- Unbekannter Einband
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3899409213
- ISBN-13: 978-3899409215
- ASIN: B0018ZDPEY
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
| ||||||||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
Felix von Manteuffel als Dracula und Konstantin Graudus als J. Harker sind die herausragenden Sprecher in dieser Produktion, neben Jörg Pleva, der einen grandiosen Renfield abgibt!
So ist auch die erste halbe Stunde des Hörspiels zweifellos die Beste: Jonathan Harker erscheint auf Draculas Schloß und dabei verleiht die liebenswürdig-hinterhältige Sprechweise Manteuffels der Szenerie die optimale, bedrückende Atmosphäre.
Der Zuhörer wird gefesselt und man könnte den Dialogen der beiden Sprecher unendlich viel länger lauschen.
Ab dem Zeitpunkt in welchem die anderen Figuren (Lucy, Mina, Seward und van Helsing) ins Spiel kommen, verliert sich der zunächst geradlinige Handlungsstrang in den oftmals zu schnellen Schnitten und Szenewechseln.
Natürlich muß der recht umfangreiche Roman Stokers für ein 2 1/2
stündiges Hörspiel gekürzt werden, doch warum geschieht dies an den oft markantesten Stellen?
Unverständlich, z.B. warum der Bericht des Kapitäns von der "Demeter"(mit welchem Dracula seine schaurige Überfahrt von seiner Heimat nach England antritt), völlig übergangen wurde. Stattdessen ruft ein Zeitungsverkäufer recht lustlos die ganzen Ereignisse in ein paar Sätzen aus.
Auch bei der Friedhofsszene, in welcher Lucy gepfählt und dadurch erlöst wird, hält man sich mit dramatischen Stilmitteln sehr zurück. Die Schwäche des Hörspiels besteht darin, daß man oft nur Kammermusik serviert bekommt, wo man eine dröhnende Symphonie erwartet.
Die Jagd nach Dracula, die Van Helsing und Co. schließlich bis nach Transsylvanien führt, steht ganz im Zeichen des Zeitraffers. Er vermittelt eher den Eindruck eines Reiseslogans mit dem Titel:"Nach Transsylvanien und zurück - in einem Tag!"
Unverständlich, warum die Figur des Quincey Morris komplett aus diesem Hörspiel eliminiert wurde, und am Ende statt seiner der gute Arthur Holmwood sterben muß. Das ist nun nicht gerade "original" und auch nicht originell.
Leider haben die Hörspielmacher viele Chancen verschenkt, um aus dem "neuen" Dracula ein Werk zu schaffen, welches die beklemmend-verstörende Stimmung des Buches trifft.