Einen Pionier sollte man dieses Spiel bezeichnen, den seit der DS begonnen hat, Spiele wie dieses herauszubringen, existieren nun dutzende solche Spiele von den Herstellern. Aber ist nun Dr.Kawashima auch tatsächlich die beste Umsetzung eines DS-Denkspiels?
Hintergrund:
Laut der Anleitung wurde das Spiel ja angeblich von irgendwelchen Hirnforschern (Dr. Kawashima existiert wirklich, falls das unbekannt ist) entwickelt, muss also tatsächlich hilfreich sein. Laut dem Spiel nimmt die Leistungsfähigkeit des Gehirns ab dem 20. Lebensjahr stark ab und davor nicht. Weil aus dem Grund das beste zu erzielende Ergebnis beim Gehirn-Alters-Test (siehe tägliche Werbung) 20 Jahre ist, ist das Spiel für Jugendliche manchmal ein wenig in Frage zu stellen, ob sich der Aufwand des Gehirn-Joggings tatsächlich lohnt. Für die ältere Generation stellt das durchaus eine Herausforderung dar, da man sich wirklich von Tag zu Tag verbessert und nach längerem Nicht-Spielen wieder ein wenig nachlässt und so anscheinend die gehrinzellen fürs tägliche Leben anregt.
Spaß:
Damit es nicht zum einen um pures Drillen der Gehirnhälften geht und zum anderen auch Jugendliche, denen der Alterstest zu dumm ist, angeregt werden, müsste das piel wenigstens einen gewissen Spaßfaktor haben. Neben dem sympathischen Kawashima-Kopf, der einen durch das gesamte Spiel führt, und immer wieder mit lustigen Kommentaren Stimmung macht, gibt es noch 100 verschiedene Sudoku-Rätsel in 4 Schwierigkeitsstufen zu lösen. Hier profitiert das Spiel auf alle Fälle von der Seithaltung des DS, der zweckmäßigen und dadurch passenden Grafik und der hier simplen Steuerung, sodass dieser Modus einen auf alle Fälle beschäftigen kann und allemal mindestens so gut wie jedes andere Sudoku-Spiel ist, in dem keine Gehirnübungen enthalten sind. Ansonsten kann man an die einzelnen Übungen natürlich auch ein wenig lockerer rangehen. Der Multiplayer, der hier auch kurz zu erwähnen ist, bringt nicht wirklich soo viel Multiplayerspaß mit sich, sondern ist nur ein nettes Beiwerk, da nur das vorhandene um die Wette gespielt wird (oder so in der Art). Und das Rüberladen einer Demo-Version ist völlig unlogisch, da man die Spiele verschenken, leihen (usw.) kann. Wer wirklich etwas will, was Spaß bringt, sollte sich "Big Brain Academy" kaufen. Auch für Highscore-Freaks ist das Spiel nicht unbedingt zu empfehlen, obwohl das bei mir manchmal doch eine Anregung war.
Technisches:
Während die zweckmäßige Grafik mit der schwarzen Schrift auf weißen Hintergrund nahezu perfekt passend wirkt, ist auch der Kwashima-Kopf und dessen Animationen passend und witzig. Die Töne sind beruhigend, bewusst das Gegenteil von nervtötend und während den Übungen nur auf die Korrekt- und Falsch-Laute beschränkt. Die angesprochene Seithaltung des DS und die Steuerung per Tochscreen ist perfekt ausgewählt. Die Seithaltung beim DS lite, der das DS-Prinzip groß gemacht hat, ist hier sehr viel einfacher als die des alten DS, da man bei diesem beim "Aufklappen" nicht 2 auf der gleichen Höhe liegende Bildschrime hat, da der Touchscreen ein wenig unter dem Topscreen liegt, was eigtl. kein großes Problem darstellt. Das unvermeintliche Problem ist da schon eher das größere Gewicht des alten Modells, das das Halten des DS mit einer Hand ein wenig erschwert, aber da der Großteil eh den lite besitzt und das auch nur ein leichter Nachteil ist, macht das auch nichts. Aber mit dem neuen Modell hat man wirklich perfekten Komfort beim Spielen und Gehrin-Tranieren. Der wichtigste Punkt hier ist auch die Schrifterkennung, die zwar annehmbar ist und durch eine beiligende Anleitung, die zeigt, wie die Buchstaben geschrieben werden sollen einfacher gemacht wird, aber auch nicht immer gleich so reagiert, wie man sich das gewünscht und gedacht hätte. Praktisch wäre hier eine Art Schriftspeicherung, bei der die eigene Handschrift gespeichert wird, was man bei einem anderen Spiel schon getan hat. Die Spracherkennung des Mikrofons führt ebenfalls hin und wieder ein Eigenleben, funktioniert aber auch recht gut, zumal man sich hier, nicht wie bei anderen Spielen, nicht nur aufs Pusten beschränkt hat, sondern ganze Wörter ins Mikrofan gesprochen werden müssen.
Die Übungen:
Insgesamt gibt es 9 Tagesübungen, bei denen immer das erste Ergebnis, das man am jeweiligen tag erzielt hat, gespeichert wird. Im sog. Alterstest kommen 3 Übungen, die aus 6 verschiedenen (davon 5 neue) zufällig bzw. immer ausgewählt werden. Das Ergebnis des Alterstest wird ebenfalls nur einmal am tag (logischerweise wieder beim ersten mal) gespeichert.
Zu den einzelnen Übungen:
bei den einzlnen Übungen gibt es Rechnen 20 (man muss 20 einfache Rechnungen so schnell wie möglich lösen und aufschreiben: witzig zu sehen, wie schnell man es schafft, nervig, wenn die Schrift bei der 20. Aufgabe nicht erkannt wird, obwohl man doch soo guuut war), Rechnen 100 (dasselbe Prinzip, nur 100 Rechnungen; Stufe "schwer" freispielbar mit etwas schwereren Aufgaben), Laut rechnen (wieder dasselbe, nur mit Mikro: toll, da das Aufsagen einfach mehr Spaß bringt), Magisches Dreieck (Zahl 1 & Zahl 2 und Zahl 2 und Zahl 3 jeweils Multiplizieren oder Dividieren, dann das jewelige Ergebnis ebenfalls Multiplizieren oder Dividieren: kann einen verrückt machen, ist aber interessant), Zeit (Bei zwei abgebildeten Uhren den Zeitunterschied hinschreiben: Treibt einen zur Weißglut, macht aber Spaß), Lesen (langen klassischen Text so schnell wie möglich laut und deutlich vorlesen udn ERST DANN auf "umblättern" klicken, dass ganze bis zum Ende und so schnell wie möglich, Schummeln ist hier leider möglich: macht einfach irgendwie wenig Spaß, da liest man lieber ein Buch oder ähnliches, schön sind aber die verschiedenen Texte, die man täglich zu Gesicht bekommt), Silben (In einem kurzen bis langen Satz die Silben zählen: macht Spaß, dumm nur dann, wenn die 10 Finger ienfach mal wieder zu wenig sind, und man aus versehen 11 statt 16 hinschreibt weil man sich vertan hat^^), haus (in ein Haus laufen Leute hinein und hinaus, die man zählen muss, bis am Ende 0-9 Menschen in dem Haus sind, die man dann mitgezählt haben muss, das ganze passiert 5 mal, sodass 5 das beste zu erzielende Ergebnis ist; da das bald keine Herausforderung mehr ist, ist die Stufe "schwer" freispielbar: macht unglaublich viel Spaß, ist auf "schwer" aber WIRKLICH sehr, sehr schwer), Merken (Zahlen an bestimmten Stellen auf dem Bildschrim merken, welche kurz gezeigt werden, dann die Stelle mit der niedrigsten Zahl berühren und das nacheinander bis zur höchsten tun; auch hier "schwer" freispielbar: auch spaßig, dient aber wirklich auch dem Gehirn zum Merken!). Die 5 weiteren Übungen des Alterestests sind ähnlich. Hier gibt es: (Nicht die echten Namen) So-viele-Begriffe-wie-möglich-merken, Schriftfarbe-von-Wörtern
-die-zur-Erschwerung-ebenfalls-Farben-sind-ins-Mikro-sprechen und ähnliches. Ebenfalls sehr spaßig und herausfordernd, was man auch allgemein über alle Übungen sagen kann.
Abschließende Worte:
Nintendo hat es wieder mal geschafft. Warum vorher noch nie irgendwer auf die Idee kam, auch andere Zielgruppen anzusprechen ist eine Frage für sich.