Raistlin und seine treuen Freunde haben den schwarzen Drachen mit Mühe besiegt und die begehrten Scheiben von Mishakal geborgen. Nun geht die Reise wieder Richtung Solace. Die ganze Stadt ist zerstört und von Drakoniern besetzt. Das einzige Gebäude, das noch Intakt ist, ist die Schänke. In dieser treffen die Helden auf Tika, eine Barmaid. Doch die Freude über kühles Bier währt nur kurz, denn alle Überlebenden des Angriffs werden zusammengetrieben und in Gitterkäfige gepfercht, um in den Sklavenminen zu arbeiten.
Raistlin und seine Begleiter werden gemeinsam mit dem Elfen Gilthanas und einem schrulligen, alten Magier namens Fizban eingesperrt.
Auf dem Weg in die Sklavenminen wird der Konvoi von Elfen überfallen, um alle Gefangenen zu befreien. Dabei stellt sich heraus, dass Gilthanas zu diesen Elfen gehört und nimmt die Freunde mit nach Qualinost, einer verborgenen Elfenstadt.
Tanis trifft dort auf Laurana, in die er einst verliebt war- sie hegt diese Gefühle immer noch. Doch es bleibt nicht viel Zeit, da sich auch die Elfen auf den bevorstehenden Krieg vorbereiten und aus Qualinost flüchten werden.
Die Gefährten machen sich also auf in Richtung Pax Tharkas, den Sklavenminen, um dort Lord Verminaard entgegenzutreten, der für die schrecklichen Geschehnisse in letzter Zeit verantwortlich sein soll.
Doch Verminaard hat mächtige Gefolgsmänner und Kreaturen in seinen Reihen, doch ist er die Wurzel des Bösen?
Der erste Band war ja schon spitze- dass der 2te den ersten noch toppen kann, hätte ich nicht gedacht. Gut, im ersten Band wird der Leser in die Geschichte eingeführt, was seine Zeit braucht. Diesen "Anlauf" hat man sich bei "Drachenjäger" gespart und legt gleich ereignisreich los. Man erfährt wieder ein wenig mahr über die verschiedenen Charaktere und lernt außerdem ein paar neue kennen. Dies lässt den Leser aber ein wenig den Überblick verlieren, da sich die Protagonisten nur so tummeln. (Verzichten möchte man aber auf keinen!)
Besonderes Augenmerk wurde in diesem Band auf Tanis gelegt, der viel von seiner Vergangenheit preisgibt und sich bezüglich seiner Liebe für eine Dame entscheiden muss.
Sturm und die anderen sind wie aus "Drachenzwielicht" gewohnt unberechenbar und Raistlin noch immer undurchsichtig und geheimnisvoll.
Es mischen sich auch wieder einige Fantasywesen in die Geschichte- besonders die kinderliebe Drachendame hat es mir angetan!
Alles in allem ein von der ersten bis zur letzten Seite spannendes Buch mit einigen Kampfszenen, selbstlosen Kämpfern, verrückten Zauberern und natürlich Drachen.
Endlich wieder ein "old-School-Fantasyepos", in dem ein Zwerg noch ein Zwerg ist.