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Kundenrezensionen

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am 10. Mai 2007
Die Handlung von "Dracula" kennt fast jeder -- schließlich gibt es mehrere Verfilmungen, die ihrerseits bereits Klassiker geworden sind und sogar parodiert wurden -- aber wie steht's mit dem Original?

Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um den Grafen Dracula in Geschäfts- und Rechtsangelegenheiten zu beraten, da der Graf demnächst nach London übersiedeln will. In dessen altem Schloss wird Harker Zeuge verschiedener Begebenheiten, auf die er sich keinen Reim machen kann, das Leben im Schloss wird immer unheimlicher -- und schließlich wird Harker zum Gefangenen des Grafen und kann sich erst in letzter Sekunde befreien.

Gleichzeitig geschieht Merwürdiges an der englischen Küste, eine Freundin von Harkers Braut stirbt unter unheimlichen Umständen, ein Geisterschiff strandet an ihrem Aufenthaltsort, und das Logbuch des Kapitäns gibt weitere Rätsel auf. Und in London bemerkt ein Nervenarzt eigenartige Symptome bei einem seiner Patienten. Van Helsing, ein Vampirexperte aus Amsterdam, trifft ein, und die Jagd nach dem Grafen Dracula, der sich mittlerweile in England befindet, beginnt.

Die Romanhandlung wird nicht im herkömmlichen Sinne von einem allwissenden Erzähler mitgeteilt, sondern konstruiert sich anhand von Tagebüchern, Briefen, Memoranden und anderen Aufzeichnungen der "Vampirjäger". Auf diese Weise wechseln natürlich Ort und Zeit der Handlung, die verschiedenen Erzählperspektiven brechen die Ereignisse jeweils in einem anderen Winkel, das Tempo der Handlung beschleunigt sich und wird auch immer wieder gebremst, und der Leser kann peu a peu die Puzzle-Teile zusammensetzen -- da er die Handlung bereits aus Filmen kennt, weiß er zwar mehr als die Figuren, aber Bram Stoker hält wie jeder gute Schriftsteller die Spannung bis zuletzt aufrecht. Dabei baut er nicht auf vordergründige Grusel-Elemente, wie man sie z.B. von vielen Filmen kennt, sondern er arbeitet mit subtilen Mitteln, zielt auf Unterschwelliges und Unbewusstes; das Grauen stellt sich anhand von Kleinigkeiten ein.

Für heutige Leser weniger deutlich, aber für Stokers Zeitgenossen dafür umso mehr, sind auch viele sexuelle Anspielungen in der Handlung ("Dracula" entstand im prüden viktorianischen England, also konnte ein Autor gar nicht deutlich werden -- wie man hier sieht, konnte das auch Vorteile haben für den Leser). Bemerkenswert ist allerdings, dass Stoker auch hier immer wieder mit dem Unbewussten der Leser spielt, und das zu einer Zeit, als Sigmund Freud seine Thesen noch nicht veröffentlicht hatte.

"Dracula" ist also nichts Geringeres als die Initialzündung der Vampirliteratur; sein Autor hat mit diesem Roman ein eigenes Genre begründet. Da er die Handlung außerordentlich subtil konstruierte, ist die Lektüre auch heute noch ein Genuss.

Auch wer die Filme bereits auswendig kennt, sollte dennoch auch mal zum Buch greifen; so präzise und psychologisch geschickt wird die Handlung nämlich nirgendwo sonst präsentiert, noch nicht einmal im -- fast -- kongenialen "Nosferatu" .

Freilich, wer unbedingt auf jeder Seite "action" haben muss, der wird mit diesem Buch wenig anfangen können. Wer aber Wert legt auf intelligente Gruseleffekte, der ist hier bestens bedient.

Allerdings gilt auch hier: Es gibt solche Übersetzungen und solche. Unter den verschiedenen deutschen Übersetzungen empfehle ich unbedingt die hier verwendete, nämlich die von Stasi Krull, die nahe am Original bleibt und dennoch flüssig und stilsicher ist, und wo die verschiedenen Sprachschichten des Originals nicht zum Einheitsbrei zusammenfließen.

Was diese Ausgabe ganz besonders empfiehlt, ist außerdem seine Aufmachung: Tiefschwarzer Einband, mit blutroter Schrift... Sieht fast so aus wie Graf Draculas Schlafgemach... Das hat Klasse!
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am 1. März 2005
Die Handlung von "Dracula" kennt inzwischen fast jeder -- schließlich gibt es mehrere Verfilmungen, die ihrerseits bereits Klassiker geworden sind und sogar parodiert wurden -- aber wie steht's mit dem Original?
Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um den Grafen Dracula in Geschäfts- und Rechtsangelegenheiten zu beraten, da der Graf demnächst nach London übersiedeln will. In dessen altem Schloss wird Harker Zeuge verschiedener Begebenheiten, auf die er sich keinen Reim machen kann, das Leben im Schloss wird immer unheimlicher -- und schließlich wird Harker zum Gefangenen des Grafen und kann sich erst in letzter Sekunde befreien.
Gleichzeitig geschieht Merwürdiges an der englischen Küste, eine Freundin von Harkers Braut stirbt unter unheimlichen Umständen, ein Geisterschiff strandet an ihrem Aufenthaltsort, und das Logbuch des Kapitäns gibt weitere Rätsel auf. Und in London bemerkt ein Nervenarzt eigenartige Symptome bei einem seiner Patienten. Van Helsing, ein Vampirexperte aus Amsterdam, trifft ein, und die Jagd nach dem Grafen Dracula, der sich mittlerweile in England befindet, beginnt.
Die Romanhandlung wird nicht im herkömmlichen Sinne von einem allwissenden Erzähler mitgeteilt, sondern konstruiert sich anhand von Tagebüchern, Briefen, Memoranden und anderen Aufzeichnungen der "Vampirjäger". Auf diese Weise wechseln natürlich Ort und Zeit der Handlung, die verschiedenen Erzählperspektiven brechen die Ereignisse jeweils in einem anderen Winkel, das Tempo der Handlung beschleunigt sich und wird auch immer wieder gebremst, und der Leser kann peu a peu die Puzzle-Teile zusammensetzen -- da er die Handlung bereits aus Filmen kennt, weiß er zwar mehr als die Figuren, aber Bram Stoker hält wie jeder gute Schriftsteller die Spannung bis zuletzt aufrecht. Dabei baut er nicht auf vordergründige Grusel-Elemente, wie man sie z.B. von heutigen Filmen kennt, sondern er arbeitet mit subtilen Mitteln, zielt auf Unterschwelliges und Unbewusstes; das Grauen stellt sich anhand von Kleinigkeiten ein.
Für heutige Leser weniger deutlich, aber für Stokers Zeitgenossen dafür umso mehr, sind auch viele sexuelle Anspielungen in der Handlung ("Dracula" entstand im prüden viktorianischen England, also konnte ein Autor gar nicht deutlich werden -- wie man hier sieht, konnte das auch Vorteile haben). Bemerkenswert ist allerdings, dass Stoker auch hier immer wieder mit dem Unbewussten der Leser spielt, und das zu einer Zeit, als Siegmund Freud seine Thesen noch nicht veröffentlicht hatte.
"Dracula" ist also nichts Geringeres als die Initialzündung der Vampirliteratur; sein Autor hat mit diesem Roman ein eigenes Genre begründet. Da er die Handlung außerordentlich subtil konstruierte, ist die Lektüre auch heute noch ein Genuss.
Auch wer die Filme bereits "auswendig kennt", sollte dennoch zu diesem Buch greifen; so präzise und psychologisch geschickt wird die Handlung nämlich nirgendwo sonst präsentiert, noch nicht einmal im -- fast -- kongenialen "Nosferatu" .
Freilich, wer unbedingt auf jeder Seite "action" haben muss, der wird mit diesem Buch wenig anfangen können. Wer aber Wert legt auf intelligente Schauder, die einem den Rückern hinunterlaufen, der ist hier bestens bedient.
Allerdings gilt auch hier: Es gibt solche Übersetzungen und solche. Unter den verschiedenen deutschen Übersetzungen empfehle ich unbedingt die von Stasi Krull, die sehr nahe am Original bleibt und dennoch flüssig und stilsicher ist, und wo die verschiedenen Sprachschichten des Originals nicht zum Einheitsbrei zusammenfließen.
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am 22. Februar 2007
Wer sich für Vampire und andere Schauerfiguren interessiert, für den ist Bram Stokers "Dracula" ein Muss. Durch die Erzählung in Tagebucheinträgen, Briefen und Zeitungsartikeln wirkt die Geschichte von dem Blutsaugenden Grafen aus Transsylvanien, der nach London zieht, realistisch. Diese Ausgabe ist ungekürzt und es gibt einen kurzen Prolog von der Herausgeberin.

Was an dieser Ausgabe besonders hervorzuheben ist: Der wunderschöne Einband. Das Buch ist komplett in schwarz gehalten, abgesehen von den glänzenden roten Einprägungen auf Deckel und Rücken. Sogar das Band ist schwarz. Das bringt den Leser schon in Gruselstimmung...

Ein Leser, der Wert auf das Aussehen eines Buches legt, ist mit dieser Ausgabe bestens beraten. Für einen geringen Aufpreis gegenüber manchen Taschenbuchausgaben erhält man ein Buch, das Spaß macht. Leider kann man an der Abbildung nicht erkennen wie schön das Buch in Vergleich zu anderen Ausgaebn ist.
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TOP 500 REZENSENTam 30. Mai 2007
Unübertroffen: Das Original muss man einfach gelesen haben, wenn man Horror-Romane mag oder überhaupt mitreden will. Bram Stoker schildert die Geschichte um Van Helsing und den finsteren Grafen aus Transsylvanien sehr dunkel und gruselig. Zu recht ein Bestseller. Und in dieser Ausgabe auch passend finster aufgemacht.
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am 28. April 2016
Über den Autorin:
(Wikipedia)
Bram Stoker wurde als drittes von sieben Kindern in Marino Crescent (damals in Clontarf bei Dublin, heute Dublin-Fairview) geboren. Er war bis zu seinem siebten Lebensjahr krank und konnte alleine weder stehen noch gehen. Diese traumatische Erfahrung spiegelt sich in seiner literarischen Arbeit wider. Ewiger Schlaf und die Wiederauferstehung der Toten, das zentrale Thema von Dracula, waren deshalb von großer Bedeutung für ihn.
Nicht nur seine Krankheit war ein Rätsel, sondern auch seine Genesung war ein „Wunder“ für seine Ärzte.
Danach wurde er sogar Athlet und Fußballstar am Trinity College, wo er von 1864 bis 1870 Geschichte, Literatur, Mathematik und Physik studierte. Anschließend wurde er Beamter bei der Dienstaufsichtsbehörde der Justizverwaltung in Dublin Castle (wo auch sein Vater tätig war), was ihn aber nicht zufriedenstellte. Stoker schrieb während dieser Zeit ein Handbuch für Vorsitzende bei Schnellgerichtsverfahren („magistrates' courts“ oder „petty courts“).
Er arbeitete gleichzeitig als Journalist und Theaterkritiker und schrieb Artikel für das Dublin University Magazine. Sein Interesse am Theater führte zu einer lebenslangen Freundschaft mit dem Schauspieler Henry Irving.
Stoker heiratete 1878 Florence Balcombe, eine Nachbarin aus Clontarf, die auch von Oscar Wilde umworben wurde. Er zog mit ihr nach Chelsea (London), wo er als Manager von Irvings Lyceum Theatre arbeitete. Durch die Arbeit für Irving wurde er in die Londoner „High Society“ eingeführt, wo er unter anderem auf James McNeill Whistler und Sir Arthur Conan Doyle traf. Im Gefolge von Irving bereiste Stoker die Welt. Daneben besserte er als Buchautor sein Einkommen auf. Silvester 1879 wurde Sohn Irving Noel geboren.
Bram Stoker erlebte den großen Erfolg seines Romans Dracula nicht mehr. Er starb nach mehreren Hirnschlägen in finanziell bescheidenen Verhältnissen 1912 in London; einige Quellen nennen als Todesursache Überarbeitung. Stokers Leichnam wurde im Golders Green Crematorium eingeäschert, die gemeinsame Urne für ihn und seinen Sohn befindet sich noch heute dort. Sein Neffe Daniel Farson behauptete in einer Biographie, Stoker sei an Syphilis gestorben, wofür es aber keinen Beleg gibt.
Zu Ehren des Autors verleiht die Vereinigung der US-amerikanischen Horrorschriftsteller seit 1987 jährlich in verschiedenen Kategorien den Bram Stoker Award. Erhalten haben ihn unter anderem Stephen King, Clive Barker, Dean Koontz und Joyce Carol Oates.
Erster Satz:
Bistritz, 3 - Mai- - - München ab am 1 - Mai 8.35 abends. Wien am frühen Morgen des nächsten Tages; sollte eigentlich 6.46 ankommen, der Zug hatte aber eine Stunde Verspätung.
Gestaltung:
Die Gestaltung des Buches gefällt mir sehr gut. Es ist einfach in meinen Augen ein Klassiker von dem ich Gestalterisch nichts Aufwendiges erwarte.

Inhalt:
Eigentlich sollte man den Inhalt ja schon grob kennen ;)
Graf Dracula interessiert sich für ein Haus in London. Um seine Angelegenheiten zu klären reist der junge Jonathan Harker nach Transsylvanien. Doch dort angekommen ist alles etwas komisch. Seine Tür würd nachts abgeschlossen, …

Meine Meinung:
Da ich ein riesiger Vampir-Fan bin, habe ich mir gedacht dieses Buch musst du einfach mal gelesen haben, denn es ist ein Klassiker. Gedacht und getan!
So wirklich begeistert von dem Buch bin ich leider nicht. Der Schreibstil in sich fand ich in Ordnung, da das ganze ja auch in einer ganz anderen Zeit geschrieben wurde. Womit ich mich jedoch überhaupt nicht abfinden konnte war, dass es alles Tagebuch Einträge sind die hintereinander „geklatscht“ wurden. Das macht meiner Meinung nach ein wenig die Geschichte kaputt und durch die Verschiedenen Perspektiven wurde alles ein wenig durcheinander. Es ist meiner Ansicht einfach schwierig Personen durch Tagebuch Einträge zu folgen die so verschieden sind.
Man kann es lesen, muss es aber wirklich nicht.
Bewertung:
∞∞∞
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am 25. September 2003
Obwohl mittlerweile schon so viele Romane über Vampire auf dem Markt sind, wird kein Buch, das ich bis jetzt gelesen habe, von BRam Stokers Original geschlagen, das mit seiner Präzision den Vampirfan in Atem hält.
Die Geschichte ist zwar die bekannte- Vertreter wird auf Schloss Drakula eingeladen, erfährt dort von dessen Plänen, plant ihn zu vernichten und gewinnt (?) am Ende den Kampf, doch Bram Stokers Meisterwerk ist mehr, als ein auf wenigen Seiten abzuhandelnder Action Roman.
Durch seine tagebuchartige Gliederung ist es dem LEser möglich, die Gefühle und Gedanken der einzelnen Personen nachzuempfinden und ist immer "live" dabei, wenn neue Erkenntnisse gewonnen werden. Besonders spannungsfördernd sind diese Einträge, wenn sie ind er Mitte abgebrochen werden und der Leser erst durch einen Eintrag einer zweiten PErson erfährt, was danach passiert ist.
Auch der Sprachstil, der weit über dem plumpen GEschreibsel vieler Autoren tront, ist zwar ein anspruchsvollerer, aber dennoch gut zu verstehender und von einem sehr reichen Wortschatz geprägten, und reiht dieses Werk meiner Meinung nach bei den ganz Großen ein!
Kurzum: Für jeden Fan des Horrors, der gerne einmal zu den Urpsürungen zurückkehren will, die richtige Wahl- dieses Buch sollte in keinem Bücherschrank fehlen!
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. September 2004
Bram Stoker erschuf mit Dracula einen der wichtigsten Romane seines Genres. Mehr noch: Dracula ist ein Begriff über alle Grenzen hinweg und manch einer verliert sich in Träumen voller Hoffnung und Angst nach dem ewigen Leben.
Die Geschichte wird überwiegend im Tagebuchstil erzählt, was den Eindruck einer Authentizität vermittelt, die sich durch den "echten" Augenzeugen der erzählten Zeit, nämlich Bram Stoker selbst, noch mehr verstärkt.
Dracula ist ein so nachhaltiger und richtungsweisender Roman, der mit den bekannten Mythen genauso zu spielen weiß, wie mit den Empfindungen und Sitten seiner Zeit. Bram Stoker überwand sogar Grenzen und legte dem Leser einige erotische Komponenten dar, die für seine Zeit noch sehr untypisch waren.
Die Glaubwürdigkeit geht sogar so weit, daß noch heute der Glaube an Vampire weiterlebt und die Ängste der Menschen weiterhin geschürt werden.
Selbst wenn man das Vorhandensein von Vampiren verneint bleibt doch ein kleiner Nachgeschmack: Was wäre wenn...
Jürgen Seibold/12.09.04
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am 19. Juni 2013
Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich angefangen habe darüber nachzudenken, ob ich mir Dracula kaufen sollte oder nicht.
Das Buch wurde vor mehr als 200 Jahren geschrieben, was die Art wie es geschrieben wurde merklich von Bücher der 'heutigen' Zeit unterscheidet. Viele Redewendungen wurden benutzt die ich nicht kannte - nicht zuletzt da sie auf Latein waren und ich diese Sprache niemals gelernt habe. Glücklicherweise wurden die meisten Lateinischen Kommentare übersetzt und wenn nicht gibt es ja immer noch Übersetzer im Internet, die man zurate ziehen kann.
Die Geschichte dürfte, obwohl das Buch sehr bekannt ist, den meisten nicht bekannt sein:
Ein junger Rechtsanwalt wird von seinem Vorgesetzten als dessen Vertreter nach Transsylvanien geschickt. Dort soll er einen Grafen beraten, der nach England übersiedeln möchte. Schon auf dem Weg zu dessen Schloss wird Jonathan Harker mulmig zu mute: Die Einheimischen versuchen ihn dazu zu überreden mit seinem Besuch bei dem Grafen zu warten, ihn gar ganz davon abzuhalten zum Schloss zu gelangen. Allerdings stellt der junge Anwalt sich stur und glaubt den Einheimischen nicht, nimmt deren Geschenke - unter anderem einen Rosenkranz - jedoch dennoch an. Zuletzt versucht sein Kutscher ihn davon abzuhalten zum Grafen zu gelangen, indem er eine Stunde vor der vereinbarten Zeit an der Kreuzung anhält, an der der Graf den Anwalt abholen sollte. Dies funktioniert allerdings nicht und Jonathan muss eine sehr unruhige Kutschfahrt über sich ergehen lassen bei der er fast von Wölfen gefressen und von Irrlichtern in dem Tod gelockt wird.
Endlich im Schloss angekommen muss Jonathan aber bald feststellen, dass mit dem freundlichen und herzlichen Grafen etwas nicht stimmt: keine Diener scheinen sich im Schloss zu befinden, der Graf isst nie und das fehlen jeglicher Spiegel verschleiert zunächst, dass der Graf kein Spiegelbild hat. Spätestens als er in einem geschlossenem Raum fast von drei Geisterhaften Frauen getötet wird und erst in letzter Sekunde gerettet wird, wird Jonathan klar, dass etwas mit dem Grafen Dracula nicht zu stimmen scheint...

Das Buch selbst hat, wie bereits erwähnt, eine etwas gewöhnungsbedürftige Schreibweise. Mal wird in Form eines Tagebucheintrages die Geschichte erzählt, mal in Form eines Briefes, manchmal sogar als ein Zaitungsartikel. Hat man sich aber erst mal daran gewöhnt, zieht die Geschichte einen in den Bann und man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis man weiß, wie sie endet...
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am 13. November 2011
Dracula... Alleine dieser Name jagt einem schon einen Schauer über den Rücken. Bereits als Kind habe ich diesen Namen aufgeschnappt und ihn in Verbindung mit etwas Bösem, Unheimlichem gleichgesetzt. Es ist DER Name für die Bezeichnung Vampir.
Was Bram Stoker geschaffen hat, ist unübertroffen. 99 Prozent der heutigen Vampirbücher und Filme würde es nicht geben.
Vor Dracula waren Vampire plumpe Tote, die nachts aus ihren Gräbern stiegen, stinkend und sabbernd nur wahllos darauf aus waren, Blut zu trinken und zu töten. Doch mit dem Erscheinen des aristokratischen Vampirs änderte sich alles. Graf Dracula ist gebildet, er besitzt eine Persönlichkeit; er kann lesen und schreiben; er besitzt Kräfte, die ihn beinahe unbesiegbar machen; und er ist klug, sehr klug sogar, denn er tüftelt einen Plan aus, um aus den einsamen Karpaten in das dicht bevölkerte London zu ziehen, einer Millionenstadt. Einer Stadt, die vor Opfern nur so wimmelt... Und doch hat er genug Stil, sich nicht einfach wahllos auf seine Opfer zu stürzen. Er sucht sich besondere Opfer, um seinen Feinden, die Männer, die ihn jagen, Schmerz zuzufügen. Er ist einer der gerissensten Bösewichte, die je das Licht der Literaturwelt erblickt haben.
Dies ist EIN Punkt, der diesen Roman zu etwas Besonderem macht. Ein Anderer sind die Männer, die Stoker seinem Antihelden entgegen gestellt hat. Professor Abraham Van Helsing ist beinahe ebenso ein Synonym für die Vampirliteratur geworden, wie Dracula selbst. Mit dem Professor wurde eine neue Gattung von Helden geschaffen. Den gebildeten Gelehrten. Er hat nicht nur das Wissen der Schulmedizin, sondern auch über die alten Traditionen. Dieses Wissen setzt er ein, um den Grafen zu jagen.
Wenn man den Roman liest, glaubt man manchmal, ein imaginäres Schachspiel zu verfolgen zwischen Dracula und Van Helsing. Es ist ein Kräftevergleich zwischen Leben und Tod. Immer wieder versetzt einer dem anderen einen taktisch klugen Schlag.
Die Form des Romans ist ebenfalls erwähnenswert. Die Geschichte ist aus der Sicht von verschiedenen Personen in Form ihrer Tagebucheinträge und Briefe geschrieben, was sie dem Leser realer wirken lässt. Was Stoker damit vollbracht hat, ist einfach einzigartig. Sich während des Schreibens in die Gedanken und Gefühle von vier Personen (fünf wenn man Van Helsings Eintrag mit dazu rechnet) reinzuversetzen, ist meiner Meinung nach eine große Leistung. Zusätzlich kommen noch Zeitungsartikel und amtliche Schreiben dazu. Der Leser glaubt, ganz nah am Geschehen zu sein.
Die Handlung zu beschreiben, wäre mühselig. Wer sie nicht kennt, hat keine Ahnung. Sie ist Literaturgeschichte. Man könnte den Roman in mehrere Teile aufteilen. Besonders der erste Teil, Jonathan Harkers Reise zum Schloss und sein Aufenthalt dort, sind weltbekannt. Draculas Reise nach London, seine Ankunft sowie sein Wirken dort bilden den zweiten Teil. Der Kampf um Mina Harkers Leben sowie die Jagd in London bilden den dritten Teil, und die Jagd nach Transsilvanien bildet den Abschluss. Der Graf taucht nur während des ersten Teils aktiv auf, den Rest des Buches sieht ihn der Leser nur noch vier Male. Ansonsten wirkt er im Hintergrund, und die grauenvollen Ereignisse machen ihn zu einem Mythos, einer düsteren Legende...
Die versteckte Erotik wird heutzutage nicht mehr gesehen. Zum Zeitpunkt jedoch, als Dracula geschrieben wurde, war es beinahe anstößig. Die drei Vampirfrauen in Draculas Schloss sowie die Heimsuchung von Lucy und später auch Mina verstecken viel Erotik, doch ist es heutzutage nicht mehr für jeden offensichtlich.
Die Aufmachung der Mitternachtsbibliothek lässt sich auch sehen. Der Einband ganz in Schwarz mit einem dezenten Holzmuster sowie der Schriftzug des Films von Francis Ford Coppola sorgen für Stimmung.
Alles in Allem gibt es nur eine Wertung für dieses Werk: Die Höchstwertung. Dracula ist der König der Vampire, und niemand hat es geschafft, auch nur daran zu kratzen.
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am 22. Dezember 2010
Der erste Vampirroman der Literaturgeschichte kann auch nach über einhundert Jahren immer noch begeistern.

Der Roman "Dracula" von Bram Stoker wurde 1897 veröffentlicht und hat seitdem die Menschen in vielen Alpträumen verfolgt. "Er lag da, wie ein vollgesogener Blutegel." Dabei halfen auch die zahlreichen Filmadaptionen, dessen Darsteller (e. g. Bela Lugosi, Christopher Lee) das Böse in Gestalt des Grafen Dracula verkörperten. Doch auch das Buch hat einen besonderen Platz in der Literaturgeschichte als der erste Vampirroman eingenommen.
Jonathan Harker soll den Grafen Dracula behilflich sein beim Ankauf eines Grundbesitzes in London. Schon die Anfahrt zum Schloss des Grafen wird für den jungen Anwalt eine nervliche Belastungsprobe. "Treten sie frei und freiwillig herein." Die Erlebnisse im Schloss lassen Harker schließlich das Blut in den Adern gefrieren, bis er nur noch fliehen will.
Die zukünftige Frau, des Anwalts Wilhel(Minna) macht sie währenddessen allergrößte Sorgen um ihren Mann. Er kehrt erst spät nach England zurück, da ist der Graf schon längst dort und treibt sein Unwesen in den Straßen. "Im Mondlicht flatterte eine große Fledermaus." Erst der Holländer Abraham Van Helsing erkennt die Gefahr in der alle schweben und formiert eine Gegenwehr gegen den immer stärker werdenden Blutsauger.
Stoker entfaltet die Geschichte um den Grafen durch Briefe und Notizen, die seine Figuren schreiben. Dadurch ist der Leser immer dicht bei den Figuren und kann den Schrecken, aber auch die Sorg- und Ahnungslosigkeit mitfühlen. "Ihre Zähne sahen in den schwachen, ungewissen Licht länger und schärfer aus als am Morgen."
Dem Autor gelingt es, den Leser lange Zeit über die wahre Natur des Grafen im Dunkeln zu lassen. "Er sagt aber nur so viel davon, wie genügt, um die Neugier zu reizen." Erst viel später offenbart sich Van Helsing den anderen und erzählt, was ihm von dem Untoten 'Nosferatu', der seit Urzeiten sein Unwesen in den Karpaten treibt, bekannt ist. "Darf ich Fräulein Lucy das Haupt abschneiden?"
Es ist eine Geschichte voller Mythen und Sagen über Glauben und Wissenschaft. "Glaube ist das, was uns befähigt, Dinge für Wahr zu halten, von denen wir wissen, dass sie nicht wahr sind." Aber es zeigt auch das Bild des Mannes und der Frau vor über einhundert Jahren in der Gesellschaft. "Nach Männerart haben sie mir geraten ins Bett zu gehen", "Wir sind Männer und dazu geschaffen, Mühsal zu ertragen." Die Frauen sind entweder keusch und unschuldig, oder verführerisch und gefährlich. "Der wollüstige Mund bietet sich zum Küssen dar."
Die Geschichte lässt kaum einmal in der Spannung nach und kann auch nach über einhundert Jahren immer noch begeistern. Und wer das Original noch nicht gelesen hat, sollte dies schleunigst nachholen. "Die Welt birgt viele gute Menschen, auch wenn sie Ungeheuern Raum gewährt."
Bram Stoker wurde 1845 in Irland geboren und hat in seinem Roman "Dracula" seine ersten sieben Lebensjahre verarbeitet, in denen er durch eine schwere Krankheit ans Bett gefesselt war. Er hat zehn Bücher veröffentlicht, aber nur "Dracula" war international erfolgreich. Bram Stoker starb 1912 an Erschöpfung genau zehn Jahre vor der ersten Verfilmung seines Romans durch F. W. Murnau.
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