Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Drachen des Todes, 9. Juni 2008
Ohne viel Umschweife kommt es in diesem Krimi zum Mord an Ferdinand Huebner. Kriminalhauptkommissar Lasse Larsson, den man bereits in Die Jagd auf den Inselmörder liebgewonnen hat, stellt sein Team zusammen, welches man ebenfalls aus dem ersten Usedom-Krimi kennt. Neu hinzu kommt Monika Landris, eine Polizeiobermeisterin aus Heringsdorf.
Das ermittelnde Team stürzt sich umgehend in die Recherchen. Da Ferdinand Huebner in Singen zu Hause war, reist Lasse natürlich auch an den Bodensee, um dort in Huebners Umfeld Informationen einzuholen.
Ferdinand Huebner war kommissarischer Baudezernat. Sein vom Vater geerbtes Autohaus führte er in den Ruin, denn er war auch spielsüchtig und in vielen Casinos bekannt. Es gibt eine Verbindung zu einer Finanzservice GmbH und auch zur chinesischen Mafia. Und seine Frau geht auch noch fremd. Wo genau ist nun der Mörder Huebners zu suchen? Spuren legt George Tenner viele. Welche führt ans Ziel?
Von Anfang an ist man an das Buch gefesselt. Da die Suche nach dem Mörder in mehrere Richtungen führt und die Person Ferdinand Huebner von allen Seiten beleuchtet wird, saugt man jedes akribisch ermittelte Ergebnis in sich auf. Doch das Puzzel hat viele Teile und fügt sich nur langsam, aber stetig zusammen. Somit ist ständig dafür gesorgt, daß sich die Spannungsspirale dreht und der Leser nicht mehr vom Buch lassen kann.
Alle ausgelegten Fäden laufen zum Ende des Buches zusammen. Die Auflösung des Falles ist verblüffend. Lasse Larsson und sein Team haben mal wieder sehr gute Arbeit geleistet, auch wenn sie letztendlich den aufgeklärten Fall ans BKA abgeben müssen.
Der in diesem Buch beschriebene Fall ist sehr spannend und fesselnd. Doch wer George Tenner's andere Bücher kennt, weiß, daß sie sehr vielschichtig sind. So wird Lasse während der Ermittlungen auch noch von seiner Berliner Vergangenheit eingeholt. Vater und Sohn Arasücü tauchen in Heringsdorf auf und auf Lasse wird geschossen.
Einerseits sieht Lasse somit dem Tod ins Auge, doch auf der anderen Seite verliebt er sich in eine Kollegin. Auch diese Geschichte verfolgt man als Leser mit und ist gespannt, wie sie sich entwickeln wird.
In diesem Roman werden aber auch viele Themen angesprochen, die den Leser zum Nachdenken anregen. Es geht um die Chinesische Mafia, um Schutzgelderpressung, Menschen-, Drogen- und Zigarettenhandel. Es geht um Glücksspiel, Korruption im Amt, um Aktivitäten von Neonazis und vieles mehr. All diese Themen werden angesprochen, teilweise mit Ausschnitten aus Zeitungsartikeln belegt und gekonnt in den Roman mit eingebaut.
Besonderes Hauptaugenmerk hat der Autor in seinem Buch auf die Triaden gelegt, da sie von großer Bedeutung für den Kriminalfall sind. Von den Triaden gibt es in China ca. 5000, sie sind mit der Mafia vergleichbar sind. Die K14-Triade nimmt hierbei einen besonderen Stellenwert ein. Auch werden Machenschaften zwischen den Chinesen und den Vietnamesen offengelegt. Eine Textstelle fand ich diesbezüglich besonders interessant:
Bei Bandenkriegen konkurrierender Gangs der vietnamesischen Zigarettenmafia wurden beispielsweise Ende März 1995 fünf Vietnamesen in einem Wohnheim der Berliner Plattensiedlung Marzahn hingerichtet.
Marzahn - das ist bei mir gleich um die Ecke und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als mir damals diese Nachricht zu Ohren kam. Doch es gibt noch weitere ähnliche Nachrichten über tätsächliche Vorfälle aus Halle und Hamburg, die George Tenner in diesem Buch erwähnt.
Das Buch gibt jedoch nicht nur politische Denkanstöße. George Tenner läßt hier auch wieder sehr viel Persönliches einfließen. So hängt zum Beispiel bei Monika Landris in der Wohnung ein Gemälde des Dresdner Malers Helmut Schmidt-Kirstein, Tenners Vater. Lasse kocht auch für sich und seine neue Liebe, wobei bei der Beschreibung erkennbar ist, daß George Tenner selbst leidenschaftlich gern kocht, was er auch auf seiner Homepage www.george-tenner.de angibt. Dazu mal folgende Textpassage:
Larsson setzte das Sauerkraut auf und köchelte es zwanzig Minuten. Es war die Zeit, die die Kartoffeln brauchten, um weich zu werden. Er wusch die Fische, trocknete sie ab und würzte sie mit Pfeffer und Salz. Die Hautseite melierte er leicht. In der gusseisernen Pfanne briet er den Fisch langsam auf der Haut. Die Kartoffeln waren schnell gepellt und in einem kleinen Topf mit ein wenig Butter warm gestellt. Er goss die letzten Tropfen Wasser vom Kraut ab und zog das Drittel eines Stückes Butter darunter. Dann hob er vorsichtig die Schinkenwürfel unter das Kraut, das nun nicht mehr auf dem Feuer stand.
Na, da bekommt man doch Appetit, oder?
Nicht zuletzt sind auch die einzelnen Ortsbeschreibungen sehr gut gelungen. Egal, ob man sich nun auf Usedom, am Bodensee, in oder in der Nähe von Berlin befindet es sind alles Orte, die der Schriftsteller persönlich sehr gut kennt, was man beim Lesen auch bemerkt. Hierbei fand ich nun ganz besonders witzig, daß auch die Feinschmeckeretage des KaDeWe's erwähnt wird, durch welche Lasse mit seiner Liebsten zwei Stunden lang schlendert, denn hin und wieder darf ich dort arbeiten und somit kenne ich diese so genannte Fressmeile sehr gut. Doch auch wenn Lasse Larsson zum Nachdenken auf die Seebrücke in Heringsdorf geht, dann fühlt man sich regelrecht heimisch.
So vielschichtig und informationsreich dieser Krimi auch ist, man verliert nie den Faden und kann jedem einzelnen Handlungsstrang in diesem Buch folgen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und stets erfährt man etwas Neues, so daß man große Freude beim Lesen hat und regelrecht animiert ist, ständig weiterzulesen. Der Personenkreis bleibt überschaubar, man kann die einzelnen Verbindungen zwischen den Personen gut nachvollziehen. Schön fand ich, daß man Lasse und sein Team nun noch etwas besser kennengelernt hat. Da bleibt es nur zu hoffen, daß es weitere Morde auf Usedom geben wird, zu deren Aufklärung das Team um Lasse Larsson hinzugezogen wird...
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lasse Larssons 2. Fall, 3. August 2008
Lasse Larssons zweiter Fall holt ihn mitten in der Nacht aus der wettertrüben vorweihnachtlichen Stimmung. Er hat so gar keine Lust aufzustehen, als sein Telefon gegen zwei Uhr morgens - noch dazu am Wochenende - klingelt und er sich zu einem Platz in Heringsdorf begeben soll, an dem kurz zuvor ein Toter aufgefunden wurde.
Wer ist der Tote ? Das ist recht schnell geklärt, wenn auch das Puzzle der Hintergründe sich erst nach und nach zusammensetzen lässt. Ebenso bedarf es einiger Ermittlungen, die eigentliche Todesursache festzustellen. War es ein Unfall, Selbstmord oder gar Mord ?
Paul Maier, der Kriminaltechniker, hat wie immer einen seiner geliebten Sprüche auf der Zunge, die einen selbst - dank der Ironie - meist zum Schmunzeln anregen. Lasse Larsson fühlt sich von diesen aber eher genervt, hätte viel lieber eine sofortige Antwort auf seine vielen Fragen.
Und da ist auch gleich am Anfang die hübsche und intelligente weibliche Verstärkung in Lasse Larssons Team, die nicht nur die (sehnsüchtigen) Blicke Lasses auf sich zieht. Und diese holde Weiblichkeit weiß ziemlich genau, was sie will, auch in Bezug auf Lasse. Aber lässt sich ein Lasse Larsson so einfach erobern und festnageln ?
Bald tauchen viele Personen unterschiedlicher Herkunft und Bedeutung auf und man wäre gut beraten, sich selbst eine für Lasse Larsson unentbehrliche WingDings-Übersicht zu schaffen. Und als dann noch auf Lasse geschossen wird, stellen sich immer neue Fragen. Will man ihn von der Lösung seines neuen Falls abhalten ? Gibt es eine Verbindung zu seinem ersten Fall ? Oder holt ihn gar seine Berliner Vergangenheit wieder ein ?
Und welche Rolle spielen die Personen asiatischer Herkunft ? Gibt es tatsächlich eine besondere Bedeutung für rote Gladiolen ? Und was verbirgt sich hinter den geheimnisvollen Triaden ? Ist es die Spielsucht des Ferdinand Huebner, die dem Krimi überhaupt den entscheidenden Impuls gibt ? Und was steckt mehr als ein halbes Jahr nach der Aufklärung der Todesumstände des Ferdinand Huebner hinter einem erneuten Todesfall ?
Man erwartet auch vom 2. Usedom-Krimi Tiefgründigkeit und Genauigkeit und kann gewiss sein, dies zu erfahren. Aufwendig recherchierte Informationen versprechen neben kriminalistischer Spannung, gelebter Menschlichkeit auch so einiges an Bildung. Geschickt versteht es George Tenner, Kriminalgeschichte und eine enorme Menge an Sachkenntnissen zu verbinden und fordert den Leser auch im 2. Usedom-Krimi nicht gerade wenig. Faszination und Warnung liegen oft ganz dicht beieinander.
Und es wird wieder einmal mehr lecker gekocht. Es lohnt sich ganz sicher, nach der Lektüre den Kochlöffel zu schwingen und das feine Mahl selbst einmal anzurichten und zu genießen.
Alles in allem ein toller Krimi, wenngleich ich den ersten Fall in punkto Spannung und Dramaturgie noch intensiver empfand. Vielleicht deshalb, weil die Geschichte, die Opfer unmittelbarer am Leben der "ganz normalen" Menschen dran waren. In jedem Falle ist der 2. Usedom-Krimi unbedingt lesens- und empfehlenswert und für mich persönlich eine Bereicherung meiner eigenen Büchersammlung.
Und so freu ich mich schon jetzt auf Lasse Larssons dritten Fall, denn wie ich außerdem bereits vom Autor erfuhr, wird dieser nicht weniger interessant und knifflig sein. Danke Herr Tenner !
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5.0 von 5 Sternen
Lasse Larssons zweiter Fall, 11. Juli 2009
George Tenner - es ist nicht mein erstes Buch aus seiner Feder. Lies man einmal einen seiner Krimis, dann kommt man von diesem Autor nicht mehr los.
Lasse Laarsson ist der Kriminalhauptkommissar, der in seinen Usedom-Krimis immer wieder mitspielt.
Heute möchte ich euch "Den Drachen des Todes vorstellen.
Es handelt sich um den zweiten Fall von Larsson.
Inhalt und Gliederung: (meine Meinung)
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Ferdinand Huebner wird ermordet, ein Mord gehört ja meist zu einem Krimi, aber Tenners Krimis sind mehr wie Mordermittlung. Es geht um so viele Intrtiegen, Machtspielchen, Korruption, aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Eine gesunde Mischung, die seine Bücher, und so auch meine heute vorgestellter Roman so lesenswert machen.
2002 steigt man im Prolog in die Handlung ein, die in Heringsdorf auf Usedom spielt. Es ist Dezember.
Der Tote stammt vom Bodensee und so gehen die Ermittlungen auch dort hin.
Tenner schreibt, wie man das kennt von ihm, sehr gut recherchiert, der Leser kann sich top in die Handlungsorte, -szenen und -charaktere hineinversetzten. Sofort wird es von Beginn an spannend und durch den extravaganten Spannungsbogen wird die Spannung nicht nur über das gesamte Buch gehalten, sodnern immer wieder ausgebaut. Der leser ist in die Ermittlungen involviert und rätselt mit, wer wohl der oder die Mörder sein könnten. Es geht um zahlreiche Verstrickungen, die die Handlung immer verworrener und spannender machen. Sogar bis hin zu asiatischen Organisationen reicht das Feld, welches Tenner in seinem Fall auffährt. Die Charaktere seiner handelnden Figuren werden aufs Feinste charakterisiert in ihren positiven und negativen Seiten, Auch Larsson wird wieder für den Leser ein wenig mehr ersichtlich und man möchte natürlich unbedingt wissen, wie es mit ihm weitergeht, mit seiner neuen Kollegin usw. usw. ...
Wie ein Spinnennetz ziehen sich jede Menge interessanter Fäden um den Fall und Lassee Larsson als Ermittler ist mittendrin, auch seine privaten Angelegenheit werden zur Auflockerung mit einbezogen und der Fall ist so wirr, aber auch wieder total genial durchdacht, dass man als Leser an das Buch gefesselt ist.
Es fehlt nicht die wörtliche Rede, auch die erklärenden und bildhaften Adjektive sind vorhanden, sodass man sich die Personen, Handlungen und Orte sowohl auf Usedom, als auch am Bodensee sehr gut vor Augen führen kann.
23 Kapitel umfasst das Buch. Es ist meiner Meinung nach ein idealer Urlaubsbegleiter aber auch für gemütliche Winterabende am Kamin ideal geeignet.
Der Mann fällt aus dem dritten Stock, aber ist das die Todesursache? Tenner hat hier mal wieder einen super interessanten Fall inszeniert. Ich bin begeistert. Vorallem, weil es nicht "nur" dieser Mord ist, der geklärt werden muss, sondern, weil auch so viele Intrigen und Handlungsstränge sich darum ranken, wie z. B. mehrere Verdächtige, die im Lauf der Handlung auftauchen, es bleibt auch nicht nur bei einer Leiche ...
Mehr möchte ich zur Handlung nicht verraten, das Buch ist äußerst lesenswert und Krimifans kommen daran wohl nicht vorbei.
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