Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Eine Geschichte, die man nie vergisst"..., 4. Mai 2009
meinte schon Isabel Allende über diesen Roman, und sie hat Recht.
Amir und Hassan wachsen im Kabul der 70ziger Jahre auf, im selben Haus, aber in unterschiedlichen sozialen Schichten. Streiche und Abenteuer - sie erleben alles gemeinsam, und für Amir - der für seinen dominanten und charismatischen Vater aufgrund seiner schüchternen Art nicht unbedingt der Wunschsohn ist - ist Hassan sein bester Freund.
An einem Tag im Winter zu dem jährlich stattfindenden Wettbewerb im Drachensteigen ergreift Amir die Chance, seinen Vater zu beeindrucken und auch hier hilft ihm Hassan dabei. Doch was an diesem Tag geschieht, zerstört die Freundschaft der beiden Jungs und wirft lange Schatten auf beider Leben.
Mit diesem Erstling ist Khaled Hosseini ein wunderbarer Roman gelungen, ein Roman über Glück, Schuld und vor allem über das Verzeihen. Und über das heutige Afghanistan und über die Zerissenheit dieses Landes.
Eine Geschichte, die ich ganz sicher nicht vergessen werde!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ergreifend, traurig, wunderschön!, 31. Januar 2009
"Drachenläufer" hat mich so berührt wie schon lange kein Buch mehr. Die Geschichte handelt von einem afghanischen Jungen namens Amir, der ohne Mutter bei seinem einflussreichen und hochgeachteten Vater ("Baba") aufwächst. Sein bester Freund ist der ein Jahr jüngere Hassan, der Sohn des Dieners seines Vaters. Obwohl Hassan ungebildet und arm ist und zudem einer ethnischen Minderheit angehört, wird er heimlich von Amir beneidet, denn Hassan ist ein Junge, wie ihn Baba gerne zum Sohn hätte: mutig, loyal, sportlich. Amir hingegen ist eher ängstlich und liebt Bücher weitaus mehr als den Sport. Er kann es nicht lassen, seinen gesellschaftlichen Vorteil Hassan gegenüber auszuspielen, während dieser unerschütterlich zu Amir hält und ihn vor jedem verteidigt. Eines Tages gerät Hassan einigen Schlägern in die Finger. Amir beobachtet tatenlos das grausame Szenario, zu feige um einzugreifen. Später sorgt Amir auch noch dafür, dass Hassan und dessen Vater Babas Haus verlassen, da Amir seinem ehemaligen Freund nicht mehr in die Augen blicken kann, der trotz allem immer noch fest ihm hält. Als in Afghanistan der Krieg ausbricht, fliehen Amir und Baba in die USA. Amir lebt sich gut ein, wird ein gefeierter Schriftsteller und heiratet seine große Liebe, bis ihn eines Tages die Vergangenheit einholt: Er bekommt die Möglichkeit, nach all den Jahren seine Schuld zu sühnen.
Dieser Roman hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Obwohl der Ich-Erzähler Amir zunächst keine besonders sympathische Figur ist, konnte ich mich sehr gut in ihn hineinversetzen. Ich habe mit Amir gelitten, mich für ihn gefreut, mich sogar für ihn geschämt - so lebendig wurde er beschrieben. Khaled Hosseini hat eine wunderbar poetische Sprache, die aber niemals aufgesetzt wirkt. Obwohl er manchmal vielleicht ein bisschen zu tief in die Zauberkiste der Dramaturgie gegriffen hat und ich sonst kein von Fan von Gefühlsduselei bin, habe ich bei "Drachenläufer" so viel geheult wie selten bei einem Buch. Der Roman ist tragisch, magisch, grausam und wunderschön, voller unerwarteter Wendungen und entführt den Leser in eine Welt, die man meist nur als Kriegsschauplatz aus den Nachrichten kennt. Lasst euch diesen tollen Roman nicht entgehen - unbedingt empfehlenswert!
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ungewöhnliche Freundschaftsgeschichte, 15. April 2005
Die Freundschaftsgeschichte der beiden Jungen in Hosseinis "Kite Runner" hat mich genauso beeindruckt, wie der Verrat dieser Freundschaft. Amir und Hassan sind zwei Knaben im Kabul der 1970er Jahre, die miteinander leben und aufwachsen, obwohl sie verschiedenen, miteinander zutiefst verfeindeten Bevölkerungsgruppen angehören. Zudem gehören sie unterschiedlichen Klassen an: Amir, ist der Sohn eines wohlhabenden, alleinerziehenden Vaters und Hassan der Sohn des ebenfalls alleinerziehenden Dieners. Amir wird von seinem Vater nicht akzeptiert, weil er zum lesen und schreiben neigt und sportlich eher verzagt ist. Hassan dagegen ist mutig und eilt seinem herkunftsmäßig höhergestellten Freund Amir immer wieder im Alltag zu Hilfe. Bei einem der wichtigen Drachenflug-Wettbewerbe (daher der Titel des Buches) kann Hassan Amir sogar zum Sieg verhelfen, was dessen Ansehen beim gestrengen Vater sprunghaft erhöht. Auf dem Rückweg wird der Helfer Hassan von einer Gruppe radikalisierter Gleichaltiger schwer gedemütigt, was Amir versteckt miterlebt, ohne ein Eingreifen zu wagen. Seit diesem Tag fühlt er sich schuldig gegenüber Hassan. Durch sein zuehmend unfreundliches Verhalten bewirk Amir, dass Hassan mit seinem Vater wegzieht. Die Wege trennen sich. Während das Land in den Strudel des Krieges gerät, fliehen Amir und sein Vater nach Amerika. Durch Zufall bekommt der Wahl-Amerikaner nach Jahren die Möglichkeit, einen kleinen Teil seiner "Schuld" abzutragen: Er reist in das Afghanistan der Taliban, um den Sohn seines Freundes Hassan zu suchen... Hosseini nutzt diesen Kunstgriff, um die erschütternden Zustände, in die die nun herrschenden radikalen Talibans das Land gestürzt haben, mit den Augen eines nun amerikanisch sozialisierten Exil-Afghaners zu beschreiben. Vor dem Hintergrund dieses Kontrastes gelingt ein besonders beklemmende und nahegehende Schilderung der Kaltblütigkeit, mit der die radikalen Eiferer zu Werke gehen.Das Buch ist nicht nur Jugendlichen selbst zu empfehlen, die hier eine spannende Geschichte um Freundschaft, Treue und Tapferkeit in einer fremdartigen Kultur geboten bekommen, sondern auch deren Eltern oder Lehrern. Diese können hier lernen, was seelische Verletzungen bei einem Heranwachsenden anrichten können. Der "Kite Runner" ist das beeindruckendste Buch, das ich seit langem gelesen habe.
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