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Moore rechnet mit der politischen und wirtschaftlichen Elite der USA ab. Politiker -- egal, ob Republikaner oder Demokraten -- sind korrupt, ihr Personal und ihre Programme austauschbar. Eine solche Diagnose mag vielleicht nicht überraschen, Moore gelingt es jedoch, seine Erkenntnis anhand origineller Beispiele zu verifizieren. So sind sich rechtskonservative Republikaner nicht zu schade, Wahlkampfspenden anzunehmen, die von Abtreibungsbefürwortern oder Bürgerrechtsinitiativen für die Gleichstellung Homosexueller stammen. Da wundert es nicht, dass eine desillusionierte Bevölkerung bei Präsidentschaftswahlen kaum noch von ihrem Stimmrecht Gebrauch macht. Doch Moore weiß Abhilfe: Warum statt Wahlen nicht einfach Monster-Truck-Rennen veranstalten? Die Präsidentschaftskandidaten treten in großen, drei Stockwerke hohen Trucks mit Namen wie "Killer Bigfoot" gegeneinander an. Wer gewinnt, wird Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Das geht schnell, ist leicht durchführbar und garantiert hohe Aufmerksamkeit beim Publikum.
Auch die Wirtschaftsbosse der großen Unternehmen kriegen ihr Fett weg. Wie unverschämt muss man sein, um einerseits vehement Sozialleistungen für Arbeitslose als Schmarotzertum zu attackieren, andererseits jedoch lauthals nach Subventionen und Steuererleichtungen zu rufen, wenn sie ihr Unternehmen an den Rand des Ruins treiben?
Michael Moore nimmt kein Blatt vor den Mund. Seine Angriffe gegen das Establishment sind direkt, polemisch und gnadenlos einseitig. Wer die feine Ironie sucht oder meint, zwischen den Zeilen lesen zu müssen, der mag enttäuscht sein. Hier findet kein akademisch abgehobenes, genüssliches Sezieren des wirtschaftspolitischen Geschehens statt. Vielmehr ist dieses Buch der Aufschrei eines Mannes, der an den Verhältnissen leidet und nicht mitansehen kann, wie eine verknöcherte, saturierte und egoistische Elite traditionelle amerikanische Werte wie Gemeinschaft und Solidarität zugunsten von Wahlerfolg oder Shareholder-Value bedenkenlos opfert.
Auch mit verschnörkelten Wortspielereien hält Moore sich nicht auf. Er ist ein "right-in-your-face"-Satiriker, der sich vor derben Ausdrücken nicht scheut. Und auch wenn man seine Sicht der Dinge nach der ersten Glosse zu kennen meint, so lohnt sich das Weiterlesen auf jeden Fall. Moore zählt anhand von Zeitungsmeldungen und Statistiken eins und eins zusammen und schafft es, globale und komplex erscheinende Phänomene auf seine amerikanisch-pragmatische Art zusammenzufassen.
Downsize This! ist somit ein Buch für alle, die sich davon überzeugen möchten, dass es auch in den USA eine lebendige und humoristische Gesellschaftskritik gibt. Das Buch liest sich flüssig und ist für den etwas fortgeschrittenen Leser englischsprachiger Literatur leicht und mit Gewinn zu lesen. --Patrick Glaser
Moore is at his best as a prankster, whether it's trying to see if Pat Buchanan will take a campaign donation from the John Wayne Gacy Fan Club (yes) or whether he can have Bob Dornan committed to an insane asylum because of his bizarre behaviour (no, but it was close). Moore is one of America's sharpest satirists, and Downsize This! makes one wish he would write a "Sorry State of the Union" every year. But only if it doesn't cut into his moviemaking--that's too big a price to pay. --Michael Gerber, Amazon.com -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
53 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
mit dem Hammer philosophieren...,
Rezension bezieht sich auf: Downsize This!: Random Threats from an Unarmed American (Taschenbuch)
Michael Moore ist zur Zeit der wohl meistgelesene Amerikanische Systemkritiker. Wer kennt nicht seine Filme "Bowling for Columbine" und "Roger and Me", wer nicht sein Buch "Stupid White Men"?Das Buch "Downsize This!" liegt meines Wissens nicht in deutscher Übersetzung vor und ist auch schon 1996 erschienen. Die Frage dürfte also für viele sein: lohnt sich das für mich als Deutscher? Worum geht es denn eigentlich in "Downsize this!"? Dazu kann man nur folgendes sagen: Unter dem Eindruck umfangreicher Rationalisierungen von Arbeitsplätzen bei gleichzeitigen Rekordgewinnen macht sich Moore an die Arbeit und untersucht die Hintergründe derartiger Wirtschaftspolitik. Aber dies tut er nicht als Volkswirtschaftler sondern als "normaler" Bürger mit dem gesunden Menschenverstand. Zwar ist das Buch auf dem Stand von 1995, aber dennoch durchaus lesenswert, da man davon ausgehen kann, dass sich die Situation seither wohl kaum gebessert haben dürfte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
I Own Two Copies!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Downsize This!: Random Threats from an Unarmed American (Taschenbuch)
Yes, after buying the Random House hardback, a year later I bought the "New Improved!" HarperCollins paperback edition--on purpose. Michael Moore is one of my heroes. He's biting, honest, clear-sighted, straight-shooting, and, as other reviewers note, he's funny as hell. Though this book now is almost four years old, its messages remain fresh (in at least two senses!). Buy the book; watch Moore's show on Bravo (THE AWFUL TRUTH); join Mike's Militia; and if you, like me, are a Little Guy, fight the Goliathans until they topple!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
All depends on your political beliefs,
Rezension bezieht sich auf: Downsize This!: Random Threats from an Unarmed American (Taschenbuch)
Like most political satires and/or commentaries, those who agree with the author's point of view will generally enjoy this funny little book. Moore exposes the corporate crimes and hypocrisy that take place in this country, but is by no means against Corporations in general or the virtues of making a profit. He just feels that corporations have gotten completely unreasonable by firing thousands of employees while profits are at a peak and leaving cities after receiving tax breaks as an incentive for staying.The picture of the Federal building bombed in Oklahoma City is placed next to the picture of a condemned factory in Flint, Michigan after GM pulled out. The pictures are nearly identical and the imagery is extremely powerful. What exactly is terrorism, Moore asks? Many will disagree with Moore's opinions and some will be offended by certain things in this book, especially the chapter dealing with the L.A. Riots and the O.J. Simpson case. However, I do think it's worth a read, even if you disagree, if only to reinforce your views. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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