Um es gleich vorweg zu sagen, dieser Film ist eine Perle der Unterhaltung, wunderschöne Bilder, tolle Landschaften, großartige Schauspieler u. eine wunderbare Geschichte, das alles ist "Dr.Hope".
Großartig besetzt mit der fabelhaften Heike Makatsch, die in der Rolle der Bridget Hope geradezu aufblüht. Ebenfalls wunderbar als deren 1.Ehemann Justus von Dohnanyi.
In weiteren Rollen als Bridget Hope's 2.Ehemann Martin Feifel, als Bridget's Mutter Tatjana Blacher, eine von Bridget's Widersacherinnen Monika Baumgartner, als Bridget's Intimfeind August Zirner, als Richter Ernst Jacobi, und, und, und, sämtliche Rollen sind bis in die kleinsten Nebenrollen top besetzt.
Dazu kommt die perfekte Ausstattung, es handelt sich bei "Dr.Hope" nämlich um einen Kostümfilm, spielt er doch immerhin von Mitte des 19.Jahrhundert's bis hinein ins 20. Jahrhundert, als die ersten Automobile das Licht der Welt erblickten.
Die Geschichte ist schnell erzählt, Bridget Hope möchte gerne als Frau Medizin studieren u. stößt schnell an ihre natürlichen Grenzen, war es zu dieser Zeit schließlich schier unmöglich für eine Frau dies zu tun. Nun ist Bridget aber absolut Willens ihren Plan in die Tat umzusetzen u. ersucht sogar die Kaiserin Auguste-Viktoria ihr zu helfen, was diese auch tut u. Bridget kann ihr Studium beginnen. Von da an beginnt ein langer, manchmal immer noch steiniger Weg, beruflich als auch privat, ich möchte aber nichts weiter darüber verraten, da sonst die Spannung unweigerlich dahin wäre, es soll ja schließlich noch Spaß machen sich den Film anzuschauen u. dazu benötigt es unbedingt die dazu notwendige Spannung, das Salz in der Suppe sozusagen.
Regie führte Martin Enlen, bekannt schon aus Filmen wie z.B.Tatort-Das Glockenbachgeheimnis mit Iris Berben, Bella Block mit Hannelore Hoger, Andrea und Marie mit Iris Berben u. Hannelore Elsner, usw., usw., ein Garant für gediegen, spannende Unterhaltung, wenn Sie so wollen.
So trifft er auch mit "Dr.Hope" voll ins Schwarze, da der Film wirklich ungelogen keine Sekunde langweilig ist. Auch die Filmmusik ist einfach nur schön.
Das einzige was mir an dem Film nicht zu 100% gefallen hat ist das Ende, da hätte ich mir als alter Kitschtante ein Happy End gewünscht, aber keine Angst, es ist auch eine Art Happy End, aber eben anders als erwartet, mehr wird nicht verraten, da ich mir nicht vorwerfen lassen möchte, ich hätte das Spiel verdorben.
Von mir bekommt der Film 5 Sterne, da ich mich glänzend unterhalten gefühlt habe u. allen voran Hut ab vor Heike Makatsch's Leistung, sie WAR wirklich in dem Moment Bridget Hope Lehmann !!!
Nicht zu vergessen natürlich auch ihr 1.Ehemann im Film Justus von Dohnanyi, er war ebenfalls in seiner Rolle wunderbar, Martin Feifel als ihr 2.Ehemann Dr.Lehmann war dagegen etwas blass seltsamer Weise, aber dennoch OK.
Besonders interessant macht den Film auch, daß es sich um eine wahre Geschichte handelt, da es Dr.Bridget Hope wirklich gab.
Fazit, sehr sehenswert !!!