A1-Produkte stehen i.d.R. am oberen Ende der Qualitätsskala. Das gilt auch für den Preis.
Ich verwende diese Politur überwiegend für ABS-Hochglanz-Flächen, nachdem andere Polituren die groben Kratzer entfernt haben, um den letzten Schliff zu erhalten.
Der Materialabtrag ist gut und sanft. Die Polierpaste trocknet aber schnell aus, ich gebe daher regelmäßig nach ca. 30-45 Sekunden noch 1 paaar tropfen A1-Nanowachs hinzu als Schmierung um die Wirkung zu verlängern und zu verbessern. Das funktionniert bestens.
Durch die Zugabe läßt sich die Wirkung gut steuern und erlaubt einen lückenlosen Übergang zwischen letzten Poliergang und Wachsgang.
Die Besten Ergebnisse lassen sich mit sehr weichen Kosmetikwatte oder Mikrofaser-Tücher erzielen.
Mit entsprechend viel Geduld kann man ABS-Kunsstoffe einen "Klavierlack-Look" verpassen.
Nano Kratzer Polish enthält offensichtlich kein Fett, hinterläßt also keinen Schmierfilm, von der Sorte, die sich praktisch nie entfernen lassen, egal wie lange man mit dem Tuch kreist.
Die Ergebnisse auf Motorrad-Windschutzsscheiben, Visiere, DVDs, Displays etc sind beachtlich gut, wenn man sich die Mühe macht, sehr sorgsam, also zuletzt mit eine sorgfältige Balance zwischen Druck und schmierung, und sehr lange zu arbeiten.
Gerade bei dunklen Oberflächen und Acryl werden die sehr ärgerlichen Mikrokratzer weitgehend wegpoliert.
Es ist mir aber noch nicht gelungen, die Halo-Effekte vollständig zu meistern: Wenn ich aber im praller Sonnenlicht ganz nah und genau hinschaue, tauchen immer wieder welche auf, egal wie sanft ich nachpoliere. Daher habe ich mich gefragt ob es ein Mikro Polish oder wirklich ein Nano Polish ist oder was ich da verkehrt mache.
Auf Metall kann man "Kratzer Polish" vergessen, die Wirkung ist zu gering. Da ist Autosol-Edelstahl m.E. unübertroffen.
Ich finde die Paste für weiche Materialien gut bis sehr gut, sie gehört zu meine Lieblingsprodukte und ich möchte sie nicht mehr vermissen, aber die ultimative Lösung ist sie m.E. noch nicht und der Preis ist völlig unangemessen: 50 ml sind schnell verbraucht und das Zeug ist so teuer wie ein Luxus-Parfum.
Daher nur 4 Sternen.
Zusatz vom 13. März 2012
Ich habe gestern die zerkratzen Kunststoff-Objektivkappen eines teueren Nikon-Fernglases poliert:
Nach dem Hauptgang mit einer groberen Politur habe ich rd. 7-8 Stunden an beide Teile mit A1 Nano Kratzer-Polish manuell und sehr intensiv poliert.
Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, sie sehen wie neu aus.
Natürlich sind 7-8 Stunden eine Menge Zeit, aber ich habe dabei 4 Abend- bzw. Nachtfilme am TV angeschaut, das machte die Sache erträglich.
Damit wird deutlich, dass die Politur hinsichtlich Materialabtrag nicht sehr wirksam ist. Schnelle Ergebnisse gibt es damit nicht, dafür aber sind alle feinen Kratzer schließlich weg und der Hochglanz ist wieder da.
Zwischendurch habe ich die Teile mit flüssigseife gereinigt und wieder von vorn angefangen. Es ist also sehr, sehr viel Geduld notwendig.
Eine wirkungsvollere Methode habe ich bewußt nicht angewandt, das Material war zu weich und extrem empfindlich und ich wollte es auf keinen Fall ruinieren.