, was so definitiv nicht stimmt.
Von diesem Wermutstropfen abgesehen, handelt es sich hier um eine wirklich gelungene Umsetzung in düsteren Bildern, die die Welt eines längst vergangenen Jahrhunderts sehr detailgetreu wiedergibt. Sehr positiv hervorzuheben ist vor allem, dass der Tagebuch-Stil beibehalten wurde. Ein Großteil der Geschichte wird in Briefform wiedergegeben, die in kleinen Kästchen über und auf den eigentlichen Bildern angebracht sind. Trotzdem gibt es auch gesprochene Sprache in Form der typischen Sprechblasen, das ist aber eher eine Ergänzung. Mit dieser Art, das Geschehen zu dokumentieren, ist auch der von Bram Stoker so vorgegebene Perspektivenwechsel mit aufgenommen worden. Natürlich ist jeder Tagebucheintrag, jeder Brief aus der Sicht des jeweiligen Verfassers geschrieben worden, deswegen erlebt man das Geschehen immer wieder aus anderen Blickwinkeln.
Insgesamt ist "Dracula - Die Graphic Novel" auf jeden Fall eine der besten Comic-Umsetzungen, die es von dem Klassiker bisher gibt.Lesen Sie weiter... ›
Vampire sind und bleiben ein zeitloser Stoff auch für die Neunte Kunst. Der Klassiker dieses Genres ist wiederum Graf Dracula, der schon allzu oft in den diversen Medien sein Unwesen trieb. Als Beispiel für das Medium Comic sei Gene Colans Dracula genannt, der ebenfalls bei Panini erstmals komplett auf Deutsch veröffentlicht wurde. Im Film gibt es auch zahllose Beispiele, wobei sich wohl die Coppola Verfilmung am engsten an der literarischen Vorlage von Bram Stoker hielt. Mit dem vorliegenden Band wird eben dieses Original des Iren Bram Stoker für die Neunte Kunst adaptiert. Harker, ein junger Anwaltsgehilfe, befindet sich bei Graf Dracula, er Grund in London erwerben möchte. Harker ist mit den Vorbereitungen beauftragt. Doch schon bald muss er erkennen, dass der Graf kein Mensch im herkömmlichen Sinne ist. Darüber hinaus leidet Harker immer mehr unter der Isolation, die der Graf für ihn vorsieht. Auch Mina, seine Verlobte, die nur selten Post erhält, sorgt sich um ihren Verlobten. Schließlich erhält Harker die Gelegenheit, nach London zurückzukehren. Dort begegnet er zufällig dem Grafen. Gleichzeitig leidet eine Freundin Minas an einer rätselhaften Krankheit, so dass Helsing herbeigerufen wird, der aber ihren Tod nicht verhindern kann.
Die vorliegende Adaption setzt sehr auf eine atmosphärische Adaption des Romans. Diese Atmosphäre wird beispielsweise durch den Kontrast eines zunächst freundlichen Londons und durch das düstere Schloß mit seinen hohen Mauern des Grafen erzeugt. Übernommen wird dabei die für die damalige Zeit unübliche Art, den Roman in Briefform zu erzählen.... Beim Lesen der Adaption fällt rasch auf, dass gewisse Handlungssprünge nicht zu übersehen sind, so dass es für den Leser von Vorteil ist, wenn er die Handlung in ihrer Grobstruktur kennt. Mit der Ausweitung seiner Macht verändert sich auch die Atmosphäre Londons. Plötzlich wirkt die Stadt nahezu bedrohlich. Gerade diese Passagen sind in der vorliegenden Adaption besonders gut gelungen. Sehr behutsam wird van Helsing ais Gegenspieler zu Dracula aufgebaut, was wiederum die zögerliche Handlungsweise der Protagonisten erklärt. Genau dieser Aspekt ist auch ein Kernstück in Stokers Roman, der damit Kritik an der Gesellschaft übte. Ein Schwerpunkt der Adaption ist dann die Verfolgungsjagd des Grafen, die gleichzeitig das Erzähltempo steigert. Das Ende, das in Roman und auch in der Coppola Verfilmung sehr episch erzählt werden, wirkt in dieser Adaption etwas abrupt. Fast scheint es so, als seinen den Künstlern ein wenig die Seiten ausgegangen. Der Zeichenstil spiegelt gekonnt den fast schon dokumentarischen Stil der Erzählung wieder, so dass man aufgrund des Artworks und der eigenen Schwerpunktsetzung von einer außergewöhnlichen Adaption reden kann.Lesen Sie weiter... ›