so oder so ähnlich könnte das Urmel aus der Augsburger Puppenkiste, der wohl populärste deutsche Drache, vor sich hinschwätzen. Das grüne, vorlaute und so herrlich unangepasste Wesen ist eine Erfindung von Max Kruse im 20. Jahrhundert, das durch den Wortbestand "Ur" auf die Urzeit der Saurier hinweist und ... in diesem Buch gar nicht vorkommt. Denn hier geht es nicht um die nahe Gegenwart, sondern um die ferne Vergangenheit. Drachen gab es schon lange vor dem Urmel: Weltweit, in den Mythen vieler Völker.
Dr. Karl Shuker, ein graduierter Zoologie und begeisterter Anhänger phantastischer Tierformen, stellt in fünf Kapiteln die verschiedensten Drachenexemplare mittels Text und Bild vor:
1. Schlangendrachen
2. Halbdrachen
3. klassische Drachen
4. fliegende Drachen
5. neue Drachen
Erwähnt werden beispielsweise die nordische Midgardschlange, der biblische Leviathan, die Sirrush von Babylon, Herkules Kampf mit der Hydra, Fafnir aus der Siegfriedsage, Quetzalcoatl, ein mexikanischer Schlangengott, der christliche Drachenkämpfer St. Georg, giftige Basilisken sowie glücksverheißende chinesische und japanische Drachen.
Fazit: ein Buch zum Schmökern für lange Winterabende mit vielen bunten Bildern und informativem Text!