Suuuuuper! Drachengeschichten liebe ich sehr und diese ist wirklich mal gelungen. Die Drachen sind hier nicht nur die Bösen und bringen den Menschen Unheil, sondern es wird auch ihre ursprüngliche, gute Seite gezeigt. Vielmehr wird mal wieder klar, wie böse der Mensch eigentlich ist.
Hört sich jetzt sehr ernst an und ist es auch. Klar, es ist ein Jugendbuch, aber die Lacher/Schmunzler halten sich in Grenzen. Das Schicksal der Andersartigen wird beschrieben, ihre Qualen, die sie auf sich nehmen, um "normal" zu werden, ihre Einsamkeit. Also ein immer aktuelles und ernstes Thema...
Trotzdem ist es der Autorin gelungen, eine abenteuerliche Geschichte zu schreiben und eine langanhaltende Spannung aufzubauen, die einen das Buch kaum weglegen lässt.
Die Icherzählerin Rosalind ist trotz ihres "Makels" und der verbundenen Einschränkungen eine äußerst sympathische und lebensfrohe Hauptfigur und wächst einem schnell ans Herz, ebenso wie der Drachenlord Foul, der in Rosalinds Leben eine besondere Rolle spielt. Seine vier Drachenkinder sorgen für die wenigen Lacher im Buch und runden die Story ab.
Trotz der angesprochen Ernsthaftigkeit und einiger recht grausamer Szenen, hatte ich unheimlich Spaß an dieser Lektüre. Das Buch kann ich nur uneingeschränkt empfehlen!