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Produktinformation
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Amir, Sohn eines wohlhabenden Paschtunen, verbindet eine enge Freundschaft mit Hassan, dem Sohn des Hausdieners. Die Jungen verbringen ihre Kindheit wie Brüder, und zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehört es, Drachen steigen zu lassen. Doch eines Tages begeht Amir auf furchtbare Weise Verrat an Hassan, ihre Freundschaft zerbricht. Jahrzehnte später sieht Amir dann die Gelegenheit, seinen schlimmen Fehler wiedergutzumachen. Doch gleichzeitig zweifelt er daran, die große Schuld, die er als Kind auf sich geladen hat, so viele Jahre später sühnen zu können.
Ob man es nun als die bewegende Geschichte einer Freundschaft oder als Parabel auf Afghanistan und die Möglichkeiten eines Neubeginns liest: Literarisch ist dieses Buch ein Glücksfall. Die stilistische Eleganz, die wunderbar lebendige Sprache, die kunstvoll konstruierte Handlung - für einen Roman-Erstling ist Drachenläufer unglaublich gut erzählt. Und beinahe en passant gewährt der Autor Einblick in die Geschichte und den Alltag des Landes. Wenn der Leser Amir in das friedliche Kabul der 70er Jahre folgt, vergisst er die Bilder von russischen Panzern und Taliban-Kämpfern. Der Drachenläufer gibt Hoffnung - und zwar auf eine Weise, wie es nur die Literatur vermag. Übrigens hat man sie in den letzten Jahren wieder gesichtet: die Drachen am Himmel Afghanistans. -- Roland Große Holtforth
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
262 von 273 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bittersüß und schmerzhaft,
Von Amnesia "Schwarze Ruhrpottpflanze" (Bochum, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Drachenläufer (Taschenbuch)
Khaled Hosseinis "Drachenläufer" ist seit langem das erste Buch, das ich in einer einzigen Nacht komplett verschlungen habe.Sicherlich handelt es sich, wie manche Rezensenten anmerken, nicht um eine "realistische" Geschichte. Schuld und Sühne, ergebene Diener und finstere Schurken lassen die Handlung vielleicht objektiv "konstruiert" wirken. Andererseits würde sich bei einem Theaterstück oder einem Opernlibretto darüber niemand echauffieren, und Hosseinis Buch ist nicht nur ein Roman, sondern gleichzeitig eine Parabel, Lehrstück, ohne belehrend zu wirken. Meisterhaft versteht es Hosseini, eine Vielzahl von Themen miteinander zu verknüpfen, ohne dass der Erzählfluss ins Stocken gerät. Im Mitelpunkt der Geschichte steht die Freundschaft des egoistischen Amir und seines Spielgefährten und Dieners Hassan, Angehöriger einer Minderheit und Amir gegenüber trotz ständiger kleiner Demütigungen loyal bis zur Selbstaufgabe. Zweites großes Thema ist eine konfliktträchtige Vater-Sohn-Beziehung: Die Freundschaft der Kinder wird überschattet von Amirs vergeblichem Kampf um die Achtung seines Vaters, der mit seinem sensiblen Sohn, der sich mehr für die Schriftstellerei als für Fußball interessiert, nicht viel anfangen kann. Es scheint sogar, als würde er Hassan dem eigenen Sohn innerlich vorziehen. Amirs verzweifelter Wunsch, sein Vater möge stolz auf ihn sein, endet darin, dass er den Freund in mehrfacher Hinsicht verrät. Hassan geht fort, doch Amirs Leben wird von Schuldgefühlen überschattet. Der Leser erfährt dies alles in einer Rückblende, die durch die gnadenlose Selbstreflexion des erwachsen gewordenen Ich-Erzählers ebenso fesselnd wie schwer zu ertragen ist. Der dritte Handlungsstrang schließlich beschäftigt sich mit dem Niedergang Afghanistans, erst durch den Einmarsch der Russen, dann durch die Machtergreifung der Taliban. Amir und sein Vater fliehen nach Amerika, und die Beziehung kehrt sich um: Während Amir seinen Weg geht, wird der stolze Vater zum hilflos Gestrandeten in einer Welt, an die er sich weder gewöhnen kann noch will. Eines Tages zwingt ein Anruf Amir, nach Afghanistan zurückzukehren. In einem dramatischen Finale laufen hier die Handlungsstränge zusammen: Amir wird mit dem dunklen Geheimnis seines Vaters konfrontiert und bekommt die Gelegenheit, seine eigene Schuld und die des Vaters zu sühnen. Gleichzeitig weiß Hosseini die Perspektive des in sein Land zurückkehrenden Amir zu nutzen, um dem Leser die Veränderung seines Heimatlandes in all seiner Grausamkeit deutlich zu machen. Ein anrührendes, ein wichtiges Buch mit einem verhaltenen Happy End. Während der Lektüre sind mir mehrfach die Tränen übers Gesicht gelaufen, dennoch gleitet Hosseinis packender Schreibstil nie ins Pathos ab. Khaled Hosseini ist genau das, was er seiner Hauptfigur andichtet: ein großer Erzäher. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
145 von 157 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ein phantastisches Buch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Drachenläufer (Taschenbuch)
Drachenläufer gehört für mich zu den Büchern des Jahres 2006. Das Buch hat mich so gepackt, das ich es fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Und wenn ich nicht drin gelesen habe, musste ich ständig dran denken. Ein tolles Buch über eine Freundchaft zweier Jungs in Afghanistan, die aus verschiedenen Gesellschaftsklassen kommen und wo einer der beiden zum Verräter wird. Jahre später bekommt der Verräter die Chance, seinen Fehler wieder gut zu machen. Das Buch spielt am Anfang 1975 und man erfährt so einiges über Afghanistan, was man vorher vielleicht nicht wusste. Der Einmarsch der Russen und später die Greueltaten der Taliban zeugen von einer traurigen Geschichte eines Landes, das für uns weit weg scheint und dessen Zustände auch heute noch traurig sind. Doch im Mittelpunkt steht die Geschichte der beiden Jungs, die zusammen Drachen steigen lassen, trotz unterschiedlicher Herkunft eine tolle Freundschaft haben und den Herausforderungen im Leben trotzen. Auch wenn sich ihre Wege trennen, denken sie oft aneinander und kommen doch nicht von ihrer Vergangenheit los. Oft auch sehr traurig, ist dieses Buch ein wahres Juwel an Literatur. Toll geschrieben und einzigartig. Einfach phantastisch!
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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grossartig!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Drachenläufer (Gebundene Ausgabe)
Es gibt wenige Bücher, deren Existenz das Leben bereichert, ja sogar zu verändern vermag.Dann wiederum gibt es diesen besonderen Bücher, von denen man sich wünscht alle guten Freunde wären im Besitz dieses Buches und könnten die Freude daran mit einem teilen. Bücher, die man aber andererseits nicht verleihen mag, weil allein der Gedanke, sich von gerade diesem Buch,wenn auch nur kurzfristig zu trennen, undenkbar ist. DER DRACHENLÄUFER ist für mich eines dieser ganz besonderen Bücher. Eine Entdeckung, ein wahrer Schatz. Die Geschichte beginnt in Kabul 1975. Amir, der Sohn eines betuchten und gesellschaftlich angesehenen Kaufmanns ist seit kleinauf eng befreundet mit dem Sohn des Dieners seines Vaters Hassan. Beide wurden von der gleichen Amme genährt, aber ansonsten trennen sie gesellschaftliche Gräben. In ihren frühen Jahren gelingt es den beiden Jungen sich darüber hinwegzusetzen. Bei dem traditionellen Drachenlauf verhilft Hassan Amir, der seinem Vater seine Stärke beweisen will, zum Sieg. Nach diesem Wettkampf jedoch verrät Amir von seinen >>Freunden<< unter Druck gesetzt, seine Freundschaft zu Hassan auf schreckliche Weise. Hassan und sein Vater ziehen daraus die Konsequenzen und ihre Wege trennen sich. Dieser Verrat an der Freundschaft, verändert das Leben beider. Amir, der voller Schuld ist, gelingt es nicht, sich innerlich von dem Freund lösen. Mit seinem Vater emigriert er nach den USA und versucht sich dort ein neues Leben aufzubauen. Aber die Vergangenheit holt ihn auch dort wieder ein. Er versucht sich von seiner schweren Schuld reinzuwaschen und wiedergutzumachen..... Mehr soll hier von der Handlung nicht verraten werden. Diese Buch behandelt nicht nur existenzielle Themen wie Schuld und Sühne, Freundschaft und Verrat, Loyalität überden Tod hinaus, Verzeihen und Wiedergutmachung, sondern spiegelt die verheerende Politik in Afghanistan der letzten 30 Jahre wider. Ich habe aus dem Buch aufgrund der persönlichen Betroffenheit z.b. weit mehr über die Schreckensherrschaft des Taliban erfahren, als mir das Sachbücher oder auch Nachrichten zu vermitteln mögen. Ein Buch aber auch, das zu Hoffnung Anlass gibt, das auch in schlimmen Zeiten das Gute in vielen Menschen zutage kommt und zu siegen vermag. Ein Buch, dass mich wohl noch lange beschäftigen wird, weil es mir so nahegegangen ist, ohne dabei in Klischees abzudriften. Gäbe es hier an dieser Stelle sechs Sterne zu verteilen, ich würde sie erstmals in Anspruch nehmen. Ich wünsche diesem Buch viele und vor allem auch jugendliche Leser! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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