Pressestimmen
Fangen wir mit dem Autor an. Norbert Jacques, gebürtiger Luxemburger, der zum Verdruß seiner Landsleute sehr deutschnational gefühlt hat und in unserem kleinen Nachbarland bis heute als persona non grata firmiert. Jacques war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Vielschreiber und Fließbandschriftsteller, der ein sehr abenteuerliches und bewegtes Leben geführt hat und so gut wie alles geschrieben hat, sehr oft an der Grenze zum Reißerischen und zur Kolportage. Geblieben sind eigentlich nur seine beiden größten literarischen Erfolge zu Lebzeiten, die beiden Mabuse-Romane, die auch wenn man das so sagen kann allerfeinste, krachende Kolportage sind aber ich muß wirklich sagen, Kolportage, die einem in vielerlei Hinsicht den Atem verschlägt und so was wie Respekt abnötigt. Ich habe lange nicht mit solcher Spannung zugehört und war durch die Handlung so in den Bann geschlagen wie bei der Hör-Lektüre dieser Lesung. (Jörg Sobiella, im MDR, Figaro Hörbuch-Magazin am 3.5.11)
Kurzbeschreibung
Von seinem getreuen Agenten Spoerri gerettet, lebt Dr. Mabuse, geistesgestört und nicht lebensbewusst, in der Privatklinik des Psychiaters Dr. Born in Berlin. Der lebendige Leichnam erlebt hier seine Wiedererweckung, gibt nun erneut Anleitungen zur Ausführung von Verbrechen. In seinem Namen geht die Herrschaft des Verbrechens weiter! Das Hörbuch erscheint in der Reihe Filme zum Hören. Der Wert der filmischen Adaption des Stoffes von Norbert Jacques, Dr. Mabuses letztes Spiel, ist nicht zu überschätzen. Etliche Szenen des Films Das Testament des Dr. Mabuse (1933) wurden zu Marksteinen des Action- und des Horrorfilms. Der Film war auch das letzte gemeinsame (Film-)Projekt der Arbeits- und Lebensgemeinschaft von Fritz Lang und Thea von Harbou. Die filmische Geschichte der psychopathologischen Herrschaft des Verbrechens verboten die Nazis.