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Produktinformation
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Nachdem man dieses Buch gelesen hat, versteht man, was Einstein damit meinte. Wenn man versuchen will die Welt zu verstehen, dann führt nichts an der Wissenschaft vorbei. Sie stellt Theorien auf, belohnt aber gleichzeitig die Mühen derjenigen, die versuchen diese Theorien zu wiederlegen (dafür hat ja auch Einstein seinen Nobelpreis bekommen). Nur dadurch, das falsche Theorien wiederlegt werden, kann man sich der Wirklichkeit annähern. Dabei darf natürlich den eigene Vorurteile und Wünschen kein Platz eingeräumt werden. (Im Gegensatz zu Dogmatischen Glaubensystemen, die Immun sind gegen Kritik)
Carl Sagan (der Autor) glaubt an die Existenz außerirdischen Lebens. Er unterzieht jedoch die angeblichen Beweise für außerirdische Besuche auf der Erde einer kritischen Prüfung. Er hätte sich gefreut, wenn es wirklich handfeste Beweise geben würde, aber die vorhandenen (werden diskutiert) halten leider keiner Prüfung statt und sind zumeist auch widersprüchlich (teilweise sogar in sich selbst).
Folgt aus dem Vorhandensein von gefälschten oder unbewusst manipulierten oder fehlgedeuteten „Beweisen", die Existenz von Ausserirdischen (auf der Erde)? Nein!
Folgt aus dem nicht-Vorhandensein von richtigen Beweisen die nicht-Existenz von Ausserirdischen? Nein!
Das heißt natürlich nicht, dass man alles Glauben darf, was einem erzählt wird (z.B. das ein „Drache in meiner Garage" wohnt). Und dafür ist die Wissenschaft da. Man muss über Sachen staunen können, darf dabei aber nie das kritische Denken vergessen, wenn man die Wirklichkeit verstehen will.
Sagan schreibt auch über die (amerikanischen) Skeptiker (CSICOP), die Parawissenschaften untersuchen und deren Ansichten denen Sagan stark ähneln. Das deutsche Pendant ist die GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung der Parawissenschaften). Einfach mal GWUP in eine Suchmaschiene eingeben.
Aber es werden auf den über 500 Seiten natürlich noch viele weitere Themen behandelt...
Carl Sagan rechnet ab mit der Pseudowissenschaft und denen, die Gewinne damit machen, und er plädiert leidenschaftlich für die wissenschaftliche Methode. Dies tut er auf die unterhaltsamste Weise, indem er auch sehr persönliche Erfahrungen in den Text einfließen läßt. Dabei kann Sagan recht drastisch werden und insbesondere den UFO-Gläubigen tüchtig an den Karren fahren (er bringt eine Reihe von schreiend komischen bis erschreckend dummen Leserbriefen und Statements, die er von UFO-Anhängern auf seine Zeitungsartikel bekam), aber er darf das; denn er argumentiert stets sauber und nie unfair. Zudem hat Sagan bei SETI gearbeitet, dem offiziellen US-Forschungsinstitut für extraterrestrische Intelligenz. Wer könnte also besser unterscheiden zwischen Möglichem und Unmöglichen als er?
Der Autor erläutert die wissenschaftliche Methodik unterhaltsam und leicht nachvollziehbar am Beispiel des Drachen in der Garage. Er führt Argument und Gegenargument fein säuberlich auf und entlarvt die Tricks und prychologischen Fallen, die teilweise bewußt, teilweise unbewußt,angewandt werden, um an irrigen Theorien festzulten. Natürlich ist es schade, daß dabei allerhand Feen, Geister, Hexen und Außerirdische sowie andere lieb und teuer gewordene Phantasiefiguren, Wunder und parapsychologische Erscheinungen auf der Strecke bleiben, doch Sagan hat dem Leser etwas viel Besseres anzubieten: nämlich das Staunen über das Universum und dessen unerschöpflichen Fülle, den Einfallsreichtum der Natur sowie die Begeisterung, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse hervorrufen können.
Carl Sagan setzt sich in seinem Buch dafür ein, daß Kinder und Jugendliche frühzeitig an die Wissenschaft herangeführt werden sollen und beklagt den schlechten Ausbildungsstand der amerikanischen High-Schools. Eines seiner Kapitel liest sich wie die Prophezeihung der letzten PISA-Studie in Deutschland.
Das Buch ist topaktuell trotz seines für Wissenschaftsbücher hohen Alters (es wurde vor 1996 geschrieben) und stellt eine Art Vermächtnis des Autors dar, der Ende 1996 verstarb.
Überhaupt hat dieses Buch entscheidend dazu beigetragen, dass ich zum Sagan-Fan wurde. Nach den Werken "Blauer Punkt im All", der englischen Originalausgabe von "Cosmos" sowie der Filmversion von "Contact" konnte mich auch dieser inzwischen 4. Sagan-Titel vollends überzeugen.
Sehr nützlich sind auch die vielen Argumente die dieses Buch liefert, um in Diskussionen gegen Pseudowissenschaftler, religiöse Fundis und ähnliches Pack bestehen zu können.
Unbedingt kaufen, gerade auch jene, die von der Wissenschaftt (noch) nicht so viel halten!
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