I Pralinen
Ich habe noch nie Pralinen gemacht und keinen Kurs besucht. Ich hatte auch keine Lust, mich in die Materie einzulesen. Ich wollte einfach nur Spaß haben und meiner Mutter zum Advent einen selbst gefüllten Adventskalender schenken. Dementsprechend bin ich einfach mal spontan an die Pralienherstellung gegangen.
1. Kuvertüre und Füllung: Ich hatte keine Lust, mich an ein Rezept zu halten. Eine Freundin, die selber Pralinen macht meinte "Nimm, was die schmeckt". Ich kaufte also weiße, hellbraune und dunkelbraune Kuvertüre, Rosenwasser, Nougat, Marzipan, Haselnusskrokant, Cranberries und Rumrosinen.
2. Deko: Die Form weist Vertiefungen auf, die sich schön mit andersfarbiger Schokolade füllen lassen, nur wie bekommt man diese in die Ornamente hinein? Pinsel und Löffel funktionierten nicht, aber mit einem Holzstäbchen bekam man sie recht sauber ausgefüllt.
3. Auffüllen mit Kuvertüre: Ich wollte möglichst wenig Schokoladenverlust und Sauerei. Ich wollte des Weiteren keine extra Gefäße zum Schokoladenschmelzen. Gefrierbeutel sind für einen Temperaturbereich von -40°C - 115°C zugelassen (auch wenn sie -80°C ganz wunderbar überstehen). Ich zerkleinerte die Kuvertüre also, gab jede Farbe in einen separaten Gefrierbeutel und hängte die jeweils benötigte Schokoladensorte ins Wasserbad. Der große Vorteil dieser Methode: braucht man nur wenig von der geschmolzenen Schokolade, verbleibt der Rest sauber im Gefrierbeutel und kann wiederverwendet werden, braucht man alles, schneidet man einfach eine der Ecken ab und kann den Gefrierbeutel wie eine Spritztüte verwenden. Ich habe mich für 2-3 Schichten + kreative Spontanfüllungen entschieden.
4. Herausnehmen: Hier zeigt sich, dass die Ornamente und die teils recht verzweigten Formen eine echte Herausforderung sind. Die Formen lassen sich zwar komplett umstülpen (siehe Bild), schafft man das aber nicht gleichmäßig, brechen schon mal Teile ab und bleiben innen kleben. Für Anfänger sind diese Formen, so schön sie auch sein mögen zu verzweigt und ornamentreich, da sollte man mit einfacheren Formen beginnen.
II Eiswürfel
Silikonformen sind auch dazu geeignet, dass man sie einfriert. Man kann diese Pralinenformen daher auch für Weihnachtliche Eiswürfel verwenden. Hierbei erweist sich die doch eher schwabbelige Konsistenz als echte Herausforderung, will man kein Wasser verschütten.
III Backform
Prinzipiell kann man Silikonformen auch nutzen, um darin zu backen. Man könnte sie also mit Teig füllen und Minigebäck herstellen. Ich bin jedoch altmodisch und konnte mich noch nicht mit dem Gedanken an Silikonbackformen anfreunden und traue der Geschichte noch nicht so wirklich. Prinzipiell wäre es aber möglich, sie mit Plätzchenteig zu füllen, oder mit Spritzgebäck, und dann den Adventskalender damit zu füllen:
Feine Kuchenpralinen: Süße Backideen für kleine GugelhupfeFazit:
Gute Form für erfahrene Pralinenhersteller, für Anfänger etwas zu detailreich, aber man bekommt auch als Anfänger halbwegs ansehnliche Ergebnisse.
Nachteilig finde ich die Farbe der Form. Ja, Schokolade ist braun und genau deswegen sollte die Form eine andere Farbe haben wie hellgrün, pink oder hellblau, damit man sieht, ob sie sauber ist, oder nicht. Bei brauner Schokolader in brauner Form ist Sauberkeit fast Glückssache, besonders bei diesen doch sehr verzweigten und detailreichen Formen.
Gibt es auch gleich mit passendem Adventskalender:
Dr. Oetker 2194 Adventskalender-Set