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Drachensaat Taschenbuch – 1. Juli 2010


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Produktinformation

Leseprobe: Jetzt reinlesen [64kb PDF]
  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 3 (1. Juli 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499248948
  • ISBN-13: 978-3499248948
  • Größe und/oder Gewicht: 11,5 x 2,8 x 19,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 88.508 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Wer wissen will, wie der Alltag im Leben des Schriftstellers Jan Weiler abläuft, liest am besten seine wöchentliche Zeitschriftenkolumne "Mein Leben als Mensch". Der Autor erzählt amüsant und lebendig vom Leben mit Freunden und Familie, vor allem mit seinem italienischen Schwiegervater. Der hat ihn sogar inspiriert zu seinem ersten Roman "Maria, ihm schmeckt's nicht" (2003) und der Fortsetzung "Antonio im Wunderland" (2005). Weiler wurde 1967 in Düsseldorf geboren und lebt heute mit seiner Familie in München. Bis 2005 arbeitete er als Journalist, zuletzt als Chefredakteur beim SZ-Magazin.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Wenn aber zugleich mit einem Roman ein Hörspiel herauskommt, das sogar besser ist als die Vorlage, sollte man aufhorchen." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"Den bizarren Witz des Buches hat Koppelmann perfekt ins Hörspiel übertragen." (Die Welt) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, ist Journalist und Schriftsteller. Er war Chefredakteur des SZ-Magazins und Kolumnist beim Stern. Sein erstes Buch „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ gilt als eines der erfolgreichsten Romandebüts der letzten Jahre. Es folgten: „Antonio im Wunderland“ (2005), „Gibt es einen Fußballgott?“ (2006), „In meinem kleinen Land“ (2006), „Drachensaat“ (2008), „Mein Leben als Mensch“ (2009), „Das Buch der 39 Kostbarkeiten“ (2011) und „Berichte aus dem Christstollen“ (2013) sowie zwei Kinderbücher: „Hier kommt Max!“ (2009) und „Max im Schnee“ (2010). Zusammen mit Daniel Speck schrieb er das Drehbuch für die Verfilmung von „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“. Jan Weiler verfasst zudem Hörspiele und Hörbücher, die er auch selber spricht. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in der Nähe von München.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

63 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Methusa am 2. Oktober 2008
Format: Gebundene Ausgabe
... damit ist klar: Es handelt sich um eine fiktive Geschichte. Und doch wieder nicht, denn die Protagonisten, die wir in diesem Roman kennenlernen, sind uns aus den Medien bestens bekannt. Menschen, deren Handlungsweisen wir nicht nachvollziehen können, die wir für "bekloppt, irre oder kriminell" halten - eben die Drachensaat.
In Jan Weilers Roman erfahren wir über sie, was uns Presse und Fernsehen vorenthalten, und entwickeln sogar Sympathien oder wenigstens Empathie.

Jan Weiler spielt geschickt mit den Perspektiven. Und mit seinen Lesern. Denn wer sich gefreut hat, dass der altbekannte Benno Tiggelkamp das Szenario betritt und sich sicher wähnt, dass es schon bald den Schenkelklopfer gibt, wird enttäuscht. Nicht dass sich Benno geändert hätte - wir lernen nur einfach eine andere Seite von ihm kennen.

Das soll nicht heißen, dass es in diesem Buch nichts zu lachen gibt. Doch hier ist Weilers Humor feiner als in den vorangegangenen Werken und verlangt vom Leser eine Portion Selbstironie.

Im letzten Drittel des Romans stellt Jan Weiler sein herausragendes journalistisches Können unter Beweis, indem er die Story quer durch alle einschlägigen Medien interpretiert. Spätestens hier wird dem Leser klar, wie er tagtäglich in seiner Meinungsbildung manipuliert wird.

Die "Drachensaat" empfehle ich uneingeschränkt jedem weiter, der sich beim Lesen nicht nur hemmungslos amüsieren will, sondern auch etwas über unser Kommunikationsverhalten und unsere Urteilsbildung erfahren möchte.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Wollvo am 30. September 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Nichts anderes macht Jan Weiler in diesem angenehm unkonventionellen Roman. Obgleich alles frei erfunden ist, erkennt man an vielen Stellen tatsächliche Ereignisse und Gegebenheiten. Es finden sich zahlreiche Parallelen zwischen realen Personen, Fernsehsendern und Programmen sowie aktuellen Problemen. In vielerlei Hinsicht reflektiert das Buch Ereignisse aus den Jahren 2007 und 2008.

Der Aufbau des Romans ist sehr untypisch aber fesselnd - nicht zuletzt wegen des gut struktureierten Perspektivenwechsels. Die Ereignisse werden chronologisch zunächst von der Romanfigur Bernhard Schade (Mitglied der Drachensaat-Gruppe), dann von Martin Barghausen ("Opfer" der Drachensaat) und im dritten Kapitel in Form einer Presse- und Medienschau erzählt.
Jan Weiler regt mit diesem Buch zum Nachdenken an; über die vermeintlich moderne Gesellschaft und über Menschen, die scheinbar keinen Platz darin haben. Er skizziert viele bekannte Positionen und wiegt diese gegeneinander auf indem er sie durch seine Figuren personifiziert und diskutieren lässt. Er erzählt im Grunde genommen nichts Neues und das ist auch gar nicht nötig, denn gerade weil er es auf so eindrucksvolle Weise schafft, dieses scheinbar zur genüge Bekannte in einen direkten Zusammenhang zu setzen, ist "Drachensaat" ein außerordentlicher Roman.

Hinzu kommt der aus "Maria ihm schmeckt's nicht" und "Antonio im Wunderland" amüsante Schreibstil. Tatsächlich findet sich sogar ein "alter Bekannter" wieder.

Insgesamt ist "Drachensaat" ein wirklich lesenswerter und anregender Roman, den man getrost immer wieder zu Hand nehmen kann, um sich vor Augen zu führen, in was für einer Gesellschaft wir heute leben.
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101 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von nw TOP 1000 REZENSENT am 5. September 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Drachensaat ist das neue Buch von Jan Weiler, der bekannt wurde durch die Bücher "Maria, ihm schmeckt's nicht" und "Antonio im Wunderland".

Mit seinem neuen Buch geht er in eine etwas andere Richtung. Wer ähnliches erwartet wie die beiden ersten Bücher, wird nicht auf seine Kosten kommen. Wer aber Jan Weilers Stil schätzt und wer bereit ist, sich auf etwas ganz anderes einzulassen, dem könnte Drachensaat gefallen. Bei mir war es so.

Bernhard Schade erzählt im ersten Teil des Buches über sein Leben. Als Architekturstudent hat er seine Frau kennengelernt und wurde früh Vater eines behinderten Sohnes, Udo. Der Junge leidet an Trisomie 21, womit Schade nicht zurecht kommt. Er betrügt jahrelang seine Frau und kümmert sich notgedrungen um seinen Sohn, bis seine Welt gänzlich zerbricht und er als Säufer endet und von Hartz IV leben muss.
Auf tragische Weise will er seinem Leben ein Ende setzen, das funktioniert nicht wie geplant und somit landet Schade in der Psychiatrie. Aus dem Landeskrankenhaus führt ihn sein Weg in eine Villa, in der ein Arzt Forschungen betreiben will zum sog. Zens-Syndrom.

Für diese Studien hat er fünf psychisch kranke Personen ausgewählt, die nach und nach zu ihm stoßen.
Alle sind gescheiterte Existenzen, die Schuld soll aber lt. Zens nicht bei ihnen liegen sondern in der Gesellschaft zu finden sein. Durch Respektlosigkeit und Unhöflichkeit wurden die Leute dahin getrieben, wo sie sich jetzt befinden.

Neben Schade findet sich im Haus "Unruh" Rita Bauernfeind ein, die im Internet bekannt ist als "fette Frau, die Luft isst", sie hat in den vergangenen Monaten über 200 Kilo Körpergewicht verloren.
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