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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
75 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
The legend is back!,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Deluxe Edition) (Audio CD)
Zehn Jahre ist es nun schon her, dass ich jenes Album gekauft habe, welches zum Meilenstein der alternativen Musikszene avancieren sollte. Im Jahre 2004 erscheint nun die 10th anniversary Deluxe Edition dieses Krachers in gleich 2 Varianten. Das Album ist sowohl als Super Audio CD als auch als DVD-Audio erschienen und buhlt so um die Gunst des Käufers. Um den schwelenden Streit zwíschen den Anhängern der beiden konkurrierenden Formate weiter zu befeuern, natürlich in unterschiedlicher Ausstattung.Gegenstand dieser Rezension soll allerdings die SACD Variante sein, welcher der Verfasser primär favorisiert. Und auch hier soll nicht das Augenmerk auf dem eigentlichen künstlerischen Inhalt der Doppel CD liegen, sondern auf der technischen Umsetzung. Denn, dass "The Downward Spiral" ein wegweisendes und alles überragendes Album ist, war und immer sein wird, setze ich als bekannt voraus. Und den Sammler interessiert primär der "Mehrwert" einer Neuauflage. -Verpackung: Edel kommt sie ja schon daher, im schicken Doppel DiGi-Pack mit schonendem Kunststoffschuber. Sogar das Artwork hat man ein wenig überarbeitet und Illustrationen der im Fahrwasser des Albums veröffentlichten Doppel Maxi Sets (Closer, March of the Pigs) bzw. der EP (Further down the Spiral) einfliessen lassen. Im Booklet ebenfalls enthalten, sind alle Texte des ursprünglichen Albums (was allerdings bei der Erstveröffentlichung auch schon der Fall war). Alles in allem ein durchaus gelungenes und würdiges Äußeres dieser Deluxe Edition. Einziger Kritikpunkt: Die CD Halter auf die die Scheiben aufgeklemmt sind, sind äußerst schlecht zu händeln und riskieren abgebrochen zu werden oder, schlimmer, die CD zu beschädigen. Zu steif sind sie gearbeitet. -Inhalt: Die erste CD enthält das Album als normale CD Spur, sowie als remasterte SACD Stereo und Multichannel Spur. Die zweite CD beherbergt auschließlich Bonustracks, die dem geneigten Fan und Sammler aber bereits von diversen Soundtrack Beiträgen (Dead Souls, Burn) bzw. als B-Seiten der Maxis oder EP geläufig sein sollten. Auch kommt sie nur als "normale" CD daher, ist also nicht als SACD gemastert. -Umsetzung: Der Klang der CD Spur der "Spiral" ist gut, unterscheidet sich aber nicht wesentlich von der der Erstauflage. Wechselt man auf die SACD Spur der Disc, öffnet sich das Klangbild merklich und der Klang wird weitläufiger, die Dynamik nimmt zu, feine Details treten hervor. Gekrönt wird dieser Eindruck allerdings erst von der Mehrkanal Spur der Disc. Die Surround Speaker werden nun aggressiv ins Klanggeschehen mit eingebunden und sorgen für einen regelrechten WOW! Effekt. Mal verspielt mit Soundeffekten, mal mit ordentlich Tiefbass belastet oder mit wanderndem Klangfeld umschmeicheln sie den Hörer. -Fazit: Für alle, die das Album bereits als normale CD besitzen und die nicht über einen geeigneten Multikanalverstärker samt Lautsprechersystem verfügen, lohnt dieser Kauf nicht wirklich. Die Klangunterschiede der CDs untereinander, aber auch die der CD zur SACD Stereo sind wirklich marginal und nur mit entsprechend leistungsfähigem Equipment auszumachen. Wer allerdings ein multichannelfähiges System zu Hause stehen hat, wird seine helle Freude an der Umsetzung dieser Scheibe haben. Denn dieser Mix macht den eigentlichen "Mehrwert" und Kaufanreiz aus. Nachdem das 94er Album nun einige Monate im Regal stehen musste und andere CDs im Player rotieren durften, findet es nun im 5.1 Gewand zurück in die Anlage und offeriert neue Höreindrücke und einen ganz neuen Zugang zu dieser Ausnahmeerscheinung die sich "The Downward Spiral" nennt. Gänsehaut inklusive... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Stück Musikgeschichte,
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Audio CD)
Man mag ja über Reznors Charakter streiten, aber eines muss man dem Typen wirklich lassen: Wir wurden alle vorgewarnt. Gleich zu Beginn verteilt Reznor treffsicher Folterschläge. Wer es dann doch besser weiss und glaubt, den Rest auch noch ertragen zu können, mit dem kennt der Typ wahrlich keine Gnade. Der gerät mitten hinein in den Sog der Abwärtsspirale.Dort offenbart sich der Reiz Reznors finsterer Seelenlandschaft. Da erblickt man auch verdorrte Obstgärten inmitten unberührter, endloser Einöden, die dem ganzen Werk einen Hauch von Melancholie verpassen. Nur früher oder später sticht einem dann doch Reznors mit künstlichem Lila angeschmiertes Eigenheim ins Auge. Passt da irgendwie nicht rein, genau so wenig wie dieses Werk in die Welt der handgemachten Rockmusik. Dafür verunstaltet Reznor einfach zu oft Elemente der synthetischen Popmusik. Für jeden etwas? Nein. Jeder wird zwar mit dem saftigen Apfel der Versuchung angelockt, doch beisst man hinein, so entpuppt sich dieser dann doch als ziemlich madiges Gebilde. Diese schwer verdauliche Riesenportion künstlichen Lärms schmeckt anfangs wohl niemanden richtig vertraut. Bezeichnend für die verlorene Eigenständigkeit dieser Kreation ist für mich das Lied „The Becoming". Anfangs wird die Atmosphäre des Wahnsinns eingefangen und vermischt mit einem entstellten, futuristischen Poprhythmus. Dann wiegt Reznor einem mit sanften Klängen in den Schlaf, bevor er dazu ansetzt mit spitzen Fingernägeln über eine Tafel zu kratzen. Als ob dies nicht schon genug des Guten wäre, dringt er schliesslich ausser sich vor Wut mit einem brutalst möglich abgehackten Gitarrenriff bis zum letzten Nerv des Zuhörers vor. Diese aggressionsgeladenen Momente erwecken den Eindruck, irgendetwas hält einen penetrant auf der Überholspur. Doch mitunter hat das ganze über weite Strecken einen komisch seriösen Beigeschmack. Reznors Gesang klingt phasenweise wie der eines etablierten Popsängers. Richtig störend oft muss man lange darauf warten, dass er endlich das Rasiermesser auspackt. Doch wenn er es einsetzt, dann stets mit mörderischer Intelligenz und so gezielt, dass dagegen bis zum heutigen Tag so schnell keiner gegen anstinken kann. Da wirkt das, was Sipknot & Co. zur Zeit verbrechen, wie plumper Lärmbrei und Marylon Manson wie ein armer Irrer. Und genau das macht Reznors Meisterwerk so gefährlich. Der Zuhörer wird unter Spannung gehalten, bis sich hochdosierte Emotionen entladen. Die werden dann um so mehr wahrgenommen. Das Gemüt wird gefesselt. Die Message dringt durch. Doch das sollte sie eigentlich nicht, denn im Gesamtbild zeichnet sich ein selbstzerstörerischer Amoklauf ab. Reznor hat den Finger stets am Abzug, hat vor nichts, aber auch vor gar nichts Respekt. Ist er deshalb der Nihilist, nach dem sich die kommerzielle Musikbranche so sehnt? Nein, dafür zielt „The Downward Spiral" viel zu sehr aufs Gehirn und ist viel zu gefährlich. Nur was gefährlich ist, muss auch gut sein, und „The Downward Spiral" ist ein wirklich sehr gutes, richtungsweisendes Stück Musikgeschichte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erst 5.1 macht The Downward Spiral komplett,
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Dual Disc) (Audio CD)
Die Dualdisc ist eine Scheibe, deren CD-Seite das Album digital überarbeitet enthält. Auf der DVD-Seite ist es in hochauflösendem Dolby 5.1 mit 96kHz aufgetragen.An The Downward Spiral hat mich immer nur eins gestört, das aber sehr: Dass Trent Reznor die beiden Stereokanäle so häufig mit zig Tonspuren überfrachtet hat, dass man am Ende Mühe hatte, Musik herauszuhören. Auf 6 Kanäle verteilt, ergibt aber alles Sinn. Jedes Geräusch, jedes Flüstern, Knirschen, Schaben ist herauszuhören und klar zu orten. Gleichzeitig klingen die einzelnen Samples dank der digitalen Überarbeitung viel klarer. Beim ersten Hören war ich absolut baff. Die Videos zu March of the Pigs, Closer und Hurt sind eine nette Dreingabe, das Closer-Video sogar in 5.1. Zur Musik selbst muss man wohl kein Wort verlieren. Insgesamt also nur zu empfehlen, wer nur Stereo hört, verpasst das halbe Vergnügen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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