Mir ist es wirklich ein Rätsel, wie Hohlbein es schafft, einen nach der Lektüre seiner Bücher immer so ernüchtert zurückbleibt und man nur ein schales Gefühl hat. Man fräst sich regelrecht durch die Seiten - spannend schreiben kann er ja wirklich - aber am Ende bleibt nichts davon übrig. Keine magische Stimmung, keine schönen Gedanken, kein "Wau, ich fang gleich noch mal von vorn an!" wie bei anderen Büchern, zum Beispiel Erdzauber von Patricia Mc Killip.
Zwar umfaßt dieses Buch einen reichen Bilderbogen der keltischen Mythologie, und auch die Beschreibungen sind bildreich und schön, aber vieles ist zu durchsichtig (zum Beispiel errät man sehr schnell, wer hinter dem schwarzen Druiden steckt), zudem strotzt die Handlung vor schwarzen (Logik)löchern. Und zum anderen hat dies für ein Jugendbuch zu viele Shakespearische Elemente - wer Hamlet kennt, weiß, was ich meine.
Ich hab schon vor einer Weile aufgehört, Hohlbein zu kaufen und zu lesen, und nur der sagenhafte Preis dieser Edition hat mich verlockt, ihm nochmals eine Chance zu geben. Leider wurde ich in meinen alten Vorurteilen bestätigt...