Aus der Amazon.de-Redaktion
Donovan ist Agentin bei der City Force, einer speziellen Einsatztruppe zur Bekämpfung des scheinbar allgegenwärtigen Verbrechens in der Downtown. Zu Beginn des Romans wird sie die Partnerin der erfahrenen DelMonico, doch als diese unter mysteriösen Umständen verschwindet, bleibt Donovan auf sich allein gestellt. Sie versucht, DelMonico wieder zu finden und obendrein auf die Spur der Drogenbosse zu kommen, die den gefährlichen "Sternenstaub" in Umlauf bringen. Durch Härte und Coolness versucht sie, ihre eigenen Ängste und Unsicherheiten in den Griff zu bekommen, und meist gelingt ihr das auch. Schließlich findet sie in dem straßenschlauen Infodealer Chan einen neuen Partner, der sie durch seine Fähigkeiten voranbringt, und stößt mit ihm auf einen weiteren Fall, der direkt mit ihrer eigenen Vergangenheit verknüpft ist.
Myra Çakans Downtown ist weitaus mehr als ein Konglomerat aus dystopischer Zukunftsvision und einem Albtraum, aus dem ein Städteplaner schreiend erwachen würde. Die Downtown, die eher einem technisierten Dschungel ähnelt als einer Stadt in der Mitte des 21. Jahrhunderts, ist der eigentliche Protagonist des Romans, mit dem die Autorin beweist, dass Cyberpunk durchaus noch neue Dimensionen zu bieten hat.
Downtown Blues hat ein so berauschendes Tempo, dass dem Leser nichts weiter übrig bleibt, als von Zeit zu Zeit abzusetzen, um wieder zu Atem zu kommen. Rasante Szenen jagen einander, und der Leser hört geradezu den Soundtrack zum Text, als würde ein überdrehter Punk-Drummer-Schlagzeuger auf Bassdrum, Snares und Hihats einschlagen. Myra Çakan benutzt bekannte Stilelemente des Cyberpunk, komponiert daraus jedoch mit kompromissloser Härte und poetisch-urbanen Bildern ihren bisher besten Roman, der zweifellos zu den wichtigsten deutschen SF-Titeln dieses Jahres gehört, und der getrost in einem Atemzug mit den herausragendsten Büchern von Gibson, Sterling und Shirley genannt werden kann. --Hardy Kettlitz
Tomorrow
Kurzbeschreibung
Die Downtown schluckt Leben und spuckt Leichen aus - doch Donovans Partnerin verschwindet spurlos. Kann Donovan das Rätsel lösen, ehe der Fall ihr das Genick bricht?
Downtown Blues ist ein Thriller mit der Poesie des Abgrunds, ein unter die Haut gehender Krimi in dystopisch urbaner Kulisse. Myra Çakans Erzählsprache ist knapp, rasierklingenscharf und sinnlich, sie integriert die Stilelemente des Cyberpunk so beiläufig sicher, wie ein Atemzug dem nächsten folgt. ...
"Lara Croft" ist gegen City-Force-Cop Donovan eine brave Barbie mit Brustimplantat beim Kindergeburtstag." ---- Hessischer Rundfunk
Aus der Amazon.de-Redaktion:
Myra Çakan, Autorin des Amazon.de-Bestsellers When the Music's over, hat ihren zweiten SF-Roman für Erwachsene veröffentlicht. "Downtown ist das Synonym für Abstieg. Lebensmittelkarten für Ersatznahrung, Massenunterkünfte, Wasserrationierungen im Sommer, Smog das ganze Jahr, Terror in den Straßen."
Donovan ist Agentin bei der City Force, einer speziellen Einsatztruppe zur Bekämpfung des scheinbar allgegenwärtigen Verbrechens in der Downtown. Zu Beginn des Romans wird sie die Partnerin der erfahrenen DelMonico, doch als diese unter mysteriösen Umständen verschwindet, bleibt Donovan auf sich allein gestellt. Sie versucht, DelMonico wieder zu finden und obendrein auf die Spur der Drogenbosse zu kommen, die den gefährlichen "Sternenstaub" in Umlauf bringen. Durch Härte und Coolness versucht sie, ihre eigenen Ängste und Unsicherheiten in den Griff zu bekommen, und meist gelingt ihr das auch. Schließlich findet sie in dem straßenschlauen Infodealer Chan einen neuen Partner, der sie durch seine Fähigkeiten voranbringt, und stößt mit ihm auf einen weiteren Fall, der direkt mit ihrer eigenen Vergangenheit verknüpft ist.
Myra Çakans Downtown ist weitaus mehr als ein Konglomerat aus dystopischer Zukunftsvision und einem Albtraum, aus dem ein Städteplaner schreiend erwachen würde. Die Downtown, die eher einem technisierten Dschungel ähnelt als einer Stadt in der Mitte des 21. Jahrhunderts, ist der eigentliche Protagonist des Romans, mit dem die Autorin beweist, dass Cyberpunk durchaus noch neue Dimensionen zu bieten hat.
Downtown Blues hat ein so berauschendes Tempo, dass dem Leser nichts weiter übrig bleibt, als von Zeit zu Zeit abzusetzen, um wieder zu Atem zu kommen. Rasante Szenen jagen einander, und der Leser hört geradezu den Soundtrack zum Text, als würde ein überdrehter Punk-Drummer-Schlagzeuger auf Bassdrum, Snares und Hihats einschlagen. Myra Çakan benutzt bekannte Stilelemente des Cyberpunk, komponiert daraus jedoch mit kompromissloser Härte und poetisch-urbanen Bildern ihren bisher besten Roman, der zweifellos zu den wichtigsten deutschen SF-Titeln dieses Jahres gehört, und der getrost in einem Atemzug mit den herausragendsten Büchern von Gibson, Sterling und Shirley genannt werden kann. --Hardy Kettlitz
Autorenportrait
Auszug aus Downtown Blues. von Myra Cakan. Copyright © 2001. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Jedes Jahr schluckt die Downtown ein paar Blocks. Jedes Jahr rennen ein paar Irre mehr durch die Straßen - kriechen nachts aus ihren Verstecken, aus ihren Hinterhöfen, Mülltonnen. Kommen aus ihren Penthäusern in der Oberstadt, verlassen ihre Hightech-Luxusfestungen auf der Suche nach dem großen Kick. Sie wollen das Aroma von Gewalt und illegalen Drogen auf ihren Lippen schmecken, jenen Drogen, die den Kreuzrittern entgangen sind, und Gewalt, die käuflich ist. Denn sie suchen jene Art der Anonymität, wie sie nur Durchreisenden mit hohem Kredit gewährt wird.
Downtown ist das Synonym für Abstieg. Lebensmittelkarten für Ersatznahrung, Massenunterkünfte, Wasserrationierung im Sommer, Smog das ganze Jahr, Terror in den Straßen. Kleine Geschäftsleute ohne Protektion, die ihre Straße, ihre Nachbarschaft nicht verlassen wollen, die noch ans Gestern glauben. Einwanderer, die noch auf ein Morgen hoffen. Sie alle werden von der Unter-Stadt gefressen und anschließend auf die Straßen gekotzt.
Dazwischen die DWNTWN-Cops, sammeln den Dreck ein, wahren den Schein. Bleibt noch die City-Force, die das Chaos zusammen hält , wenn die Killerkommandos der Triaden und Kartelle auf jedes bewegliche Ziel das Feuer freigeben, wenn die Drogenbosse um Territorien und Kunden kämpfen und sich die Gangmitglieder in den Straßen abstechen wie jedes Jahr in den heißen Sommermonaten.
Werd Dealer, arbeite dich als Schläger in 'ner Gang nach oben oder geh zur City- Force. Ich weiß nicht mehr genau, warum ich die letzte Möglichkeit wählte, damals schien sie der beste Weg zu sein. Einer ihrer Scouts sammelte mich auf, als ich ziemlich weit unten war und dachte, weiter runter geht nicht. Das war, bevor sie mich für zwölf Wochen ins Trainingslager steckten. Zwölf Wochen, die wie zwölf Jahre waren. Da testen sie dich. Psychoprofil, Reaktionszeit, Kampf ohne Waffe, Zielschießen mit Laserpistole. Als City-Force Agent bist du so 'ne Art Zielscheibe. War's das nicht, was Du immer wolltest? Scheiße.
Bestehst du die Tests, kriegst du dein Abzeichen, dann schicken sie dich auf die Straßen - zum Abschuss freigegeben - teilen dir einen Partner zu und geben dir begrenzten Zugang zu ihrer Datenbank. Begrenzt ist das Wort, denn jeder hat seine kleinen Geheimnisse, auch die City Force.
Der Schrottplatz Zuerst kommen Routinefälle, Bodyguard-Jobs, verdeckte Ermittlungen, Vermißtenmeldungen, Personenüberwachungen, dann Lösegeldübergaben, Undercover- Einsätze, alles was außerhalb der üblichen Polizeiarbeit ist, alles was die DWNTN-Cops nicht packen. Bist du gut im Job, kommst du an die Prämienfälle, an das große Geld.
City-Force Agenten - immer etwas am Rande der Legalität, mit Kontakten und Privilegien und mit Sergeant Fraser, meinem neuen Boß.
Er lauert in seinem Glaskabuff wie ein fettes Krabbeltier. Beobachtet uns, beobachtet mich.
'Kommen Sie rein, Donovan.' Breitärschig sitzt er auf seinem dreibeinigen Bürostuhl. Fraser hat die Körpersprache von jemanden, der es nicht mehr nötig hat in den Straßen seinen Hals zu riskieren. Ich frag mich, ob er's jemals nötig hatte. Es gibt viele Wege zu einem Job zu kommen, nicht nur in der Uptown. 'Sie sind so weit. Sie wurden DelMonico zugeteilt.'
Er erwartet nicht, daß ich darauf etwas sage, hat den Blick schon abgewandt, tut, was auch immer er zu tun hat - in der Nase bohren, sein illegalen Kredits zählen. Ich gehe an meinen Platz. Bereit zu warten.
'He, Donovan!' Sie steht mitten im Raum, die Hände auf die Hüften gestemmt, jeder Zoll ihres Körpers sagt: 'Ich bin da, wo ich sein will'. 'Donovan!' Sie ruft meinen Namen nicht, sie brüllt ihn.
Köpfe fahren hoch, sehen missbilligend erst in ihre, dann in meine Richtung. Sie fängt die Blicke ab, folgt ihnen mit zusammengekniffen Augen, die an mir hängen bleiben. 'Du bist Donovan?'"
