Der Autor behandelt die wichtigen Themen des Lebens: Zunächst mal ein Kapitel zu der Frage, wie man durch Improvisation und Durchwursteln gut durchs Leben kommt. Dann geht es um Glück, Cool sein, Abnehmen, Vernunft, Dinge wegwerfen, den Sinn des Lebens, Perfektionismus, einen Partner finden, eine Beziehung führen, Kinder erziehen, Krisen und am Ende einige aus der Seele sprechenden und amüsante Kommentare zu falschen Versprechen.
Alles in allem kommt man bei der Lektüre immer wieder dazu, zu sagen, ja so ist es. Dieses Amen kann man aber mit diversen Gefühlsregungen garnieren und ihm damit eine gewisse Lockerheit erteilen. Neben den nachvollziehbaren Fakten ist das Buch witzig, ironisch, philosophisch und weise. Es gibt aber keine unbedingten Antworten und Lösungen, an die man sich dringend halten muss, es beschreibt vielmehr mit großer Zielsicherheit und genauer Beobachtung die Dinge und Abläufe des Lebens, so dass man selbst zu Erkenntnissen, und da selbst, auch Selbsterkenntnissen kommen kann. Zu viel Nachdenken sollte man aber auch nicht unbedingt über alles, sondern immer wieder eine Prise Humor und Entspannung einflößen, denn - so der Autor -, "zuviel Nachdenken trübt das Gemüt".
Durch die Ausführungen zum und die Beobachtungen übers Leben kommt man selbst zu einer Distanz zu den Sachen, die einem Ruhe gibt, die sich einen mal zurücklehnen lässt und dann muss man unweigerlich immer wieder zugeben, ja, die Dinge des Lebens sind nicht schwarz und weiß, zwar manchmal, aber viel häufiger noch bunt. Daher sollte man sich am besten irgendwo in der Mitte durchwursteln, was dann tatsächlich mal das wenige Abgedroschene des Buches widerspiegelt: Der goldene Weg ist immer noch der Weg der Mitte, nur dass sich verflixt noch mal keiner so recht daran halten will. Zu viel strebt man halt nach dem Optimum, wenn man dann aber noch lernt, auch mal nach dem Versagen zu streben oder mal gar nicht zu streben, sondern irgendwo im betrachtenden Niemandsland zu pendeln, dann hat man es doch irgendwie annähernd geschafft. Das ist ggf. eventuell dann etwas desillusionierend, allerdings erntet man beim Lesen gute Ansichten, die einem zufrieden stellend vermitteln, das Verzicht was angenehm Befreiendes sein kann.
Das Buch offeriert die tatsächlichen Wahrheiten und man könnte es geruhsam als Kommentar zu jedem möglichen Lebensratgeber legen, um noch mal nachzuschauen, ob dass denn da alles wirklich so ist oder doch nur eine Möglichkeit und ggf. eine ziemlich dämliche. Wahrheit plus Witz und vielleicht nicht immer allzu ernst zu nehmende Weisheiten ergeben hier einen vergnüglichen und lehrsamen Lesespaß.