"Dr. House" geht bereits ins dritte Dienstjahr, und wird tatsächlich
immer besser.
Von Staffel zu Staffel schaffen es die Drehbuchautoren die Serie noch
interessanter und intelligenter für den Zuschauer zu machen.
Gut, im großen und ganzen bleibt alles beim Alten,
sensationelle und meist einzigartige Krankheiten werden von Dr. House
und Team diagnostiziert, und gegen Ende einer jeden Episode,
nach einigen derben und herablassenden Sprüchen seitens House,
erfolgreich gelöst.
Was die dritte Staffel allerdings besonders macht, ist die detaillierte
Beleuchtung des Dr. House in Person.
Eine regelrechte Charakterstudie des mürrischen, und dennoch
irgendwie sympathischen Arztes wird erstellt, welche die verborgenen
Leiden und Probleme des Dr. House aufzeigen.
Schlecht ist das Ganze nicht, denn dank eines unglaublich gut spielenden
Hugh Laurie, als Dr. House, wird die dritte Staffel zu einem regelrechten
Genuss.
Nun ist es wohl endgültig das Hugh Laurie nie wieder eine andere
Rolle, außer Dr. House, glaubhaft verkörpern kann, denn die Rolle ist ihm
einfach auf den Leib geschnitten und bei den Zuschauern längst im
Gedächtnis verankert.
Die restlichen Darsteller verkörpern routiniert und glaubhaft,
wie in den vorherigen Staffeln auch, ihre Charakterrollen.
Wirkliche schauspielerische Überaschungen sind hierbei nicht zu
erwarten, eher hat man das Gefühl dass Hugh Laurie den Rest etwas
in den Schatten stellt.
Leider tut sich in der dritten Staffel storytechnisch nicht sehr viel.
Meist stehen die Probleme von Dr. House im Mittelpunkt und lassen
nur wenig roten Faden für andere Handlungsstränge übrig.
Immerhin wird wieder ein radikales, offenes Ende erzeugt, dass
zwar nicht so dramatisch wie nach Staffel 2 endet, trotzdem den
Zuschauer auf eine spannende vierte Staffel hoffen lässt.
Die dritte Staffel ist ein Muss für jeden Fan der Serie,
flotte und intelligente Sprüche, tolle Schauspieler und ein einzigartiger
Charakter, Dr. House, der es schafft mit seiner Person eine ganze
Serie zu tragen - einfach Klasse.