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Drachenwind: Mein Jahr in Afghanistan [Taschenbuch]

Kerstin Tomiak
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. September 2009
Liebeserklärung an ein Land zwischen Krieg und Frieden Kerstin Tomiak ist ein leidenschaftlicher Mensch – und sie steht für ihre Überzeugungen ein. Als sie für ein Projekt der ISAF nach Kunduz geht, erwartet sie, auf eine vom Krieg beherrschte Männergesellschaft zu treffen. Doch es kommt ganz anders. Zwischen Militär und Stammesgesellschaft trifft sie auf mutige Polizistinnen, erlebt afghanische Gastfreundschaft und entdeckt ein atemberaubend schönes Land. Schließlich erfährt sie, dass im Füreinander die große Chance des afghanischen Volkes liegt – eines Volkes, das im jahrhundertealten Spiel mit den bunten Drachen seine Hoffnung auf eine friedliche Zukunft in alle Winde schickt.

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Drachenwind: Mein Jahr in Afghanistan + Unter Taliban, Warlords und Drogenbaronen: Eine deutsche Familie kämpft für Afghanistan
Preis für beide: EUR 29,90

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426782618
  • ISBN-13: 978-3426782613
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 349.647 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Kerstin Tomiak, geboren 1970 in Berlin, ist seit 1992 als Redakteurin bei verschiedenen Radio- und Fernsehsendern beschäftigt. Seit 2002 ist sie freie Mitarbeiterin beim Deutschlandradio Berlin und Dramaturgin bei einem Berliner Theater. Im Zusammenhang mit ihrer Bühnenarbeit führte sie ausführliche Recherchen über höfisches Leben und das Haus Plantagenet durch, die die Grundlage ihres ersten Romans bilden.

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4.0 von 5 Sternen Drachenwind - Ein Jahr bei der Friedenstruppe 15. November 2009
Format:Taschenbuch
Wer aufgrund des Klappentextes sowie dem Titel "Drachenwind", der wie eine Anlehung an "Drachenläufer", den Titel des Erfolgsromans von K. Hosseini, anmutet, literarische Bilder aus Afghanistan und tiefgehende Einblicke in Land und Leute erwartet, könnte möglicherweise in der Erwartungshaltung enttäuscht werden.

Der Entschluss, für ein Jahr nach Afghanistan zu gehen, ist ein mutiger, und Kerstin Tomiak stellt sich beherzt dieser Aufgabe, was unbedingt Respekt verdient. Sie liefert einen anschaulichen, ungeschönten und plastischen Bericht, der sich kurzweilig liest.
Fast im Vordergrund stehen jedoch nicht die Beschreibungen des Landes, sondern das Leben bei der ISAF-Einheit. Das wiederum ist nicht uninteressant. So schildert die Autorin ausführlich das Miteinander der Soldaten auf dem Stützpunkt und bedient sich dabei eines stark militärisch eingefärbten Jargons, der etwas befremdlich wirkt. Die eingestreuten Dialoge tendieren leider manchmal ins allzu Banale. Über ihre eigentliche Arbeit als Journalistin erfährt man - nichts.
Auch die Begegnungen mit den Einheimischen bleiben an der Oberfläche: dass unter der Burka eine intelligente Frau stecken kann, oder dass der afghanische Wachmann ein netter Typ ist und die Afghanen nicht durchweg rückständig oder Fanatiker sind, ist nicht wirklich überraschend. Hier hätte ich mir mehr Substanz gewünscht. Trotzdem ist der Autorin zugute zu halten, dass sie stets bereit ist, ihre Sichtweise in Frage zu stellen und sich mit großer Offenheit der schwierigen Situation der Bevölkerung zuwendet. So wird an einigen Begebenheiten das Dilemma und die Tragödie des von Kriegen gebeutelten afghanischen Volkes recht deutlich.

Zu den interessantesten Passagen gehören die Schilderungen der Exkursionen, die die Erzählerin begleiten darf. Da werden im örtlichen Krankenhaus unter widrigen Bedingungen schwer Verletzte unter großem persönlichen Einsatz der Stabsärzte behandelt, Schulen und Projekte besucht und unterstützt, wozu beschwerliche Fahrten unternommen werden müssen. Alles steht im Zeichen des neuen Selbstverständnisses der Bundeswehr als Hilfs- und Friedenstruppe. Das ist politisch hochaktuell und kommt doch seltsam unpolitisch daher. Aus durchaus plausible Folgerung aus dem Erlebten schließt die Autorin mit einem Plädoyer für eine stärkere Truppenpräsenz im Krisengebiet.
Fazit: wer über Afghanistan noch sehr wenig weiß oder wer schon immer mal wissen wollte, wie es bei einem Auslandseinsatz der Truppen zugeht, erhält mit diesem Buch einen durchaus spannenden Erfahrungsbericht aus erster Hand.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Blick über den eigenen Tellerrand 30. Dezember 2009
Von Zabou1964
Format:Taschenbuch
Aus einer Laune heraus bewarb sich die Journalistin Kerstin Tomiak auf eine Stellenanzeige bei der ISAF, der Internationalen Friedenstruppe in Afghanistan. Als sie tatsächlich eine Zusage bekam, packte sie, trotz der Warnungen ihrer Freunde und ihrer eigenen Bedenken, die Koffer und reiste nach Afghanistan. Was sie in dem fremden Land vorfand, beschreibt sie sehr warmherzig und mit viel Liebe und Respekt in ihrem Buch Drachenwind".

Ihre erste Station ist Kabul, von wo sie allerdings bald an ihren Bestimmungsort Kunduz weiterreist. Sie lebt zwischen, fast ausschließlich männlichen, Soldaten und Zivilangestellten in einem Lager. In ihrer Eigenschaft als Journalistin bereist sie das Land, lernt Einheimische kennen und schließt Freundschaften. Sie beschreibt, wie die verschiedenen Organisationen, wie z.B. die Bundeswehr oder die GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) helfen, zeigt aber auch auf, dass trotz der Hilfe die Missstände noch groß sind.

Neben harmonischen und schönen Begebenheiten lässt die Autorin auch die schrecklichen Momente ihres Aufenthalts nicht unerwähnt. Bei einem Selbstmordattentat kommen deutsche Soldaten ums Leben. Ich finde es sehr wichtig, dass sie auch diese Seiten des Landes beschreibt.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Tatsache, dass sie unsere westliche Lebensart nicht als die einzig richtige" sieht, sondern durchaus auch hinterfragt und mit der Lebensweise der Afghanen vergleicht. Der Zusammenhalt in der Familie und unter Freunden ist in Afghanistan z.B. sehr viel größer als in Deutschland und anderen westlichen Ländern.

Es gibt zwei Abschnitte mit Fotos, die einen Einblick in das Leben der Afghanen ermöglichen. Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, das die Fachausdrücke der einzelnen Organisationen erklärt. Diese werden jedoch auch im Text schon ausreichend erläutert.
Dieses Buch hat mich tief bewegt. Ich muss zugeben, dass auch ich zu den Menschen gehörte, für die Afghanistan mit seinen Menschen und Problemen weit weg" war. Die Autorin hat mich an die Hand genommen und mir Land und Leute näher gebracht.

Nach einem Jahr kehrt Kerstin Tomiak, wie vereinbart, nach Deutschland zurück. Als jedoch erneut ein Stellenangebot kommt, packt sie wieder ihre Koffer und reist erneut nach Afghanistan. Um mehr über die Autorin und ihr Wirken zu erfahren, empfehle ich einen Besuch auf ihrer Website. Eine Leseprobe findet man auf der Seite des Verlages.

Fazit: Dieses Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich kann es jedem empfehlen, der einmal einen Blick über den eigenen Tellerrand wagen möchte.
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5.0 von 5 Sternen eindrücklich, realitätsnah, kultur bezaubernd. 7. Januar 2013
Von Lilly M.
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch stellt real dar, wie Leben in Afghanistan auch seinkann und welches Bild die Medien oft fälschlicherweise vermitteln. Drachenwind nimmt außerdem dem Leser die eigenen Schleier von den Augen und ersetzt das Bild durch ein völlig anderes. Drachenwind schafft es für ein Land zu bezaubern in dem Krieg herrscht und die wahre Gestalt Afghanistans zu erkennen mit jedoch mit aller Realität.
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