Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Fußball Fan-Artikel calendarGirl Prime Photos Learn More Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen41
4,2 von 5 Sternen
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:10,94 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 23. September 2014
Vor geraumer Zeit habe ich auf der Online-Videoplattform youtube einen Beitrag gesehen, in dem Regisseur John Badham sehr aufschlussreich über die Entstehung seiner Dracula-Fassung plaudert. Nicht nur dieser Beitrag findet sich auf der BluRay Disc, sondern auch ein Audiokommentar von Badham. Die schlechte Nachricht: Gemeint ist die BluRay-Fassung fürs US-Publikum - unsereins bleibt leider wieder außen vor.

Ja, richtig gelesen: Die deutsche Tochter des Universal-Filmverleihs hat darauf verzichtet, eine Lizenz für das informative und interessante Making of "The Revamping of Dracula" sowie die Badham-Tonspur zu erwerben. Filminteressierte, die die BluRay Disc der Universal Pictures Germany GmbH kaufen, gehen also leer aus und müssen sich mit dem Hauptfilm bescheiden. Mich ärgert das, und ich lasse auch nicht die Ausrede gelten, der Erwerb einer Lizenz lohne wahrscheinlich nicht, da das Bonusmaterial nur im Original vorliegt und sich hierzulande nicht genügend Filmfans für englischsprachige Beigaben interessieren und deshalb bereit dazu sind, etwas mehr Geld für eine wirklich gut ausgestattete Disc auszugeben. Immerhin lässt sich die Disc von Universal Germany europaweit abspielen, und ein großer Teil unserer Nachbarn überträgt die Tonspur von Filmen aus dem Ausland ohnehin nicht in die Landessprache.

Nicht mal ein Trailer wird geboten

Im Grunde hatte ich bis zuletzt gehofft, einer Fehlinformation aufgesessen zu sein. Als der BluRay-Player die Disc eingelesen hatte, stand aber tatsächlich keines der nichtssagenden Piktogramme - für mich von jeher ein für die Veröffentlichungen von Universal typisches Ärgernis - für Bonusmaterial. Nicht einmal eines Trailers für würdig befunden hat Universal Germany die Käufer der Disc, auf der sich neber der deutschen Altersfreigabe auch entsprechende Hinweise für England, Irland und Frankreich befinden. Mit anderen Worten: Nicht nur das deutschsprachige Publikum wird schnöde mit einer im Vergleich zur US-Fassung mehr als schmalspurigen Version abgespeist, sondern auch das englischsprachige europäische Ausland täte wohl besser daran, gleich zum US-Import zu greifen.

Mich ärgert diese für mich vollkommen unverständliche Veröffentlichungspolitik, zumal ich mich auf die Heimkinofasssung von John Badhams 1979er "Dracula" sehr gefreut hatte und der BluRay mit Spannung entgegengesehen hatte. Ich finde, ein Filmverleih, der derart lieblos mit seinem Repertoire umgeht und sich über die Interessen seiner Kunden hinwegsetzt, sollte bitteschön auch nicht allzu laut über Raubkopierer jammern, die ihm angeblich das Geschäft verderben. Ich glaube, echte Fans greifen nach wie vor allemal lieber zur gut ausgestatteten und gefällig aufgemachten BluRay Disc oder DVD, als sich ihren Lieblingsfilm aus dubiosen Quellen herunterzuladen. Überhaupt glaube ich ja, dass eine Klientel, die sich Filme grundsätzlich illegal herunterlädt, für den Kauf von Bildtonträgern ohnehin nicht zu erreichen ist. Anders gesagt: Wer Inhalte grundsätzlich kostenlos konsumieren möchte, der wird auch die BluRay Disc für einen Euro im Laden stehen lassen, weil sie ihm teuer ist.
Immerhin: Das Bild ist prima

Ich mag die vornehme Blässe der farbkorrigierten Version

Über den Transfer, den die Disc bietet, wird in den einschlägigen Internetforen teils hitzig diskutiert. Als Master verwendet worden ist offenbar die gleiche Fassung, die auch einer beizeiten erschienenen DVD-Fassung zugrundeliegt. Bei ihr handelt es sich offenbar um eine farbkorrigierte Version, der den Vorstellungen von Regisseur John Badham näher kommt als die Kopien des Films, die erst im Kino und anschließend im Fernsehprogramm zu sehen waren. Tatsächlich ist die Kopie, die ich fürs heimische Archiv erworben habe, deutlich blasser als die, die ich in Erinnerung hatte. Ich habe Badhams Fassung des Stoffs zwar lange Jahre nicht mehr gesehen, aber ich bin davon überzeugt, dass die Farben der Fassung, die ich vor vielen Jahren kennengelernt habe, kräftiger waren als die der jetzt auf BluRay Disc veröffentlichten. Die spielt schon sehr ins Sepiafarbene, aber mir ist das nicht unangenehm aufgefallen (ich bin allerdings auch alles andere als ein Fan der technicolorbunten Streifen aus den legendären englischen "Hammer"-Filmstudios, deren Hervorbringungen für meine Begriffe oft etwas kitschig waren).
Wer die alte Fassung nicht kennt, wird, denke ich, an der neuen, farbkorrigierten keinen Anstoß nehmen. Auf mich wirkt die neue Blässe vornehm, ich kann aber nachvollziehen, wenn Fans monieren, dass die farbtechnisch bearbeitete Fassung nicht der Version entspricht, die sie kennen und lieben gelernt haben. Eine Sequenz sticht in der neuen Version mehr denn je heraus, und bei der handelt es sich natürlich um die berühmt-berüchtigte Szene, in der Dracula (Frank Langella) und Lucy Seward (Kate Nelligan) Tuchfühlung aufnehmen. Badham hat für die in blutrotes Licht getauchten Einstellungen, in denen er mit einem Laser herumexperimentiert hat, viel Schelte bezogen, ich selbst habe daran nie Anstoß genommen. Unbedingt nötig war die von dramatischen Streicherklängen unterlegte optische Spielerei sicher nicht, aber ich werte sie als nett gemeinten Versuch, dem Publikum für sein Eintrittgeld eine Extraportion "eye candy" zu bieten.

Unterm Strich hat mich die Qualität des Transfers durchaus für sich eingenommen. Hie und da erkennt das geübte Auge, dass Schärfefilter zum Einsatz gekommen sind, und das Schwarz könnte durch die Bank etwas satter sein, aber insgesamt ergibt sich ein wirklich erfreuloiches Bild - bei der Leinwandprojektion der Disc sind mir zahlreiche Details ins Auge gefallen, die meine aus dem Fernsehen aufgenommene VHS-Kopie stets unterschlagen hat.

Geschmackvoll ausgestattet, schwelgerisch orchestriert

Es gibt viele Filme, deren Handlung sich mehr oder weniger eng an Bram Stokers weltberühmter Romanvorlage entlanghangelt, aber von denen, die ich kenne, ist mir Badhams Version eine der liebsten. Badham betont vor allem den romantischen Aspekt der Geschichte, und er tut das rund 10 Jahre vor seinem Kollegen Francis Ford Coppola, dessen Interpretation mir ebenfalls ausnehmend gut gefällt. Vielen Kritikern, denen Badhams Version nicht gefallen hat, war Hauptdarsteller Frank Langella anscheinend zu glatt und zu gelackt, mir hingegen gefällt er auch beim wiederholten Sehen. Bevor Langella auch auf der Leinwand als Dracula zu sehen war, hatte er die Figur bereits in einem Theaterstück verkörpert, das Badham neben neben Stokers Roman als Drehbuchvorlage genutzt hat, und wenn ich das richtig verstanden habe, war das Bühnenstück auch alles andere als ein Flop - ich denke deshalb, Langella kann mit den Gehässigkeiten, die mancher Filmkritiker mit spitzer Feder zu Papier gebracht hat, ganz gut leben.

Langellas Dracula ist ein glutäugiger, eleganter Verführer; gleichzeitig wird aber auch die Einsamkeit der Figur deutlich: "What sad music they make", legt das Drehbuch Langella in einer Schlüsselszene in den Mund - bei Bela Lugosi wie auch später in Gary Oldmans Hommage heißt es, das Wolfsgeheul sei "sweet". Auch sonst nimmt sich das Drehbuch einige Freiheiten gegenüber der Romanvorlage - die in ihrer unbearbeiteten Originalfassung auf heutige Leser eher betulich und eher schwer lesbar wirken dürfte -, die auffälligste dürfte sein, dass es tatsächlich Lucy ist, die Dracula sich zur Braut wählt, und nicht Mina.
Die ganze Produktion ist mit offensichtlicher Liebe zum Detail ausgestattet, und Filmmusik-Altmeister John Williams hat damals zwischen seiner Arbeit für "Star Wars" und "Jäger des verlorenen Schatzes" noch Zeit dafür gefunden, für Badhams "Dracula" einen schwelgerischen Score zu komponieren, der das Publikum des Films schon in der ersten Minute gelungen einstimmt auf eine wildromantische, knapp zwei Stunden lange Schauermär. Freigegeben ist das Gruselvergnügen hierzulande übrigens ab 16 Jahren, und auch wenn ich an der Einstufung leise Zweifel habe, wäre das Etikett "ab 12" im Zweifelsfalle vielleicht doch zu niedrig gegriffen gewesen. Einzelne Szenen mögen empfindsamere Gemüter zusammenzucken lassen, aber im Großen und Ganzen (und im Vergleich mit vielem, was uns das Kino heutzutage präsentiert) fließt wenig Blut. Wirklich Grauen erregend finde ich persönlich ohnehin nur den seltsamen Akzent von Laurence Olivier als Professor van Helsing - mag sein, dass ich als jemand, der nördlich der Benrather Linie zur Welt gekommen ist, die das Mitteldeutsche vom Niederdeutschen trennt, da besonders pingelig bin, aber ein niederländisch gefärbtes Englisch klingt in der Regel eben doch anders (auffallen tut das Manko aber natürlich eh nur im Original).

Und wenn wir schon beim Ton sind: Dafür, dass das Geschehen "nur" in Dolby Stereo vorliegt, schlagen sich sowohl die deutsche als auch die englischsprachige Tonspur ganz famos.

R e s ü m e e

Bild und Ton der BluRay Disc zeichnen ein gutes Bild - gerade auch angesichts des Alters von John Badhams eleganter, atmosphärisch dichter "Dracula"-Leinwandfassung aus dem Jahr 1979. Summa summarum ist die Veröffentlichung, die die Universal Germany GmbH am 18. September 2014 in den Handel gebracht hat, für echte Filmfans jedoch eine riesengroße Enttäuschung, denn die Disc bietet wirklich nur den Hauptfilm. Dabei ist es nicht so, als gäbe es kein interessantes Zusatzmaterial: Das aufschlussreiche "Making of", das den Weg auf die US-Fassung gefunden hat und das dch dank des Online-Videoportals youtube kenn, habe ich in bester Erinnerung, und den Audiokommentar, den Regisseur Badham für die US-Disc beigesteuert hat, hätte ich mir auch gern angehört. Zudem können Käufer der US-Disc sich eine Kopie des Films auf PC oder ein anderes Wiedergabegerät herunterladen und sich eine Reihe von Trailern ansehen.

Gerade weil ich den Film sehr mag, reicht es deshalb trotz erfreulich guter Bild- und Tonqualität des Transfers bei mir diesmal nicht für eine Bewertung im mittleren oder gar oberen Feld - die für mich nicht nachvollziehbare Entscheidung von Universal Deutschland, Käufern in der EU das interessante Bonusmaterial der US-Version vorzuenthalten, empfinde ich wirklich als Schlag ins Gesicht.
33 Kommentare|35 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Oktober 2010
"Dracula" ist eine der am öftesten verfilmten Geschichten überhaupt. Doch unter all den vielen Versionen sticht diejenige von John Badham durch besondere Eleganz und atmosphärische Dichte hervor. Anstatt auf genreübliche Horroreffekte zu setzen, erstaunt der Film durch hervorragende Schauspieler und kunstvolle Inszenierung.

Die Geschichte von Graf Dracula, dem unsterblichen Vampir aus Transylvanien der nach England kommt, dürfte fast jeden schon in der einen oder anderen Form bekannt sein. Diese Version interpretiert die literarische Vorlage von Bram Stoker sehr frei und macht aus dem bösen Vampir einen stilvollen Romantiker. Während in anderen Filmen Dracula widerlich und abstoßend wirkt (man denke nur an "Nosferatu") übt er hier eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf die Frauen aus. Mina und Lucy geben sich den Fürsten der Finsternis hin, als ob er ein Märchenprinz wäre.

Dass die Gefahr und das Geheimnis auch etwas Reizvolles haben können ist ein typisches Motiv der klassischen schwarzen Romantik (zB E.T.A. Hoffmann etc.). In dieser Geschichte wird das noch zusätzlich verständlich gemacht durch die Darstellung des tristen Umfeldes in dem die jungen Frauen gezwungen sind zu leben. Dr. Seward ist ein ängstlicher und zerstreuter alter Mann, der große Mühe damit hat seine Irrenanstalt zu leiten. Während er seine Tochter Lucy wie eine Angestellte herumkommandiert, stellt er deren beste Freundin, die kranke Mina van Helsing, mit Laudanum einfach ruhig ohne weiter auf sie einzugehen. Jonathan Harker behandelt seine Verlobte Lucy indessen überhaupt als ob sie ausschließlich sein Besitz wäre und ist bereits eifersüchtig, wenn sie es nur wagt mit jemand anderen zu tanzen.

Graf Dracula hingegen ist hier ein echter Gentleman, der den Frauen zu schmeicheln weiß und sie sogar vor seinen dunklen Kräften warnt. Doch diese Warnung scheint seine Attraktivität nur noch zu erhöhen. Vor allem Lucy ist gänzlich aus eigener Initiative bereit mit ihm zu gehen. Überhaupt ist der Vampir in diesem Film allen anderen Männer klar überlegen. Die Versuche Van Helsings und Harkers ihn mit ihren Bücherwissen und Maschinen zu bekämpfen, erweisen sich als zwecklos. Der Graf verbrennt ein auf ihn gerichtetes Kreuz, Harkers Automobil gibt bei der Verfolgungsjagd den Geist auf und die Schüsse aus der Pistole kosten den Vampir gerade mal ein eisiges Lächeln.

John Badhams Dracula wird somit zu einem klassisch romantischen Werk, das andeutet, dass es immer Dinge geben wird, die sich der Vernunft entziehen. Dracula wird hier zum Symbol für die Sehnsucht nach einem Leben, das sich nicht an die all zu strengen Regeln der modernen Zivilisation halten muss.

Bei all dem sind allerdings auch die dunklen Seiten des Vampirs nicht ausgespart geblieben, sodass der Film nicht ins einfache Schwarz/Weiß Denken abstürzt, sondern größere Komplexität bietet. Dracula ist auch ein eiskalter Killer, der jeden der sich ihn in den Weg stellt, ohne mit der Wimper zu zucken beseitigt. Es bleibt also trotz allem auch klar, welchen Preis man für seine Art Romantik bezahlen muss.

Frank Langella schafft es Dracula als zartes Gemüt und eiskalten Killer zugleich zu portraitieren und übertrifft damit viele andere Vampirdarsteller. Laurence Olivier war hier zwar leider schon weit über seine beste Zeit hinaus und auch noch schwer krank, als der Film gedreht wurde, aber da die Rolle des Prof. Van Helsing hier ohnehin primär einen alten müden Mann vorsieht, fällt das nicht weiter ins Gewicht. Auch die anderen weniger bekannten Schauspieler machen ihre Sache sehr gut.
John Badhams Regie glänzt indessen durch sparsam aber gekonnt eingesetzte Tricktechnik und sehr stimmungsvolle Aufnahmen der britischen Küste. Die Entscheidung den Film in einigen Sequenzen Farbe zu entziehen, was hier in anderen Rezensionen bemängelt wird, finde ich ebenso gelungen. Durch diesen ausgefallenen Ansatz bekommt der Film eine besonders düstere Note, die gut zur Handlung passt. Auch die wunderbare Musik von John Williams muss erwähnt werden.

Wer also eine poetische Verfilmung des Draculastoffes wünscht, wird hier ganz bestimmt richtig liegen. Diese Version ist bildgewaltig und tiefgründig.
0Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. November 2009
Eigentlich gibt es ja den hervorragenden Rezensionen von Mathias und Christine nichts mehr hinzuzufügen aber ich möchte nun auch einmal meine verdienten fünf Sterne loswerden.

Lange habe ich gewartet bis dieses Juwel der Filmgeschichte nun auch endlich auf DVD erschienen ist. Zu meinem Glück hatte ich immer noch eine sehr gute VHS Aufnahme welche ich mir vor einiger Zeit auf DVD kopiert hatte. Ich hatte wohl die Hoffnung schon aufgegeben diesen Film endlich auf DVD zu bekommen. Nun aber habe ich die Möglichkeit mir beide Versionen des Films anzusehen und zu vergleichen. Ich muss gestehen dass sowohl die neue, von Regisseur John Badham für die DVD digital bearbeitete Fassung, wie auch die bekannte Fassung Ihren Reiz haben. Ich sage es mal so, auf der nun vorliegenden DVD wirkt der Film farblos, aber dass sollte hier nicht negativ verstanden werden, denn es passt einfach dazu.

Es gibt unzählige Verfilmungen des bekannten Dracula Stoffes, aber Regisseur John Badham ist, soviel mir bekannt ist, der ersten der den berühmten Blutsauger als absoluten Frauenschwarm darstellt. Ich mag Bela Lugosi als Blutsauger und ich schätze auch Christopher Lee in den Hammer Produktionen, aber die beiden besten Dracula Filme sind für mich eben dieser hier und Coppolas Version von 1992.

Sicher weicht Badham im Vergleich zu Coppola etwas stärker von der literarischen Vorlage ab, aber dies tut meiner Meinung nach überhaupt nichts zur Sache. Ganz im Gegenteil finde ich, denn es ist großartig wenn ein Regisseur wie hier eigene Ideen einbringt und nicht einfach nur das Buch kopiert hat. Warum er die Namen der beiden weiblichen Hauptdarsteller vertauscht ist mir zwar nicht klar, aber auch dass tut hier nichts zur Sache.

Badham verzichtet auf die Vorgeschichte in Trannsilvanien und sein Film beginnt direkt mit der Ankunft Draculas in England. Das Schiff strandet an den Klippen in der Nähe von Dr. Sewards Nervenheilanstalt. Die kränkliche Mina, Freundin von Sewards Tocher Lucy, entdeckt noch in der Nacht den einzigen Überlebenden des Schiffsunglücks - Graf Dracula. Schon am nächsten Abend erliegen die beiden Damen dem Charme und der Ausstrahlung des Grafen als dieser zur Begrüßung von Dr. Seward eingeladen wird. Nach Draculas erstem Besuch geht es Mina gesundheitlich immer schlechter bis Sie schließlich vor den Augen von Dr. Seward und Lucy in Ihrem Bett erstickt. Seward informiert seinen Freund und Minas Vater Dr. Van Helsing über den plötzlichen Tod seiner Tochter. Als dieser eintrifft kommt er bald hinter das finstere Geheimnis über den Tod seiner Tochter. Dracula hat sich in der Zeit aber schon längst wieder ein neues Ziel ausgesucht.

Die Besetzung des Films ist bis auf eine Ausnahme großartig. Als Dr. Seward ist Donald Pleasence mit von der Partie, der ein Jahr vorher das erste mal Jagd auf Michael Myers gemacht hat. Angeblich hat man Ihm erst die Rolle des Dr. Van Helsing angeboten, aber aufgrund der Gemeinsamkeiten mit seiner Rolle als Dr. Loomis hat er diese abgelehnt. Zum Glück, denn so bekommen wir in der Rolle des Vampirjägers einen der besten Schauspieler überhaupt zu sehen - Sir Laurence Olivier. Als Sewards Tochter Lucy ist Kate Nelligan in einer Ihrer ersten großen Rollen zu sehen. Als Blutsauger macht Frank Langella trotz seiner etwas gewöhnungsbedürftigen Fönfrisur eine exzellente Figur. Erst vor kurzem konnte man Ihn als Richard Nixon im Kino sehen. Einzig die Rolle des Jonathan Harker finde ich unpassend besetzt, aber dass wurde hier auch schon angesprochen.

Der Film schafft eine schaurige Atmosphäre wie sie besser nicht sein könnte. Carfex Abbey ist eine großartige Kulisse und die Musik von John Williams tut Ihr übriges zum Gelingen des Films. Christine hat hier die Szene als Dracula seinen Diener Renfield beseitigt für die FSK 16 Einstufung verantwortlich gemacht. Ich finde die Szene auch ganz schön ekelig aber am meisten Schauer jagt mir die Szene über den Rücken als Van Helsing in den Erzminen seine Tochter wiedersieht. Warum sich diese als Vampir im Wasser trotzdem spiegelt wird im Making of sehr gut erklärt.

Die DVD ist sehr ordentlich geworden. Es gibt ein Making of, dass seinen Namen auch verdient hat. Zum einen dauert es knapp 40 Minuten und zum anderen ist es richtig gut geworden. Darin kommen Frank Langella, John Badham, Walter Mirisch und andere zu Wort. Es wird vieles erklärt und vor allem geht man auch auf die grandiose Filmmusik von John Williams ein. Es gibt dazu noch einen Audiokommentar von John Badham, denn ich mir aber noch nicht angehört habe. Als letztes gibt es eine kleine Bildergalerie mit knapp 20 Bildern. Ein Booklet gibt es leider nicht, dafür aber ein Wendecover für die DVD. Der Ton liegt sowohl in Deutsch als auch in Englisch in Dolby Dogital 2.0 vor und kommt sehr gut und klar rüber. Das Bild für das Alter des Film sehr gut geworden und die neuen kaum noch vorhandenen Farben Geschmackssache.

Für mich mit die beste Verfilmung der Dracula Story auf einer recht gut gelungenen DVD.
22 Kommentare|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. April 2007
Wenn man den Namen "Dracula" hört, fallen einem etliche Filme ein. Egal ob Bram Stokers, Wes Cravens oder Christopher Lees Dracula. Es gab schon unendlich viele Verfilmungen der Horror-Legende. Diese hier gehört ganz klar zu den besseren.

Den untoten Grafen Dracula zieht es in den 20er-Jahren nach England. Als sein Schiff vor der Küste Schiffbruch erleidet, kann er sich mit Mühe retten. Wieder trocken, knöpft der Blutsauger sich die Hälse der jungen Frauen der Kleinstadt Whitby vor.

Tolle und unheimliche Kameraführung und klasse fotografiert!
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Oktober 2011
Diese romantische Version der Dracula - Geschichte hätte 5 Sterne verdient:

+ Rosamunde-Pilcher- Landschaft Cornwall gibt die Kulisse ab, das Excalibur-Hotel als Irrenhaus ist schon komisch, und Saint Michael's Mount schrie ja geradezu nach einem untoten Herrn.
+ Dazu kommt ein Frank Langella, der wohl nie besser war. Was er mit seine Händen anstellt, können andere Schauspieler nicht mit ihrem ganzen Körper.
+ Die Bluthochzeit bekommt hier eine völlig neue Note, denn erstens ist die Dame einverstanden, und zweitens wird hier mit Symbolik und intensiver Musik gearbeitet.
+ Dies ist zudem einer der wenigen Filme, die Dracula auch mal Wände bekrabbeln lassen.
+ Dass die Identität der beiden Damen vertauscht wird, wird nur Puristen ärgern, denn sie ist dramaturgisch vertretbar.
+ Es gibt sogar einen zweiten Höhepunkt, als Lucy nun ihrerseits ihren Jonathan verführen will - fast noch erotischer als die Szene mit Dracula.

Tja, es hätte sooo schön sein können.

Ich erinnere mich noch gut an die erste Fernsehausstrahlung des Dracula mit Langella, und an meine Begeisterung. Damals waren satte Farben zu sehen.
Auch Hammers Dracula Christopher Lee durfte in Primärfarben schwelgen.

Aber hier?

- Als wenn jemand alle Farben aus der Vorlage gesaugt hätte. Alles ist blass, auch ohne Blutverlust (vergleichen Sie vorher und nachher). Oben spicht eine Rezension von "wohltuender Schaueratmosphäre". So aber nimmt das dem ganzen Film einen guten Teil der Leidenschaft.

Bitte eine neue Version!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Dezember 2006
Hallo Draculafans,

ich kann diesen Film nur jedem empfehlen der sich für klassischen Horror interessiert. Der Film hat eine enorme Atmosphäre die schon alleine durch den mächtigen Soundtrack von Großmeister "John Williams" stetig an größe gewinnt.

Frank Langella ist ein besonderer Dracula mit einer ganz außergewöhnlichen Ausstrahlung. Wer auf billige Tricks hofft wird hier bitter enttäuscht, selbst die Fledermäuse in diesem Film sind echt. Es gibt sogar eine aufgenommene Flugszene in der die Fledermaus genau gezeigt wird. Keine billiger Mumpitz wie es Bava und Konsorten produzieren.

Natürlich darf man eines nicht vergessen, man muß auch bereit sein einen solchen Film auf sich wirken zu lassen. Dem Konsumenten der den Markt nach schneller Kost abfarmt, kann ich den Film nicht empfehlen.

Auch wenn dieser Film (wie übriegens sehr viele Draculaverfilmungen) sich nicht an den Roman hält, ist er ein Meisterwerk.

von mir gibt es 5 Sterne
11 Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Oktober 2014
Hier geht es um die Blu Ray, nicht um den Film, der gehört nämlich zu den Besten der zigtausenden "Dracula" Filmen. ABER, wo sind die Specials die auf der DVD vorhanden waren? Wo ist die Doku, der Trailer usw????? Ich dachte die Blu Ray wäre das Nonplusultra! Bestes Bild, tonnenweise Bonusmaterial! Aber hier? Fehlanzeige! Ganze schwache Leistung!
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. September 2014
Geheimnisvoll, düster und gefährlich, ein Kampf Gut gegen Böse. John Badham's Dracula-Version punktet auf allen Ebenen sehr eindrucksvoll....

Zum Film: Ein Schiff erleidet bei einem heftigen Sturm Schiffbruch an der Küste Englands. Graf Dracula (Frank Langella) einziger Überlebender der Katastrophe reiste hierher, um ein Schloss, das er gekauft hatte, zu beziehen. Er lernt die beiden Damen Lucy (Kate Nelligan) und die kränkliche Mina (Jan Francis) kennen. Mina ist bald fasziniert von der erotischen und sinnlichen Ausstrahlung Draculas. Als Mina eines Morgens nach einer heftigen Atemnot plötzlich verstirbt, entdeckt man zwei merkwüdige Wunden an ihrem Hals. Lucys Vater, Dr. Seward (Donald Pleasence), Leiter einer psychiatrischen Anstalt, verständigt Mina's Vater Professor van Helsing (Laurence Olivier), da bei einem schrecklichen Mord die totgeglaubte und begrabene Mina als Täterin erkannt wurde. Dr. Seward und Prof. Van Helsing beschliesen der makabren Sache auf den Grund zu gehen und machen bald eine schreckliche Entdeckung. Mina wurde offenbar ein Opfer von Graf Dracula. Die Sache spitzt sich zu, denn auch Lucy ist Dracula verfallen. Bald kommt es zu einer schrecklichen Konfrontation zwischen Dracula, Van Helsing, Lucys Verlobten Jonathan Harker, und Dr. Seward. Der Kampf Gut gegen Böse beginnt.....

Zur Blu Ray: Die Blu Ray präsentiert den Film im korrekten Format von 2.35:1 und das Bild ist die ganze Zeit sehr gut. Frei von jeglichen Verschmutzungen und Dropouts wird hier durchgehend ein sauberes HD-Bild geboten. Gesichter der Schauspieler, der Kostüme, Requisiten usw. zeigen eine klare Schärfe auf, die mich immer wieder überrascht hat. Panorama-Aufnahmen weisen eine sehr gute Detailzeichnung auf. Schwarzwert und Kontrast geben zu keiner Zeit Anlass zur Kritik. Filmkorn ist hin und wieder leicht präsent. Die Farbgebung ist durchgehend sehr natürlich. Fazit: In einer so guten Bildqualität war der Film sicher noch nie zu sehen.

Die Tonformate sind: Englisch in DTS HD Master Audio 2.0, Deutsch, Französisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch in DTS Digital Surround 2.0,

Bonusmaterial gibt es leider keines!

Was den FSK-Flatschen betrifft: Es gibt ein Wendecover!

Von mir eine klare Kaufempfehlung!
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Dezember 2009
John Badhams "Dracula" aus dem Jahre 1979 ist ein wirklich einzigartiger Film.

Er ist wunderschön fotographiert, mit wahnsinnig tollen Aussenaufnahmen (z.B. das absolut düstere Schloss an der Steilküste, das schaurige Gebäude der Irrenanstalt des Dr. Seward, der unheimliche Friedhof, die schaurige Unterwelt darunter,...); ein wahrer Augenschmaus.

Auch das Drehbuch ist wirklich bemerkenswert, da es sich recht nah an der Romanvorlage von Bram Stoker hält. Zwar sind einzelne Charaktere oder Gegebenheiten etwas entfremdet bzw. vertauscht (Jonathan Harker liebt in diesem Film Lucy und nicht Mina, wie im Buch beschrieben), jedoch spielt dies in dieser wunderbaren Adaption lediglich ein untergeordnete Rolle.

Neben der wirklich faszinierenden Bebilderung des Filmes, fällt des weiteren die wunderschöne Hintergrundmusik auf, geschrieben von John Williams. Die Musik geht unter die Haut und bleibt im Ohr.

Letzlich sind es natürlich auch die tollen Schauspieler, die diesen Film zu etwas ganz Besonderen machen. Laurence Olivier als Dr. Van Helsing, Donald Pleasence als Dr. Seward und natürlich (wenn auch damals noch nicht so ganz bekannt) Frank Langella als Dracula.

Dracula einmal ganz anders. Langella verkörpert einen charmanten, charismatischen, ja gar romantischen Grafen, der sich (wenn auch natürlich vor allem nach Blut) nach Leben und Liebe sehnt. Die weiblichen Darsteller sind faszinert von ihm und keiner der männlichen Charaktere kann ihm das Wasser reichen.

Dracula bindet, anders als in vorherigen Verfilmungen, seine ersehnte Gefährtin nicht durch seine schwarze Kunst, sondern durch echte Gefühle, die auch in konsequent erotischen Bildern vermittelt werden, an sich.

Anders, als in der neueren Adaption von Francis Ford Coppola, wird der Vampirismus und die damit einhergehende Erotik jedoch eher sinnbildlich als pornographisch dargestellt. Eine kalkulierte Effekthascherei bleibt hierdurch aus.

Auch der Ausgang des Filmes (von dem ich an dieser Stelle nichts verraten will) ist sensationel und innovativ.

Die Bildqualität des Filmes ist sensationell. Der Film ist neu-überarbeitet und (im Gegensatz zur Kinoversion) entfärbt worden. Ein sehr interessanter Effekt, der die Atmosphäre des Ganzen meiner Meinung nach noch verstärkt.

Zusätzlich gibt es noch eine ca. 40-minütige Dokumentation sowie eine Bildergalerie.

Ein Film, den man empfehlen kann und muss.

5 Punkte, volle Punktzahl.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. November 2014
Währe Dracula in diesem Film kein Schönling wäre der Film fast Perfekt.
Alles stimmt.
Das Set und die Zeit sind malerisch und die Schauspieler sind sehr gut.
Er endet ein wenig zu schnell so das die Spannung gegen Ende nachlässt
und in Romantik endet was aber Ok ist.
Die Szene in der Van Helsing gegen seine Tochter kämpfen muss war
damals ein Schock.
Fünf Sterne gebe ich weil die Qualität der Blu ray ausgezeichnet ist.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

11,49 €
9,07 €