Wer die Mathematik schon immer sonderbar fand, oder sich zu Zahlen magisch hingezogen fühlt wird seine Freude an Clifford A. Pickovers "Dr. Googols wundersame Welt der Zahlen" haben. Anhand von 40 Beispielen (Kapitel) werden Probleme aus dem Reich der Zahlen dargestellt. Dies reicht vom ultimativen Bibelcode über "73939133" bis Yin oder Yang. Angeblich sollen lehrreiche Gespräche der Schülerin Monika mit deren Meister Dr. Googol die einzelnen Kapitel verbinden. Es ist eher das Gegenteil der Fall. Jedes Zahlenproblem wird meist von einer Anekdote aus Dr. Googols Leben eingeleitet. Jedes Zahlenbeispiel ist aber in sich abgeschlossen.
Am Besten legt man sich beim Lesen gleich ein Blatt Papier, einen Stift und wenn möglich einen Taschenrechner bereit. Einige Kapitel regen nämlich gerade dazu an, die Behauptungen die Dr. Googol aufgestellt hat, gleich selbst mit Stift und Papier zu überprüfen. Denn erst von diesen Aha-Erlebnissen lebt dieses Buch. Andererseits beschleicht einem bei manchen Kapiteln das ungute Gefühl, dass der Autor selbst nicht weiß, was er mit dem Beispiel nun aussagen will. Der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Beispiele ist sehr unterschiedlich und reicht von der Fähigkeit der Beherrschung der Grundrechenarten bis zu Zahlenrätsel, die selbst einen Mathematikfan fordern dürften. Da ist schon mal vom Pascalschen Dreieck mod(666) und Iterationen die Rede.
Dieses Buch ist sicher nicht zum schnellen Drüberlesen gedacht. Man muss für manche Kapitel viel Zeit investieren, um auch die dahinterstehende Logik und Mathematik verstehen zu können. Lösungen bzw. vertiefende Erklärungen zu den einzelnen Kapitel befinden sich am Ende des Buches. Lobenswert ist noch zu erwähnen, dass für einige Lösungsansätze auch Internetlinks angegeben wurden, wo auch Computerprogramme im Source-Code des Autors zu finden sind.
Mathematikfreaks werden ihre Freude an diesem Buch haben, Laien werden bei einigen Kapiteln durchaus ins Schwitzen geraten, garniert mit einigen inhaltlichen Schwächen.