Der wohl liebenswerteste, genialste Misanthrop in der gesamten Fernsehlandschaft ist zurück und geht in seine mittlerweile vierte Staffel. Was ist zu dieser zu sagen?
Nun, nach den drei vorangegangenen, großartigen und mit Preisen überhäuften Staffeln bringen die neuen Folgen nun einige Veränderungen mit sich, doch das Wesentliche bleibt erhalten: Skurrile und außergewöhnliche Krankheitsfälle, House' eigenwilliger Charakter und sein Sinn für Humor, aufbrechende Konflikte sowie großartige Drehbucheinfälle. Neu dagegen ist dagegen der Umstand, dass House am Ende der letzten Staffel sein unentbehrliches Team teil vergrault, teils gefeuert hat und somit zu Beginn der Staffel ganz alleine dasteht, was für eine völlig neue Ausgangssituation sorgt und keinen bloßen Übergang von Staffel drei zu Staffel vier ermöglichst. House entfaltet nur im Team seine Genialität, folglich muss ein neues Team her, was mittels eines Auswahlverfahrens geschieht, das einen Großteil der Staffel in Anspruch nimmt und zwar sehr unterhaltsam ist, dem meiner Meinung nach aber ein wenig Straffung nicht geschadet hätte. Dennoch sorgt dies für einige erinnerungswürdige, oft witzige Momente und bringt einige interessante Charaktere in die Sendung. Und Cameron, Chase und vor allem Foreman werden nicht von der Bildfläche verschwinden, sondern bleiben (wie natürlich auch Cuddy und Wilson) weiterhin fester Bestandteil der Sendung. Des Weiteren ist diese Staffel leider wegen des Autorenstreiks mit 16 Folgen die bisher kürzeste, was jedoch nicht groß stört, da die vorhandenen Folgen den bisherigen eigentlich in Nichts nachstehen und sich bislang keine Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen. Besonders erwähnenswert sind meiner Meinung nach die elfte Folge, "Frozen", in der House per Web-Cam einer attraktiven, sich am Nordpol befindenden Medizinerin eine Ferndiagnose stellen muss, um deren Leben zu retten, sowie vor allem das großartige, zweiteilige Staffelfinale ("House's Head"/"Wilson's Heart"). Das sind die vielleicht bisher besten zwei Folgen, die House jemals hatte. Absolutes Kino-Niveau, großartig. Allein für diese beiden Folgen lohnt sich die Anschaffung dieser Staffel.
Die 5 DVDs kommen in guter Bildqualität daher und bietet die Original-Tonspur in Dolby Digital 5.1 sowie die deutsche Synchronisation in Dolby Digital 2.0, was den Genuss jedoch nicht mindert.
Alles in Allem ist diese Staffel für Fans und solche, die es werden wollen, wieder ein Muss. Bleibt zu hoffen, dass House diese hohe Qualität auch in der fünften Staffel halten kann.