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Drachenmann
 
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Drachenmann [Taschenbuch]

Garry Disher , Peter Friedrich
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, Oktober 2005 --  
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Unionsverlag; Auflage: 2., Aufl. (Oktober 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3293202772
  • ISBN-13: 978-3293202771
  • Originaltitel: The Dragon Man
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 192.239 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Traum vom Fliegen: Für Detective Inspector Hal Challis ist die liebevolle und mühsame Rekonstruktion alter Propellermaschinen mehr als nur ein Hobby. Die Suche nach alten Bauplänen und rostigen Ersatzteilen ist eine Form nostalgischer Erinnerung an eine vergangene Zeit, in der die Schwerkraft noch ein Respekt einflößendes Gesetz war, deren Überwindung etwas Heroisches anhaftete. In der Beschäftigung mit seiner geliebten de Havilland Dragon sucht der Drachenmann Challis zugleich einen Ausgleich für eine wenig heroische Gegenwart, in der Gesetze keinerlei Wirkung zeigen und Respekt rar geworden ist.

Es ist Weihnachtszeit im Peninsula District bei Melbourne. Nicht unbedingt die beste Zeit im Jahr für Inspector Challis, nicht nur, weil es unerträglich heiß ist, Buschfeuer drohen und das Wasser zu knapp zum Duschen wird. Die etwas verschlafene Provinzecke wird zudem geradezu von einer Welle von Verbrechen heimgesucht: Briefkästen werden angezündet und Bewohner bedroht, Einbrüche und Diebstähle häufen sich, zudem beschweren sich etliche Bürger über die übertriebene Härte einiger Streifenpolizisten. Noch schlimmer jedoch ist der Sexualmörder, der schon zwei junge Frauen auf dem Gewissen hat, und mit Challis ein grausames Katz-und-Maus Spiel treibt. Schon macht sich Panik unter der Bevölkerung breit, zumal die ehrgeizige Journalistin Tessa Kane, die pikanterweise Challis Geliebte ist, auch noch ihre Zeitung zum Sprachrohr des Killers macht. Schließlich muss Challis machtlos zusehen, wie die Tochter einer Kollegin zum nächsten Opfer zu werden droht.

Garry Disher begeisterte mit seinen Romanen über den Gangster Wyatt (Gier, Dreck) nicht nur in seiner Heimat Australien, sondern vor allem auch in Deutschland schon seit einiger Zeit seine Leser. In Der Drachenmann wechselt er zwar die Seiten, bleibt seinem Stil aber treu. Auch hier beeindruckt einmal mehr Dishers kompromisslose, sparsame und zugleich ungemein wirkungsvolle Prosa. Virtuos spielt der Autor mit den Reaktionen und den Erwartungen seiner Leser, ohne jedoch mit Spezialeffekten und melodramatischen Schockelementen zu blenden. Besonders gelungen ist die Verbindung aus Milieu-Studie und spannender Kriminalgeschichte; die Atmosphäre ist dicht, die Figuren sind ohne Ausnahme überzeugend dargestellt. Weil Disher seine Charaktere zeigt, ohne sie vorzuführen, und weil er auf schematisierende Moral verzichtet, wirkt sein Roman wie ein Seismograf der kleinen und großen Eruptionen, die unsere Gesetze und den Respekt voreinander erschüttern. --Peter Schneck -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Im Peninsula District bei Melbourne herrscht kurz vor Weihnachten Hochbetrieb, es ist heiß, und die Touristensaison hat gerade angefangen. Detective Inspector Hal Challis freut sich nicht besonders auf die Weihnachtstage, alte Wunden werden wieder aufgerissen. Am liebsten würde er sich ganz der Restaurierung eines alten Flugzeugs widmen. Dann aber werden kurz hintereinander zwei junge Frauen ermordet, ein anonymer Brief kündigt ein drittes Opfer an.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
50 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Serienmörder treiben ihr Unwesen in Krimis, Thrillern, Polizeiromanen und solchen, die sich dafür halten. Auch das Exemplar, das der australische Autor Garry Disher in seinem Roman „Der Drachenmann" erfunden hat, ist eigentlich ein typischer Vertreter. Trotzdem ist der Roman - eine Mischung aus Whodunit und Polizeiroman - außergewöhnlich und gut noch dazu.

Detective Inspector Hal Challis graut vor dem bevorstehenden Weihnachtfest. Zu viele Erinnerungen könnten ihn in seiner Einsamkeit aufsuchen. Zum Beispiel an seine Frau, die im Gefängnis sitzt, weil sie in einen Mordversuch verwickelt war. An ihm. So wünscht er sich zum Fest der Liebe nichts sehnsüchtiger, als eine frische Leiche. Seine Wunsch wird prompt erfüllt, denn ein Serienmörder treibt im Peninsula District sein Unwesen. Zudem halten Brandstiftungen und Einbrüche die Ordnungshüter auf Trab.

"Der Drachenmann" ist ein bestechender, temporeicher Krimi. Für das Gute kämpft Challis nicht alleine, im Mittelpunkt steht das ganze Team mit Sorgen, Nöten und Ängsten. Das dabei die „Guten" auch mal böse sind, und die „Bösen" dem Guten unbeabsichtigt weiterhelfen, bringt eine spannende Perspektive in die Geschichte.

Apropos Perspektive: Meisterhaft beherrscht Disher die Kunst der schnellen Schnitte, geschickt wechselt er Orte, Handlungen und Personen, bringt so eine flotte, aber niemals gehetzte Dynamik in seine Erzählung. Seine Handlungsfäden hält er dabei fest im Griff. Zudem schreibt er Sätze, die messerscharf sitzen. Kein Wort ist zuviel. Knapp und präzise kommt er auf den Punkt.

Die Kunst der kurzen Sätze, die ausgefallene Erzählweise und die raffiniert gesetzten Cliffhanger machen diesen Krimi zu einer aufregenden Lektüre. Ein Buch, das sich kräftig von der gängigen und sabbelnden Krimikost absetzt. Bleibt zu hoffen, dass der australische Weihnachtsmann für Challis noch mehr Leichen bereithält.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ewald Judt HALL OF FAME REZENSENT TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
"Drachenmann" (UT 277 - "The Dragon Man", 1999) ist der erste Kriminalroman von Garry Disher mit Detective Inspector Hal Challis.Mittlerweile sind diesem Hal Challis-Erstling 4 weitere gefolgt. Nr. 2 ist "Flugrausch", Nr. 3 ist "Schnappschuß", Nr. 4 ist "Beweiskette" und Nr. 5 ist "Rostmond". Hal Challis ist (noch nicht) geschieden (seine Frau hat versucht ihn zu ermorden und sitzt deshalb in einem Gefängnis ein), liebt das Renovieren von (alten) Flugzeug und ist gerne Ermittler auf einer südlich von Melbourne gelegenen Halbinsel. Und auf dieser Halbinsel geht es rund zu, was zu mehreren Erzählsträngen führt, die anfangs überhaupt nicht zusammengehörend scheinen: es gibt eine Serie von Einbrüchen, eine Reihe von Brandstiftungen und nicht zuletzt eine Reihe von Morden an jungen Frauen in der Nähe des Old Peninsula Highways. Mit dem lokalen Detektiv-Team wird all dem Schritt für Schritt nachgegangen, wobei der Aufklärung der Morde besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Schlußendlich werden alle Einbrüche, Brandstiftungen und Morde in dem erfreulicherweise nicht überlangen Kriminalroman (279 Seiten) aufgeklärt. Der größte Teil dieser Seiten widmet allerdings nicht den oben geschilderten kriminellen Taten, sondern der detaillierten Schilderung des Lebensumstände der handelnden Personen wie der Kriminalbeamten und der uniformierten Polizisten, der potentiellen Täter und anderer vorkommender Personen, der Lebensart der dortigen Bevölkerung (u.a. Weihnachten während einer Hitzewelle) und der australischen Landschaft, was einerseits zu einer gewissen erzählerischen Dichte führt, allerdings die Spannung nicht gerade ins Unermeßliche steigert.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vielschichtig 17. Dezember 2003
Format:Taschenbuch
Viele Kriminalromane handeln einzig und alleine davon, die Tat aufzuklären.
Hier lernt man die Personen der Geschichte kennen. Alle haben ein Privatleben, Beziehungen und Fehler.

Die Geschichte selbst ist ebenso vielschichtig wie die Personen. Natürlich handelt es von der Aufklärung der Morde, jedoch passieren auch viele andere Dinge - Diebstähle, Weihnachtsvorbereitungen, später Silvester, Seitensprünge, Drogenmissbrauch....

Gegen Ende erkennt man jedoch wie alles zusammenpasst, wie auf einmal alles einen Sinn ergibt. Wie bei einem Puzzle erkennt man dann das "big picture" und kann alles zusammensetzen.

Mich hat das Buch beeindruckt, deshalb bekommt es von mir 5 Sterne und ich werde sicher wieder ein Buch von Disher lesen.

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